Was der Abschied übrig lässt

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Da ist noch kalter Kaffee in der Tasse.
Dein Brot liegt auch noch angebissen da.
Wie ich die Stelle, wo wir enden, hasse,
wird mir in solchen Augenblicken klar.
Im Bad wohnen noch Relikte deiner Nähe.
Die Zahnbürste wird vergeblich auf dich warten.
Wenn ich dein Bleiben künftig auch verschmähe,
such' ich nach stillem Zeugnis ,all' den zarten
Überbleibseln unserer Gewesenheit;
mehr ist leider nicht geblieben.
Ich erinnere viel Kummer und Leid
im bunten Leben, das wir liebten.
Nun leb' ich mit dem kalten Rest.
Erinnerung ist das,
was der Abschied übrig lässt.

Informationen zum Gedicht: Was der Abschied übrig lässt

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13.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Chandrika Wolkenstein) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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