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Gedichte über Freundschaften - Seite 198


Freunde

Du schaust zu den Sternen hoch
Und fühlst dich unbedeutend und ganz klein
Du fällst in dieses tiefe Loch
Fern von jeder Freude und dem glücklich sein

Du fällst ganz tief
Es ist massiv
Das Gefühl, das du verloren bist
Du bist allein
Hier trügt der Schein
Und du weißt, dass es nicht so ist

Also lass dich einfach fallen
Deine Freunde fangen dich auf
Denn sie sind immer für dich da
Also lass dich einfach fallen
Deine Freunde fangen dich auf
Egal was auch immer geschah

Verzweiflung macht sich breit
Und du bist nur noch den Tränen nah
Du fragst dich zu jederzeit
Wo ist das Lächeln, das ich im Spiegel sah

Du fühlst dich schwach
Es fällt das Dach
Auf dein so schwer geknicktes Haupt
Du stolperst bald
Verlierst den Halt
Und du meinst, dass niemand an dich glaubt

Dennoch lass dich einfach fallen
Deine Freunde fangen dich auf
Denn sie sind immer für dich da
Also lass dich einfach fallen
Deine Freunde fangen dich auf
Egal was auch immer geschah

Fühlst du dich ganz antriebslos
Ergibt nichts auf der Welt mehr Sinn
Glaube mir, deine Freunde werden dich verstehen
Sie geben dir den wichtigen Stoß
Für einen erfolgreichen Neubeginn
und werden bis zum Schluss an deiner Seite gehen

Scheint dein Kopf schon zu platzen
Vor Sorgen, was könnte alles passieren
Dann sei unbesorgt, du bist niemals allein
Hast du Angst alles zu verpatzen
Und dadurch deine Freunde zu verlieren
Wahre Freunde werden immer bei dir sein

Also lass dich einfach fallen
Deine Freunde fangen dich auf
Denn sie sind immer für dich da
Also lass dich einfach fallen
Deine Freunde fangen dich auf
Egal was auch immer geschah
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800 Jahre Nördlinger Mess'

800 Jahre Nördlinger Mess'
(vom 21. Juni 2019 bis 01. Juli 2019)

Zwölfhundertneunzehn erstmals erwähnt:
Die größte oberdeutsche Messe
Des Mittelalters, wo den Handel ersehnt'
Der Schwabe, der Bayer, der Franke, der Hesse.

Aus der Ferne kamen die Händler hierher
Priesen an ihre schönen Waren,
Wo ihnen mit großem Kaufbegehr
Die Käufer zuströmten in Scharen.

Es gibt noch immer die Messwürste
Zu regional gebrauten Bieren.
Mancher kauft einen Topf, auch die Haarbürste
Und muss sich dafür nicht genieren.

Ganz Süddeutschland kaufte früher da ein,
Viele Wünsche wurden hier wahr:
Menschen wollten früher schon neugierig sein,
Deshalb kamen sie her übers Jahr.

Man kaufte, was man zum Leben brauchte,
Es gab noch keinen Online-Handel.
Wo früher gern mein Großvater schmauchte,
Gab es bereits den Modewandel.

Heute kommen auch meine Freunde hierher,
Wollen dort mit mir die Zeit verschwenden.
Wo manchem Bürger das Leben schwer,
Kann die Nördlinger Mess' den Kummer abwenden.

Manche sitzen schon hoch im Riesenrad,
Können das herrliche Ries überschauen,
Dazu die wunderbar-gemütliche Stadt:
Augen dürfen den Daniel schauen.

Man trifft die Lieben und viele Verwandte,
Denen man sonst nur virtuell begegnet,
Manchmal sogar längst verlorene Bekannte,
Deren Leben – wie meines – reichlich gesegnet.

So lebt man freundlich erregt wieder auf,
Obgleich man oft in anderen Sphären,
Damit doch unser endlicher Lebenslauf
Ein wenig kann sich von der Nähe nähren.

Naturwüchsig und recht lebensfroh
Entwickeln sich neue Kontakte,
Denn unsere Gesellung will es ja so,
Weil die Neugierde danach fragte.

Wir kommen her zur Nördlinger Mess',
Um die Altehrwürdigkeit zu ehren,
Vergessen dort unseren Alltagsstress,
Um die Lebensfreude zu mehren.


©Hans Hartmut Karg
2019

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