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| 86 | Die tausendjährige Eiche | 20.01.16 | ||
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Vorschautext: Vor tausend Jahren an der Zahl entschied ein Pflänzlein seine Wahl, keimte und wuchs und wurzelt' fest, doch all dieses ohne Hast. Sie wurde groß, ein junger Baum, erlebte alles wie im Traum, die großen Weltgeschichten und die kleinen dunklen oder lichten. Da waren zwei Liebende unter jenem Pfade, ritzten in die Rinde ein ewig liebend Herz, ... |
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| 85 | In Eis und Schnee | 19.01.16 | ||
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Vorschautext: Schneeweis zeigt sich jetzt nun der Wald, kein Laut durchdringt die eis'ge Zeit, schwarz und weiß ist's weit und breit, die Hände rot, denn es ist kalt. Und doch zeigt der Winter ein schönes Gesicht, Eiskristalle funkeln im Licht, Schneeflocken tanzen und wirbeln im Wind und nehmen keck den Leuten die Sicht. Ihre eisige Schönheit geben sie preis, kristallene Sterne in strahlendem Weiß, ... |
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| 84 | Ende und Neuanfang | 04.01.16 | ||
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Vorschautext: Es knallt und kracht, es funkt und zischt, ein helles licht zerreißt die Nacht! Vertreibt die Geister, begrüßt das neue Jahr! Mit lautem Getöse endet was war. Das Alte endet mit hellem Schein, das Neue läuten die Glocken ein. ... |
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| 83 | Das Nordlicht | 16.12.15 | ||
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Vorschautext: Die Sonne versinkt über dem strahlenden weiß, über dem ewigen Wald, das ewige Eis. Die Wölfe, sie heulen und grüßen die Nacht, wenn dort am Himmel das Nordlicht erwacht. Es flammt und leuchtet ein magisches Band, setzt mit mystischem Leuchte den Himmel in Brand. ... |
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| 82 | Ein Schloss aus Eis | 16.12.15 | ||
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Vorschautext: Wie oft hab' ich verborgen, was ich wirklich denk' und fühl'. Die Nacht ging nicht am Morgen und das Licht, es blieb so kühl. Es fällt mir schwer zu sagen, darum zeige ich es nicht. Nur im Stillen kann ich's wagen, die Gefühle komm' ans Licht! Denn ich bin frei in meinem Schloss aus Eis! ... |
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| 81 | Über die Relativität der Schönheit | 10.12.15 | ||
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Vorschautext: (deutsche Übertragung des Sonetts 130 von William Shakespeare) Meiner Liebsten Augen versprühen nie das Sonnenlicht; ihre Lippen scheinen, ach, so ganz verstaubt; ihr Busen wogt, doch er ist schlicht und Haar wie Draht, bedeckt ihr Haupt. Ich sah der Rosen Pracht erblühen, von ihren Wangen ist sie fort; so manch' Parfüms die seel'ge Lust bemühen, als der Duft, der in ihrer Kehle harrt. Gern hör' ich ihrer stimme Klang, ... |
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| 80 | Postbote Hans | 04.12.15 | ||
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Vorschautext: Den Hans, den mochte jeder, ob Mensch, ob Straßenköter, denn er war immer fröhlich drauf und grüßte stets: "Glück auf!" Die Post, die brachte er für jeden und nahm sich oft auch Zeit zum Reden. Doch man sah ihn stets allein, er war einsam, wie es schien, denn wenn er abends kehrte heim, wartete niemand je auf ihn. ... |
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| 79 | In Betrachtung meiner Pyramide | 27.11.15 | ||
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Vorschautext: Auf meiner kleinen Pyramide drehen sich und werden niemals müde feine Figuren im Kerzenschein und laden uns zum träumen ein. Dort unter der Palme in der Mitte steh'n Maria und josef an der Krippe, denn diese musste Kindbett sein für das kleine Kindelein. Außen drehen sich Hirten und Weißen, die lange gebraucht, um anzureisen. ... |
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| 78 | Gemütlichkeit | 27.11.15 | ||
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Vorschautext: Im Kamin da tanzen lustig die Flammen, es prasselt das Feuer fröhlich hin und her und vor dem Fenster, da wirbeln die Flocken und bedecken die Bäume, die lang schon so leer. Die Dächer sind weiß und weiß wird der Hain, es dunkelt schon draußen, die Nacht bricht herein. Doch gemütlich ist es, geborgen und warm und wir hören und singen wieder, ... |
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| 77 | Der Gesang des Nero | 08.11.15 | ||
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Vorschautext: Oh, seht! welch' prächtiger Glanz erhebt sich im wirbelnden Tanz über das mächtige Land! Frohlocket und singt und hört wie es klingt! das Feuer hat's fest in der Hand. Sollst brenn' ewiges Rom! es schlägt um sich schon, oh, spüret die Macht! Welch' Glück ist mein Weiden an maßlosem Leiden. ... |
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| 76 | Die Drachensage von Syrau | 22.10.15 | ||
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Vorschautext: In Syraus dunklen Wäldern lebte ein Untier groß, brachte Schande und Verzweiflung, indem er alles, alles fraß. Ein Opfer sollt' man bringen, eine Jungfrau wählte man, von der Bestie zu verschlingen, damit sie besänftigt werden kann. Der Geliebte jenes Mädchens stellte sich gegen den Entschluss ... |
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| 75 | Französische Disskusionsrunde | 07.10.15 | ||
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Vorschautext: Der Lehrer sprach: "So kommt geschwind! Kommt herein, die Stund' beginnt. Setzt euch in den Kreis und schließt die Tür, denn heute diskutieren wir!" Dann sitzen wir in einem Reigen beharrlich dabei uns anzuschweigen, selbst der, der gern mit Worten ficht, sitzt schweigend da und traut sich nicht. Doch da, der erste bricht die Stille und kleidet die Meinung in 'ne Hülle ... |
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| 74 | Sommer adé! | 04.10.15 | ||
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Vorschautext: Sommer adé! Dich sehen wir scheiden aus Wäldern und Heiden mit Freude und Weh! Ganz klar wird die Luft, welch' Licht und welch' Duft! fort ist die Schwüle, doch dafür wird kühle. Sommer adé! Dich sehen wir scheiden ... |
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| 73 | In Betrachtung des Feuers | 12.09.15 | ||
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Vorschautext: Unstet flammt es, sprüht und zuckt, züngelt ruhlos, fängt den Blick! Erst tobt es glühend weiß und gelb, dann färbt es sich orange und rot und schwächer wird's, es züngelt grau, wie Geisterhände Tod. Schwarz verkohlt zu Asche verbrannt, ... |
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| 72 | Stimmen der Zeit | 29.08.15 | ||
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Vorschautext: An einem Dom ging ich vorüber, stand an den Wänden, hoch und breit. Sah Initialen in den Steinen eingemeißelt vor der Zeit. Sie zeugen von Vergangenheit, sind immer noch am Leben, Noch sprechen die Stimmen und fürchten nur den sauren Regen. Doch werden die stimmen nicht mehr gehört, die Warnungen für die Zukunft uns geben, ... |
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| 71 | Was ich Jahr für Jahr beobachte | 24.08.15 | ||
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Vorschautext: Und wieder beginnt ein neues Jahr, die Zeit hört nicht auf zu rinnen. Für viele Kinder das erste Mal, dass sie ein Schuljahr beginnen. Früh im Bus die bunten Taschen, aufgeregt schnattern, lachende Münder, aufstehen, obwohl noch 300 Meter, woll'n die Haltestelle nicht verpassen, die Kinder. Aus der Tür springen, sie könnte sich ja schließen, bevor man ausgestiegen ist! ... |
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| 70 | Auf nebliger Flur | 24.08.15 | ||
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Vorschautext: Der Weg verschwindet irgendwo im nebligen Dunkel, die Felder links und rechts sind grau vor Feuchtigkeit. Ein Strommast taucht auf und die Leitungen führen ins Nichts. Der Wald vor mir ein einziger dunkler Schemen da im Dunst! Eine weiße Birke. Die Sonne kämpft sich frei, ... |
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| 69 | Aufatmen, nach langer Zeit | 17.08.15 | ||
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Vorschautext: Wie lange mussten nur verdorren Pflanzen, Leben, Mensch und Tier? Staubig trocken sind die Wege, der Bach spendet kein Wasser mehr. Die Hitze bringt uns um den Atem, man flieht der Sonne Mittagsglut. In Brand geraten Wald und Felder, verbrennen all in ihrer Wut. Doch nun, wie lieblich klingt der Regen! Natura atmet langsam auf. ... |
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| 68 | Die Abfuhr | 17.08.15 | ||
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Vorschautext: "Ihr Herren müsst euch wohl gedulden, ich hab bemerkt schon euren blick. Ach, euch käme viel zuschulden, weise ich euch nicht zurück. Der Ruf galt mir, doch ich bin nicht geblieben für Männer, die durch Wein und Bier zur Raserei getrieben. D'rum ihr Herren muss ich gehen, hoffe auf ein Widersehen, ... |
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| 67 | Ein Märchenheld - und dann? | 11.08.15 | ||
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Vorschautext: Es war einmal im Märchenwald davon landauf, landab es schallt, doch wie geht es mit den Helden weiter zehn Jahre nach dem Abenteuer? Aschenputtel hat sechs Kinder und putzwütig ist sie auch nicht minder, lusterfüllt, ihr'm Mann wird banger: sie ist zum siebten Male schwanger. Schneewittchen hat ein Töchterlein gar zart und anmutig und fein, ... |
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