Profil von Chandrika Wolkenstein

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Anzahl Gedichte: 44
Anzahl Kommentare: 2
Gedichte gelesen: 926 mal
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Titel
24 Traumrausch 28.12.25
Vorschautext:
Mein Traum geht leis‘ auf Zehenspitzen,
damit mein Herz nicht jäh erwacht.
Gedanken funkeln, sprüh’n und blitzen
in dieser fahlen Winternacht.
Mein Traum hält die Gedanken noch im Zaum.
Bilder huschen schweigend durch den Raum.
Aus dieser Quelle trinkt das Herz
und reckt sich trunken himmelwärts.
23 Leblosigkeit der Einsamkeit 27.12.25
Vorschautext:
Da ist kein Blick,
der nach mir sucht.
Da ist keine Stimme,
die mich meint.
Gedanken sind vorhanden,
sie werden nicht gebraucht.
Der Körper ist vorhanden,
ohne Bedeutung.
Meine Abwesenheit:
folgenlos.
Das ist der Schmerz.
22 Restbestand 27.12.25
Vorschautext:
Ausgehöhlt
vom Hunger
des Lebens.
Nicht leer,
eher abgetragen.
Gerade noch
stehend.
21 Ankommen 27.12.25
Vorschautext:
Still zieht mein Herz die Schuhe aus,
wenn ich dich vor mir sehe.
Ich strecke beide Arme aus;
Ich brauch‘ nur deine Nähe.
Wir halten uns ganz fest im Arm.
Der Kreis schließt sich, er wird schön warm.
Die Wärme fließt von Herz zu Herz.
Die Blicke finden himmelwärts.
Solch‘ innige Verbundenheit
gibt uns so viel Geborgenheit.
Die Seelen sind sich sichtbar nah.
Der Zauber wirkt ganz wunderbar.
...
20 Angefressen 27.12.25
Vorschautext:
Fressen, fressen,
immer essen.....
Hast du alles aufgegessen?
Hier gesessen,
da gesessen.
Ist die Portion angemessen?
Ganz versessen auf das Fressen,
stets das Beste nur gegessen.
Bist versessen von dem Fressen,
bist von allem angefressen.
19 Für die, die blieb ( meine Reisetasche) 27.12.25
Vorschautext:
Gegerbt von Zeit
und
weich geworden
von Wegen
wartest du
wehmütig
zwischen Wintermänteln.
In deinen Falten
schlafen Erinnerungen,
die nach Meer riechen
nach Zugluft und
zögernden Händen.
...
18 Windsbraut 19.12.25
Vorschautext:
Ab und zu reis‘ ich auf Wolken
und blinz’le in das blaue Licht.
Die Stürme sind nun abgemolken.
Heut‘ gleite ich mit Zuversicht
auf Nebelschwaden sanft dahin,
wo ich ein Nebeltänzer bin.
Greif‘ zu den Sternen,
wenn sie funkeln.
Das Helle wird erst schön
im Dunklen.
17 Lichtmoment 18.12.25
Vorschautext:
Als wir uns noch an Träumen labten,
da sagtest du: "Wir werden tanzen."
Als wir dann an der Welt zerdarbten,
und uns hinter dem Job verschanzten,
da war'n die Melodien zerronnen.
Wir hab'n sie nicht mehr wahrgenommen.
Doch plötzlich , da erinnert sich
die blasse, resignierte Seele.
Jählings erblühst du innerlich,
ein Lied von gestern dringt an deine Kehle.
Du lässt es frei, hinaus ins Nichts
und kostest mit Freude
...
16 Seit ich dich fand 14.12.25
Vorschautext:
Seit ich dich fand, mein Liebster,
spricht mein Herz zu dir.
Seit ich dich fand, mein Liebster,
wurd' das Ich zum Wir.
Seit ich dich fand, mein Schönster,
kann ich wieder lachen.
Seit ich dich auserwählte,
will ich dir Geschenke machen.
Die Zeit mit dir sind mir geschenkte Tage.
Mein Lebensherbst stellt nun die Frage:
Werden wir zusammen gehen,
wenn einst die Todesglocke klingt?
...
15 In mondloser Nacht 14.12.25
Vorschautext:
Ich bin eine schweifende Seele.
Egal, welchen Ort ich auch wähle,
bin immer im Niemandsland.
Flieh‘ immer vor so vielen Geistern,
kann so mein Leben nicht meistern,
fühl‘ mich stets von Furcht übermannt.
Mit meinen bangen Sorgen
bin ich nur bei dir geborgen.
Du bist mein Festgewand.
Bist lauter Liebespurpur nur für mich.
In mondloser Nacht tanz‘ ich für dich.
14 Unterwegs zwischen den Welten 13.12.25
Vorschautext:
Ich glaube oft, ich war schon viele,
und viele waren auch schon ich.
Die Seelen wechseln ihre Kleider,
und viele Kleider gab’s für mich.
Manche Erfahrungen und Träume
verraten, ich bin unterwegs.
Ich ging bereits durch viele Räume,
durchlebte viele Leben stets.
Ich möchte wirklich weise werden
am Ende meiner langen Reise.
Dann wird‘ ich nicht mehr wiederkehren.
Ich tauch‘ ins Zwielicht und verdufte leise.
13 Nie genug 13.12.25
Vorschautext:
Nie genug Wärme,
nie genug Licht,
nie genug Weite,
gereicht hat es nicht.
Die Seele bleibt hungrig
nach Zuversicht.
Nichts sättigt die Sehnsucht.
Nichts heilt durch Verzicht.
Du fühlst dich eingepfercht in dir,
starrst schmachtend auf die Ausgangstür.
Warst immer schon zur Flucht entschlossen.
Doch diese Tür war nie verschlossen.
12 Reife Frucht 12.12.25
Vorschautext:
Überreif sabbernd
an ihrem Strauch
die rote Beere.
Sie duftet schlabbernd
auf welkes Laub,
fällt dann ins Leere.
Das ist der Ort,
wo sie verdorrt.
Nichts bleibt
von dieser reifen Frucht,
ein bisschen Duft vielleicht,
ein fruchtiger Geruch.
11 Intermezzo 10.12.25
Vorschautext:
Gern leg‘ ich deinen Kuss zurück
dort ins verstaubte Zimmer.
Du warst nur ein Sekundenglück,
zerzaustes Herzgeflimmer.
In weher und in wunder Zeit
warst du zur Nähe nicht bereit.
Hast meine Tränen nicht bemerkt.
Hast meinen Kummer noch verstärkt.
Wie ein verschliss’nes Kleidungsstück
mit Kunstperlengeglimmer
so leg‘ ich deinen Kuss zurück
dort ins verstaubte Zimmer.
10 Undines Erlösung 09.12.25
Vorschautext:
Man sagt:
Ich wurde seelenlos geboren.
Ich hab‘ euch geliebt,
um ganz zu werden.
Ihr wolltet Verlockung ohne Moral,
damit ihr mich schuldig nennen könnt.
Ihr wolltet absolute Verfügbarkeit,
damit ich kein Gegenüber werde.
Ihr wolltet grenzenlose Hingabe,
damit ihr euch nicht fragen müsst,
was ihr selbst zu geben habt.
Solange ich anders war,
...
9 Kostbare Leihgabe 08.12.25
Vorschautext:
Ich habe gerne Zeit für dich.
Das sag‘ ich nur gelegentlich.
Ich kann Zeit wirklich nicht vergeuden
mit öden, monotonen Freuden.
Zeit ist nunmal von großem Wert,
jeder Moment bemerkenswert.
Zeit genieß‘ ich nur mit dir,
mit dir ich niemals Zeit verlier‘.
Dir will ich jede Weile schenken,
ohne an die Zeit zu denken.
8 Ophelias stiller Übergang 08.12.25
Vorschautext:
Im dunklen Wasser ruhe ich,
mein langes Haar der Ratten Kinderstube.
Das kalte Wasser gruselt mich
so einsam dort in meiner Nebelgrube.
Es fall’n mir Buchenblätter auf die Lider,
wollen mir Wärme geben,
wollen mich immer wieder
wohlig mit dem Wald verweben.
Eh‘ dies geschieht, stakt dein Kahn
durch dies‘ lichtlose Labyrinth,
und schweigend legst du leise an,
dort, wo die Ratten glücklich sind.
...
7 Erinnerungssplitter 07.12.25
Vorschautext:
Als mein Blick
bei dir stehen blieb,
warst du mir sofort
ein Zuhause,
wo meine Unruhe
ruhen durfte.
Ich fühlte ein Ja,
das nach einer langen Reise
durch mehrere Leben
angekommen war.
Wir erkannten uns,
ohne uns zu kennen,
...
6 Sternschnuppenschauer 06.12.25
Vorschautext:
Ich trinke das Sterben der Sterne,
in meinem Mund zerschmilzt das All.
Lichttropfen ritzen mir
Glutlinien in die Zunge.
So viele verbrannte Wünsche!
Sie schmecken nach Asche und Eis:
zu heiß geträumt
und kalt wie ein Kuss,
der nie erwidert wurde.
5 Aurobinda 06.12.25
Vorschautext:
Aurobinda heiß'ich, die Mondsüchtige.
Ich wandle auf Dächern, um Sterne zu greifen.
Der Wind ist mein Wächter, sät Licht mir zur Brücke.
Ich taste Funken, die meine Hände streifen.

Ich folge dem Mond, seinem heimlichen Ruf.
Sein magischer Zauber durchpulst meinen Schritt.
Ein falscher Tritt, Verirrung genug,
und die Tiefe nimmt mich mit sich mit.

So gehe ich weiter, geführt durch die Nacht,
vom Mond, meinem uralten Tröster.
...
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