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Gedichte über Lebensweisheiten - Seite 952


Stultitia expelles furca - tamen usque recurret

Eine Ode auf die Dummheit 1968
www.leitheim.gedichte.de
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Ein Gedicht - Von einem Kärntner Marktplatzjodler,
wie mich mein Deutschlehrer benannte, mit seinen überaus seltsamen
„literarischen Masken“.
Die nun trotz aller Unkenrufe meiner „Deutsch-Lehrer“ veröffentlicht werden.
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Stultitia expelles furca,
tamen usque recurret!
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Lass mich um dein Standbild nun Girlanden winden
aus „blauen Veilchen“ und aus Immergrün,
denn deine Macht wird nie entschwinden
dich zu vertreiben ist vergebliche Müh!
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Du trägst zu allem eine Augenbinde
dir ist egal - wer Links – wer Rechts,
den Pfaffen und so manchem - Politiker-Kinde
gibst du zu deren „Schwachsinn“ Ja und Recht.
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Wie „her“ für dich, wenn du von Eseln und Kamelen
umringt bist! – An denen du voll inniger Liebe hängst,
den Politikern, Selbstsdarstellern und den Blendern
die Sonne deiner Gunst - und deiner Güte schenkst!
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Heil dir und deinen unsensiblen Händen
die menschlichen Ochsen, Esel, und auch Gänse „benedeien“,
da ja die Einfältigen stets nur im Himmel enden
die größten Kartoffeln sind - den dümmsten - Bauern nur zu eigen!
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Fast keinem gelang es je – sich deiner zu erwehren
kein Schild, kein Panzerhemd dagegen ist gefeit,
der größte Teil der Menschen will dich - nicht - entbehren
dein Reich, dass ist die Macht - und auch die „Selbstherrlichkeit“.
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Peter Leitheim
Buchautor, Poet, Mensch und Denker.
„PS: Kärnten – Bundesland in Österreich
wo ich zur Welt kam und eine Zeitlang lebte.
Mein Deutschlehrer ein Schwabe von der Alb ra„.
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Ode an die Dummheit

Ode an die Dummheit
www.leitheim.gedichte.de
Gedicht- Nr. 1486
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Von einem Kärntner Marktplatzjodler, wie mich mein Deutschlehrer benannte, und seinen überaus, seltsamen „literarischen Masken“.
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Stultitia expelles furca, tamen usque recurret!
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Dir Dummheit!

Lass mich „um dich “ Girlanden winden
aus „blauen Veilchen“ und aus Immergrün,
denn deine Macht wird nie entschwinden
dich zu vertreiben ist vergebliche Müh!
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Du trägst zu allem eine Augenbinde
dir ist egal - wer Links – wer Rechts,
den Mächtigen - manchem - Politiker-Kinde
gibst du zu deren „Handeln “ Ja und Recht.
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Wie „HER “ für dich, wenn du von Einfältigen
umringt bist! – An denen du voll inniger Liebe hängst,
den Bösen - Ungerechten und den Blendern
die Sonne - deiner Güte schenkst!
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Heil dir und deinen segnenden Händen
die menschliche Einbildung und Wichtigtuerei – „benedeien“,
da im Bibelwort- die Einfältigen - im Himmel enden
die größten Kartoffeln sind den Unwissenden - wirklich zu eigen?
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Erkenntnis:

Umsonst ist oft die Mühe sich der Dummheit zu erwehren
kein Schild, kein Panzerhemd dagegen ist gefeit,
die Menschen könnten dich entbehren
doch hast du Macht - „Selbstherrlichkeit“.
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Peter Leitheim
www.leitheim-gedichte.de
Buchautor, Poet, Mensch und Denker.
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Gedanken eines Wetterhahnes!

Gedanken eines alten Wetterhahnes
www.leitheim-gedichte.de
Gedicht - Nr.1276
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Zu Eichendorf im Oberland
ich fast zweihundert Jahre stand.
Auf Kirchturmdach als Wetterhahn
als Zierstück und als Wetterfahn`.
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Bei Schnee und Regen, kalter Nacht
zu jeder Stunde Dienst gemacht.
So mancher Blitz hat mich gestreift
und eisig Frost mein Kamm bereift.
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An manchem heißen Sommertag
da wo ein jeder Schatten mag,
hat mir die Sonne unverwandt
auf meinen Leib aus Zinn gebrannt.
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Schwarz hat die Zeit gefärbt mich ganz
schon lang entflohen goldener Glanz,
und darum haben sie zuletzt
verschmäht mich - darum abgesetzt.
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Sie brachten „Neuen“ oben auf
so ist die Welt - der Zeiten Lauf,
er glänzt dort golden dient als Zier
doch für mich ist dies schlecht Pläsier.
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Geliebter Turm und Kirchendach
wo ich gesehen Wald, Flur, Bach,
hört Brunnenplätschern Tag und Nacht
da wo mein Leben ich verbracht.
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Wo mich besuchten Schwalben, Spatzen
ich hörte ihr Zwitschern, seltsame Sprachen,
ich hörte Glocken – Orgelklang
und auch der Menschen Lobgesang.
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Man warf mich dann zum alten Eisen
nachdem man mich vom Dach tat reißen,
Alteisenhändler mich genommen
die Pfarrei dreißig Mark bekommen.
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Ich lag beim Blech auf großem Haufen
wo Ratten, Mäuse sind gelaufen.
Ich ruhte dort voll Weh und Ach
und weinte alten Zeiten nach.
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Ein Kunstschmied hat mich dann erstanden
und sogleich Kunstwerk angefangen,
er gab mir Farben neues Leben
und hat mir neue Form gegeben.
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In seinem Garten halte ich Wacht
Dort gib auf Vögel, Mäuse ich Acht,
dort dreh` ich lustig mich im Wind
und schenke Freude manchem Kind.
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Nun sanft ist aller Tagesfluss
ich keinem Sturm mehr trotzen muss.
Im Schatten unterm Apfelbaum
da habe ich nun manchen Traum
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Und kommt die kalte Winterzeit
bin ich von meinem Dienst befreit.
In warmer Stube ruhe ich aus
muss nicht bei Schnee, Frost, Kälte raus.
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Schon heute tut man mich vermissen
den „Neuen Hahn“ der Sturm vom Dach gerissen.
Zerbeult der nun im Pfarrhaus liegt
Gerechtigkeit du hast gesiegt!
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Peter Leitheim: Buchautor
Poesie, Fabeln, Historie, Sagen. Gebete.
www.leitheim-gedichte.de
Deutsche Gedichte Bibliothek.
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