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Gedichte über Alkohol - Seite 2


Der Zug der fröhlichen Leute

Ob als Gruppe, Verein oder Einzelmeute,
das war stundenlang ganz egal,
denn der große Karneval war heute.
Auf der Straße, nicht im Saal.

Das Wetter ließ zwar Schminke laufen,
doch wetterfest die Stimmung war,
und das störte keinen Haufen
rund um jedes Prinzenpaar.

Ein Karnevalist ist immer auf dem Posten,
selbst beim größten Zug im Osten.
Neben schwarz/rot/gold, des Staates Farben,
Regenbogen für Gesang und Tänze warben.

Von weitem man die Farben sah,
doch der Ton war eher da.
Alaf, Helau und Schlachtrufe aller Art erklangen,
bei Schlagern und Schunkelliedern alle sangen.

Heißer Grog und kalte Brause,
an den Pranger genagelte Politik .
Keinen hielt es da zu Hause,
man warf nicht nur einen Blick.

Umzugswagen, groß wie Schiffe,
mobile Mauern, auch ein Dreifach-Klo,
Prinzen in der Pferdekutsche,
wo sieht man das anderswo?

Selbst beim saure Gurke essen,
einem hier üblichen Brauch,
wurde das Küssen nicht vergessen,
es ersetzt den Tabakrauch.

Es tanzten schlanke Beine, dicker Po
und mollig gefüllte Busen sowieso.
Große Kanonen Papierkrieg spielten,
mit Konfetti auf die Rathausbande zielten.

Kurze leichte Röckchen wippten,
gut genährte Engel schwebten,
manche an der Flasche nippten,
aber alle den Umzug belebten.

Ballette, Clubs, Vereine,
Einzelkämpfer ganz alleine,
alle strebten Richtung Zelt,
dort traf sich zum Schluss die Welt.

Essen, Trinken, Füße kühlen,
singen, tanzen, Mieder fühlen.
Mancher kaum noch die Stimme fand
bei „Märkische Heide, Märkischer Sand“.

05.03.2019 © W.R.Guthmann
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Schachmatt-Lehrgang!!!

Willst Du einen Zug kreieren,
vorher keinen Korn probieren.

Alkohol und Schach,
machen dich schachmatt!

Sitzt du starken Gegnern gegenüber,
holst du dir leicht ein Nasenstüber.

Drum übe Taktik und Strategie,
diese führ'n zum hohen Ziel.

Geht der Bauer gern auf Reisen,
kann sich das als Sieg erweisen.

Stürmt der Bauer mutig vor,
öffnet sich so manches Tor.

Kommt er in den Himmel rein,
kriegt er dann den Heil`genschein.

Mit leichter Kavallerie, forsch vor Gegners Toren,
ging schon manches Spiel verloren.

Schleicht der Springer sich zum Rand,
hat der Bauer einen leichten Stand.

Die Springer wiehern fürchterlich,
lässt die Mannschaft sie im Stich.

Wenn die Pferdchen vor den Sprüngen Äpfeln,
musst du schnell dein Spiel aufpäppeln.

Wenn viel die Läufer sich bewegen,
steht der Gegner bald im Regen.

Wenn die Dame geht allein auf Reisen,
kannst du gleich das Spiel hinschmeißen.

Stürmt sie mit ihrem Hofstaat kühn voran,
dies für den Gegner tödlich enden kann.

Kommt die Dame ungewandet,
wird mit ihr gleich angebandelt.

Geht die Lady manchmal fremd,
er noch nicht alle Spielchen kennt.

Willst du die Schöne mal verrücken,
tu sie vorher an den Busen drücken.

Der König lebt meist frohgemut,
wenn vor ihm sich kein Loch auftut.

Kann er dann auch noch rochieren,
werden seine Türme vormarschieren.

Stehn die Türme weit entfernt,
einer noch das Schachspiel lernt.

Kommt der König erst ins Laufen,
kannst du auch gleich einen saufen.

Geht er schon auf allen Vieren,
wirst du das Spiel bestimmt verlieren.

Dumm sieht`s aus, ist einer Matt,
wenn er noch zwei Damen hat.

Vereinst du deine Kräfte zum Bezwingen
wirst du den Sieg bestimmt erringen.

Sind alle Züge wie aus einem Guss,
ist das königliche Spiel ein Hochgenuss.

Rei©Men
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