Milonga, nachts

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Der Rauch hängt tief.
Die Gläser klirren
zu Whiskymief
und Blicke flirren.
Das Licht gedimmt und müde,
entkleidet die Blicke
sanft, nicht prüde.
Gesichter, die geliebt,
dennoch verloren haben
und gerade deshalb tanzen,
statt finster zu verzagen.
Das Bandoneon reißt
alte Wunden auf.
Lust und Leid tanzen
mit Eleganz darauf.
Beine schreiben Kreise
in die Luft,
kein Wort, nur Nähe
und dieser rußige Duft.
Wenn du so Tango tanzen kannst,
dann ist dir klar:
Das Leben ist eine Milonga.
Man muss wissen,
wie man sie tanzt.

Informationen zum Gedicht: Milonga, nachts

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02.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Chandrika Wolkenstein) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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