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Gedichte Über Gedanken - Seite 153


Kunst & Liebe

Beginnt jede Kunst mit Liebe?
Was hat Liebe zu tun mit Kunst?
Auch wenn ich mich darin übe,
meine Mühe scheint umsonst...

1. Akt

Vielleicht versuchen wir es mal beide,
du nimmst den Pinsel und ich den Stift,
du malst, was du siehst mit wahrer Freude,
ich schreibe nieder, was mich gerade trifft.

In deinen Bildern steckt so viel Schönheit,
während ich meine Worte nur erraten kann,
deine Art zu malen hat was von Lebendigkeit,
während ich erneut fang von vorne an.

Du drückst deine Welten so strahlend aus,
ich bin nur in Schwarzweiß Worte am Weben,
gerne fühlte ich mit dir deinen Farbenrausch,
um die Welt jenseits meiner Schrift zu sehen.

Vielleicht, wenn ich wüsste, wie man malt,
doch meine Kunst kann mir das nicht geben,
in meiner Welt aus Schwarzweiß nichts strahlt,
deine Liebe ist die Farbe in meinem Leben.

2. Akt

Manchmal ist es auch schon Kunst,
sich die Natur als Inspiration zu setzen,
mitten in ihrer Herkunft & Gunst,
kann man sie immer wieder wertschätzen.

Mit Schönheit & Eleganz will sie verwöhnen,
so wie sie diesen blauen Himmel erhellt,
mit wolkigen Träumen in sanften Weißtönen,
in dieser für die meisten unsichtbaren Welt.

Die Meisterwerke der Kunst der Natur,
eine Kette von perfekten Schnappschüssen,
sie selbst setzt sich stets in Pose dafür,
wofür keiner wird was bezahlen müssen.

Wer zum Küssen seine Augen schließt,
weil einem die Liebe am Leben liebkost,
diese Kunst zu Lieben bald vollends genießt,
schenkt sie doch neue Kraft und Trost.


3. Akt

Ich säe diese Samen der Liebe für die Blüte der Kunst,
übergebe sie der Gegenwart in der Hoffnung auf Gunst.

Wenn Melancholie den Geist meiner Betrachter trübt,
weil mein Werk ihren Ansprüchen nicht genügt,
säe ich dennoch Samen der Liebe für die Blüte in uns.

Obwohl wir das Muster auf dem Webstuhl nicht sehen,
arbeiten wir Tag und Nacht geduldig an unseren Fäden,
um unsere Samen der Liebe für die Blüte in uns zu säen.

Durch kleine Tode erwacht neues Leben
ohne die Schatten zu beachten,
die in der Trostlosigkeit wachen...
aus dem Samen wird sich eine Blüte erheben.

So wird uns,
auch wenn die Welt um uns
herum wir düster spüren,
der Funke der Kunst
an einen hellen Ort führen,
wo Liebe und Kunst sich berühren
...

Finale

Liebe ist in ihrem Wesen eine ewige Flamme,
die hell durch die Korridore der Zeit brennt.
In stillen Momenten flüstert sie Anagramme
zwischen Seelen, wo sie das Leben Nebel nennt.

Sie ist das Zusammentreffen von zwei Herzen,
eine sanfte Berührung, die lauter ist als der Verstand.
Sie übersteigt das Körperliche, versprüht Wunderkerzen
und verbindet uns zu einem unzertrennlichen Band.

Sie ist der Trost im Sturm, in dem alles zerschellt.
Die stille Kraft, die uns hält, wenn wir wanken.
In ihrer Gegenwart finden wir unser wahres Selbst,
gespiegelt in den Augen eines anderen Probanden.

Liebe ist die Melodie in der Symphonie des Lebens.
Ein Lied, das selbst in der Stille erklingt,
Sie ist die Kunst des gegenseitigen Nehmen und Gebens,
die die dunkelsten Nächte und hellsten Tage bestimmt.

In der Umarmung der Liebe sind wir ganz.
Zwei Seelen, ineinander verschlungen im Licht.
Es ist das Versprechen der Ewigkeit im Liebestanz,
Was sich einmal so findet, vergisst sich nicht.

© meteor 2025
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Woge der Lust

Ich hatte nicht vor,
dich so derart zu begehren...
auch nicht das,
dass es das heraufbeschwor,
mich nach dir so zu verzehren ...

Ich habe mich nicht hingesetzt
und erwartet,
dass mein Körper mich verrät,
dass nur durch
deine Worte
mein Denken aussetzt ...
und so ausartet,
dass alles völlig
in Erregung gerät.

Trotz deiner Abwesenheit
verweilst du in mir ständig ..
es schmerzt von Zeit zu Zeit,
meine Lust ist so unbändig ...
die Abstände eine Geringfügigkeit,
mein inwendiges Verlangen steigt
nun auch auswendig...

Es tropft ... und der Stoff weiß es,
dieser Zeuge der langsamen,
verheerenden Woge der Lust ...
dieses Anschwellen, bis zu heiß alles,
dieses hinaufkriechende Anbahnen,
dieser begehrliche feuchte Durst...

Ich wälze mich hin und her,
und der Stoff seufzt an mir ..
nass befleckt von der Wahrheit,
die ich nie laut auszusprechen wage...
Nicht nur Erregung, nein, viel mehr...
diese Art von Hunger nach dir ..
diese geballte, gepresste Klarheit,
wonach im Dunkeln niemand fragte ...

Du hast mich nicht einmal berührt,
du hast nur ein Wort geschrieben
als wüsstest du es wie sooft ...
Von deinen Gedanken geführt,
von deiner Telepathie getrieben -
deine Tasten gleiten
unter meinen Stoff...

Dein Name erzittert in meinem Mund,
bevor du meinen ausgesprochen hast,
inmitten meiner Hüften tobt ein Sturm...
Der Drang, der Druck ist ungesund,
bleibt er weiter so eng eingefasst,
ein Reflex streckt
den Wurm zum Turm ...

Ich ließ den Stoff es aushalten,
du weißt ganz genau,
wie wir uns begehren,
wie es um mich steht...
lässt diesen Moment gewähren,
in dem auch du verstehst,
zergehst,
flehst ...
berührt zu werden...

Ich warte...
ich poche...
ich ruiniere den Stoff...
und wenn du endlich nah
zu mir kommst,
was ich mir so sehr erhoff'...
nah genug, um zu erkennen,
wie ich nach dir ausharre
nach dir horche...
nach dir giere...
nach dir brenne ...

Du wirst schnell erraten,
wirkst angefasst,
bis du es tief in dir spürst,
dass du einen Ort betreten hast,
den du nie wieder
sauber verlassen wirst...
nicht deine Lippen...
nicht dein Atem ...

© meteor 2025
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