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| 138 | Die matte Stelle | 15.05.26 | ||
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Vorschautext: Ich kam nicht in Scherben zum Stehen. Nur mit Spuren von Vernachlässigung und mit einer matten Stelle dort, wo einmal Vertrauen glänzte. |
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| 137 | Irgendwo abgelegt | 15.05.26 | ||
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Vorschautext: Du hast mich nicht zertrümmert. Nur irgendwo abgelegt, wo niemand mehr nach mir sah. Seitdem trage ich eine kleine Delle und den Geruch vergessener Winkel. |
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| 136 | Was bleibt, wird Licht | 14.05.26 | ||
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Vorschautext: Pflege Deine Gedanken wie einen Garten. Nicht alles muss bewertet werden, nur weil es wächst. Manches darf gehen. Manches braucht Wasser. Manches war nie für Dich bestimmt. ... |
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| 135 | Ein Stück Himmel | 13.05.26 | ||
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Vorschautext: Was nützt ein Tag, der nur vergeht? Die Seele braucht mehr als Brot und Salz. Sie braucht Glut unter der Asche, Himmel ohne Riegel, und eine blaue Blume, ... |
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| 134 | Hand aufs Herz | 11.05.26 | ||
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Vorschautext: Ich begreife vieles nie: Warum etwas kommt. Warum etwas geht. Warum manches erst weh tut und später eine Tür wird. Manchmal reicht ein Traum, um den Blick ... |
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| 133 | Nicht ganz, aber wirklich | 10.05.26 | ||
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Vorschautext: Niemand kann in meinem Bewusstsein wohnen. Auch die Liebe kennt nur die Tür, nicht den Raum dahinter. Der Schmerz selbst spricht keine gemeinsame Sprache. So leben wir: eingeschlossen ... |
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| 132 | Heimatlos | 02.05.26 | ||
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Vorschautext: Der Bahnhof riecht nach Diesel, nach nassem Beton, nach Kaffee aus Pappbechern. Ich habe mir etwas Heimat zusammengefaltet zwischen Blusen und Papieren. Mein Koffer duftet nach dem Gewürz, das meine Mutter mit den Fingern maß. ... |
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| 131 | Wo Worte wohnen | 23.04.26 | ||
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Vorschautext: Die Sprache ist das Haus des Seins." Martin Heidegger Wer keine Worte hat, wohnt eng. Die Freude bleibt vor der Tür. Der Schmerz liegt namenlos im Zimmer. Die Angst geht um bei Nacht, ... |
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| 130 | Sachzwang | 20.04.26 | ||
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Vorschautext: “Hell is empty and all the devils are here“ Ariel to Prospero Shakespeare: The Tempest, Act 1, scene 2 Chandrika Wolkenstein Sachzwang Die Hölle ist leer. Nicht weil das Böse ausgestorben wäre. Sondern weil es umgezogen ist, in Großraumbüros und Kommentarspalten, in Gremien und Ministerien, in dem beruhigenden Tonfall, mit dem man Härte ... |
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| 129 | Es gibt mehr | 20.04.26 | ||
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Vorschautext: Wir wissen so viel und verstehen so wenig. Wir kartieren den Himmel, zählen Sterne, berechnen Bahnen, simulieren das Ende der Welt auf glatten Bildschirmen – und scheitern doch am eigenen Herzen, an einem Blick, an der Stille nach einer Nachricht. ... |
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| 128 | Unter deinem Namen | 19.04.26 | ||
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Vorschautext: Die Dinge tragen kein Urteil. Nicht der Regen. Nicht die Nacht. Nicht das Schweigen zwischen zwei Menschen. Erst dein Denken tritt hinzu und macht daraus Trost, ... |
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| 127 | Der andere Weg | 19.04.26 | ||
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Vorschautext: Manchmal beginnt ein Leben mit dem stillen Wissen, dass die vorgezeichneten Wege gut ausgeleuchtet, geordnet, beinahe freundlich sind, aber nicht für dich. Du gehst den schwereren Weg. Kein Versprechen. Keine Rettung. Nur nichts, ... |
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| 126 | Mit allem von gestern | 18.04.26 | ||
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Vorschautext: Gestern steckt mir noch in den Knochen nicht nur als Erinnerung, mehr als Gewicht, als feiner Staub in den Kammern des Herzens, den selbst das Licht nicht fortnimmt, sondern sichtbar macht. Ich gehe nicht leer in diesen Morgen. Ich trage die ungesagten Worte, die Blicke, die geblieben sind, die Liebe in ihrem verstummten Kleid, und die Müdigkeit der Seele, ... |
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| 125 | Vom Getragensein | 17.04.26 | ||
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Vorschautext: Je älter ich werde, desto leiser wird der Irrtum, ich hätte hier das Sagen. Ich habe Pläne gemacht, aber das Leben trat nie durch die Tür, die ich ihm offenhielt. Es kam ungefragt. Es nahm Platz. Es liebte mich für eine Weile. ... |
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| 124 | Zwischen Sternenstaub und Erde | 16.04.26 | ||
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Vorschautext: Die Seele tritt alt ans Licht, mit Staub von Sternen in den unsichtbaren Falten. Sie wird sanfter, heller, durchsichtiger, während die Jahre den Körper beschweren. Der Körper ... |
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| 123 | Innere Jahreszeit | 16.04.26 | ||
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Vorschautext: Der Winter arbeitete gründlich. Er schnitt die Tage kahl, legte frei, was bloß Gewohnheit war. Die Kälte nahm allem die Milde, verdunkelte den Blick, ließ nur gelten, was standhielt. Doch selbst unter Schnee vergaß etwas in mir ... |
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| 122 | Rückflimmern | 15.04.26 | ||
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Vorschautext: Eines Tages wird mein Leben in mir zurückflimmern, Bild für Bild wie Staubpartikel im Licht eines alten Projektors. Nicht die Tage werden bleiben, die sich sauber erzählen lassen, an denen alles funktionierte, und niemand stolperte. ... |
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| 121 | Schwerkraft | 14.04.26 | ||
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Vorschautext: Menschen docken an über Schwächen. Nicht über Kontrolle. Nicht über Überlegenheit. Nicht über die sauber gefalteten Tage. Sie docken an: über das Zögern, über die kleine Erschütterung in der Stimme, über das Zittern hinter dem Lachen. ... |
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| 120 | Werde Meer | 13.04.26 | ||
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Vorschautext: „ If you don’t become the ocean, you’ll be seasick every day.“ Leonard Cohen Wenn man sich ängstigt vor der eigenen Tiefe, lebt man am Ufer wie auf geliehenem Boden. Man sagt: Das Leben ist zu viel. Die Welt ist zu laut, die Liebe zu unsicher. ... |
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| 119 | Tanzender Stern | 13.04.26 | ||
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Vorschautext: „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären.“ Friedrich Nietzsche Lass dir dein Chaos nicht nehmen. Es ist nicht nur Verlust, es ist auch Ursprung. Fürchte nicht das Wilde in dir, nicht den Widerstreit, nicht die Stunden, in denen alles unfertig ist. ... |
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