Profil von Michelle K. Schlüter

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Anzahl Gedichte: 4
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Gedichte gelesen: 6.601 mal
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Titel
4 01:27 13.12.19
Vorschautext:
Wie soll man der Welt zeigen wie es in einem drinnen aussieht, wenn man doch nicht die Geräusche des eigenen Herzens niederschreiben kann?
Ich versuche es, doch versage kläglich. Nur wer auch ein Herz hat kann verstehen wie es ist, es in der eigenen Brust stetig schlagen zu fühlen. Wie es die Hände zum zittern bringt und das Gesicht vor Aufregung rot anlaufen lässt. Wie es in deinem Kopf immer und immer wieder schlägt, immer lauter während die Wände um dich herum immer näher kommen zu scheinen.
Wie soll ich der Welt erklären wie groß der Schmerz doch ist in einem Hause ohne Zuhause zu sitzen, auf eine beschriebene Seite ohne Worte zu blicken und kleine schwarze Tasten in einer bestimmten Reihenfolge zu tippen, rhythmisch zum Takt meines Herzens und nur lesbar für jene, welche es im Takte ihres eigenen Herzens zu lesen wissen.
Und selbst jene Menschen werden nicht das Geräusch hören, dass ich höre.
Es ist nicht nur ein Schlagen, es sind Stimmen. Abertausende von Stimmen die in Gefühlen und Bildern sprechen, in Sprachen welche kein Mensch je zuvor gehört hat. Sie wollen reden, wollen kommunizieren, doch niemand wird sie jemals verstehen.
Die Wände kommen näher, immer näher. Meine Finger schmerzen vom Tippen, der Laptop auf meinen Waden fühlt sich heiß an, mein Herz schlägt weiter. Immer weiter, immer schneller.
Die Stimmen rufen, schreien. Sie möchten hinaus, möchten nicht länger eingesperrt sein aber ich schaffe es nicht. Ich kann sie nicht befreien.
Mein Herz droht zu platzen. Die Stimmen schlagen gegen die Wände der Herzkammern.
Würden die Wände mich zerdrücken oder würden die Stimmen mein Herz so schnell schlagen lassen bis es keine Energie mehr hat und aufgibt?
Ich möchte schreien, schreien wie die Stimmen in meinem Herzen. Und einschlagen auf die Wände um mich herum.
Ob mein Herz sich wohl auch um die Stimmen verengt?
Ich rutsche in meinem Bett weiter nach hinten, suche nach Halt, ziehe die Beine an den Körper heran. Die Wand in meinem Rücken ist kalt und rau. Es schmerzt. Ich schreie.
...
3 Du verstehst mich nicht. 05.12.19
Vorschautext:
Sei still, meine liebe Zunge,
denn du weißt, dass sie die Sprache,
welche du sprichst, nicht verstehen können.

Sie hören nicht die lieblichen Klänge, welche du von dir gibst,
wenn du vergeblich versuchst die Worte, im Inneren deines Kopfes,
mit ihnen zu teilen.

Sei still, meine liebe Zunge,
oder sie werden dich mir herausreißen.

Hört auf zu sehen, meine lieben Augen,
...
2 Schachmatt des Herbstes 29.10.14
Vorschautext:
Blätter fallen vom dürren Baum,
Nebelschwaden ziehen durch die Luft,
Wolken sehen aus wie grauer Schaum,
Und um uns herum ein leicht fauliger Duft.

Tropfen stürzen vom Himmelszelt,
Tropfen für Tropfen fällt zu Boden,
Erfreut die ganze Pflanzenwelt,
Doch auch geplagt von Schlechtwetterperioden.

Der Himmel zerreisst vom Tosen
Des Donners, gejagt vom Blitz,
...
1 Die Melodie der Nacht 28.10.14
Vorschautext:
Still ist die Nacht,
Hüllt alles in Dunkelheit,
Über uns wacht,
Der Mond mit Erhabenheit.

Stolz leuchtet er,
In weiten Fernen,
In einem Meer,
Aus Sternen.

Die Sterne,
Treue Begleiter bei Nacht,
...
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