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Gedichte über Alkohol - Seite 3


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Geburtstag im Urlaub

Ich bin der mit der besonderen Gabe,
dass ich im August Geburtstag habe.
Ich gewöhnte mich dran im Laufe der Jahre,
dass ich in dieser Zeit in Urlaub fahre.
und es ist mir auch schnuppe,
ob ich allein fahre oder in der Gruppe.

Nur voriges Jahr fuhr ich mit Mormonen,
die zufällig in unserem Mietshaus wohnen.
Ich interessierte mich nie für ihre Lebensweise,
doch dieser Urlaub wurde eine besondere Reise.
Ich musste erst mit ihnen gehen,
um vieles an ihnen zu verstehen.

Obwohl ich damals aktiver Raucher war,
tolerierte mich sofort die Urlauberschaar.
Rauchen ist dort streng verpönt
Auch an Schwarztee und Kaffee war man nicht gewöhnt.
Und alle fühlten sich frei und wohl
auch ohne den verfluchten Alkohol.

Auch das Fluchen sollte ich vermeiden,
doch das kann ich selbst nicht leiden.
Lange nicht rauchen und trinken,
heißt, ich würde bald nach Windeln stinken.
Das konnte auf diesen Urlaubererden
dann ein schöner Geburtstag werden.

Der Urlaub lief, der Tag fing an
an dem einst mein Leben begann.
Ich stand sehr früh als erster auf
und machte einen Raucher Lauf.
Als ich zurück kam noch alles schlief,
denn keiner rannte, keiner rief.

Doch kaum lag ich auf meiner Decke,
da huschten sie aus dem Verstecke.
Schatten hier und Rascheln dort,
dann standen sie an einem Ort.
Das Zelt öffneten gleich zwei Mann,
dann fing der Trupp zu singen an.

Von Happy Berstie und glücklichen Tagen
hörte ich die Lieder sagen.
Die fremden Camper beendeten die Ruh
und stießen singend dann dazu.
Vom bekannten Frühtau zu Berge
klang es bis zu Rübezahl und Zwerge.

Alle hatten singend unterdessen
den wahren Anlass bald vergessen.
Bloß gut, nicht jeder Spatz
hat einen großen Liederschatz.
Sonst würden wir noch heute singen,
dass Zeltplatz, Wald und Wasser klingen.

09.08.2018 W.R.Guthmann
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