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Gedichte über das Leben - Seite 1989


Die Forellen

Heute Morgen sass ich am See. Und habe, ein
paar schlafende Forellen, beobachtet. Dann
dachte ich mir: „Gönne Dir mal wieder einen
Spaß! Bringe mal wieder etwas Chaos ins
Leben!“ Und ich habe, mit ein paar hart
gekochten Eiern, nach den schlafenden
Forellen geworfen. Und dann ist es wirklich
geschehen. Völlig verschreckt sind sie aus
dem Wasser gerannt. Und haben sich, vor
meinen Augen, verwandelt. Und plötzlich
standen ein paar Gurus vor mir. Und haben
mir ein paar Ratschläge gegeben. Wie:
"Gehe nie duch eine Tür! Bevor Du sie
nicht geöffnet hast! Achte auf deine
Gesundheit! Trinke den Tee ohne Zucker!
Sei nett zu den Nachbarn! Das hilft beim
positiven Denken!" Dann sind sie ihres
Weges gegangen.


Dann dachte ich mir: "Vielleicht war das
alles gar nicht wahr!“ Und ich bin Mittags
wieder zum See. Und habe, mit hart gekochten
Eiern, nach schlafenden Forellen, geworfen.
Beim besten Mittagsschlaf, von Ihnen. Und
völlig verschreckt, sind sie aus dem Wasser
gerannt. Und haben sich vor meinen Augen
verwandelt. Und plötzlich standen ein paar
Clowns vor mir. Und haben mir ein paar
Ratschläge gegeben. Wie: "Esse immer
das Eis aus dem Plastikbecher! Und, Du
machst auch dem Abfalleimer eine Freude!
Und denke an etwas schönes, wenn die Ampel
rot ist! Denn, wenn die Ampel dann grün
wird, hast Du nicht umsonst gewartet! Und
höre auf deine Füsse! Und kaufe nie nur
schwarze Socke!“. Und dann, sind sie
einfach ihres Weges gegangen.


Dann dachte ich mir: "Jetzt will ich es
wissen!“ Ist das alles wirklich wahr. Und
ich bin Nachts, an den See, gegangen. Um
das Ganze zu wiederholen. So, um sicher
zu gehen. Und habe, mit hart gekochten
Eiern, auf schlafende Forellen, geworfen.
Und völlig verschreckt sind sie aus dem
Wasser gerannt. Und haben sich vor meinen
Augen verwandelt. Und plötzlich standen
ein paar Rocker vor mir. Und haben mir ein
paar Ratschläge gegeben. Wie: "Das Leben
ist wie eine Harley!“ Wer durchblickt weiß es:
„Das er hin und wieder tanken muss!“ Und
wenn es Dir Nachts zu dunkel ist. Dann
schalte das Licht an. Und Du siehst immer
etwas neues. Wenn Du den Kreisverkehr
kapiert hast. Und dann gingen sie Ihres Weges.


Also, wenn Du wirklich wissen willst: "Was
der Mensch in Wahrheit ist!" Wenn Du also
Zweifel hast: „An dem was Dir so erzählt wird!
Oder an dem was Du so liest! Oder an dem was
Du so hörst!“ Dann sage ich Dir: "Nimm Dir
ein paar hart gekochte Eier! Setze Dich irgendwo
an einen See! Und wirf nach schlafenden
Forellen!“ Und Du erfährst es persönlich:
„Was Du weißt! Und alles was Dir, in der
Schule, beigebracht wurde! Das ist falsch!“
Die Evolutionstheorie stimmt nicht. Und
wahrscheinlich auch, eben so wenig die Chemie.
Oder die Biologie. Oder die Mathematik. Und
der Mensch ist, in Wahrheit, ein Fisch. Und hart
gekochte Eier beweisen das alles. Und mehr
braucht es dazu nicht. So einfach ist das.
(C)K. Lutz
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Leichhardt kehrt zurück

In der Zeitung steht, er kommt zurück,
Meile für Meile, jedoch Bit für Bit.
Die Leichhardt-Freunde haben nicht gepennt
und sein Denkmal in Sydney gescannt.
Er ließ sich nicht vom Sockel trennen,
man konnte nicht den Rücken scannen.

Doch Modeschöpfer mittendrin,
kriegen das bestimmt noch hin.
Der Computer hat dreidimensional gedacht
und einen virtuellen Leichhardt gemacht.
Und er kann schrumpfen oder wachsen,
bis er gegossen wird, irgendwo in Sachsen.

Die Laserbehandlung tat ihm nicht weh,
dafür heißt er jetzt Leichhardt 3D.
Weh tat aber vieles vor 200 Jahren,
als der echte Ludwig durch das Land gefahren.
D.h., er ist nicht gefahren, sondern gelaufen
kannte so unterwegs jeden Ameisenhaufen.

Neue Kolonnisten waren seinerzeit
zu allen Schandtaten bereit.
Schätzen wie dem Öl, Kupfer oder Gold
waren sie damals alle fanatisch hold.
Jeder wollte den Reichtum entdecken
und sich seinen Claim abstecken.

Amerika war diesbezüglich schon überrannt,
da wurde die Insel Australien erkannt.
Schiffe haben sich Ankerplätze gesucht
und vermassen auf diese Weise jede Bucht.
Die Matrosen sind zwar am Ufer gerannt,
doch keiner ins Landesinnere fand.

Da glaubte Leichhardt seine Chance zu sehen
und wollte im Norden querfeldein gehen.
Es gibt noch Bäume die tragen sein „L“,
man fand Ausrüstung an manch freier Stell.
Doch Leichhardt mit Begleitern und Pferd
ist niemals wieder zurückgekehrt.

Vielleicht ist er von einem Pfeil gesunken,
oder sie haben giftiges Wasser getrunken.
oder es hat eine tödliche Viper gebissen,
wir werden es wohl niemals wissen.
Oder ist er in der „Goldsenke“ versackt
und seine Begleiter hat der Goldrausch gepackt.

Es konnte ein Gewitter toben,
als sie auf einem Berge droben.
Oder ein Unwetter war so stark,
dass das Hochwasser Gefahren barg. .
Vielleicht ist er vom Baum gekracht,
als er sich umsah in der Urwaldpracht.

Aborigines hatten vielleicht Wut,
weil zu klein die Geschenkeflut.
Oder sie haben heilige Handlungen gestört,
was sich stets als Gast nicht gehört.
Vielleicht trafen sie auf Kannibalen,
die ihre Opfer an die Höhle malen.

Das Gras war sicher mit dran schuld,
Spinifix erfordert viel Geduld.
Sumpfmückenfieber und Ebola
waren ganz sicher auch schon da.
Er wirkte nicht nur in Biologie,
er schaffte sich auch in der Kartographie.

Diese Unterlagen wären noch besser,
hätte er damals einen Höhenmesser.
Ohne ihn musste er an Objekten und Plätzen
die Höhe aus Erfahrung schätzen.
Die Tiefe konnte er ja loten
durch ein Seil mit vielen Knoten.

Seine Begleiter hatten‘ s eilig,
was sie entdeckten, war ihnen heilig.
Bisher hat man noch nicht rekonstruiert,
was dieser Expedition passiert.
200 Jahre seit dem vergingen,
nur die Klärung will nicht gelingen.

Mit modernsten Forschungsmethoden
entdeckt man oft Details im Boden..
Australische Forscher haben ihn erkannt
und den Humboldt Australiens genannt.
Sie sind froh, dass es ihn gab,
auch wenn man nicht fand sein Grab.

Leichhardt ist der Lausitz was wert,
ein eigner Platz ist nicht verkehrt.
Sein Schwager, Gönner und Sympathikus
der Friedrich August Schmalfuß,
hat als Dolmetscher dort gewohnt,
wo jetzt der Bürgermeister thront.

Dieser Platz ist somit besetzt,
Leichhardt wird an das Gymnasium gesetzt.
Dort, wo das Gymnasium einst stand,
sich ein freier Fleck noch fand.
Leichhardt wird auf einem Sockel stehen,
dort wo viele Menschen gehen.

Schlicht und einfach wird das Denkmal sein,
nicht zu groß und nicht zu klein.
Nächstes Jahr soll es bereits stehen,
doch bis dahin muss noch viel geschehen.
Gehwegplatten, Sträucher, Sitze,
vielleicht Wasser gegen Hitze.

Aber keinen Spinifex,
der verursacht nur nen Komplex.
Und das Geld dafür sind Spenden,
gestiftet von verständigen Händen.
Ich sage Euch nur: „Leichhardt ist ein Held,
Dank eurem Spendengeld.“


05.11.2014 © Wolf-Rüdiger Guthmann
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