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| 238 | Etwas mitgenommen | 03.07.25 | ||
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Vorschautext: Wir äußern uns're Kritik ganz offen. Die Zuständige nickt und guckt betroffen. "Das nehme ich mit", verspricht sie beflissen. Wohin bloß?, möchte ich gern wissen. Mit dieser Phrase verriet sie uns nicht, auf welche Deponie. |
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| 237 | Erst mästen, dann wiegen! | 03.07.25 | ||
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Vorschautext: Kleine Schweinchen finden nicht nett, vor kargbefüllten Trögen zu hungern. Wiegen allein macht sie nicht fett. Die armen Ferkelchen verhungern. |
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| 236 | Zaubermeisters Abschied auf Zeit | 23.05.25 | ||
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Vorschautext: Will der alte Zaubermeister sich doch ein Jahr wegbegeben, und da soll'n wir, seine Leister, hier in seinem Sinne streben? Seine Wort' und Haltung sind uns wohl vertraut. Klappt hier Schulgestaltung auch, wenn er nicht schaut? Zieh nur, ziehe, geh auf Reisen! Lass das Eisen ... |
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| 235 | Nie zufrieden | 30.04.25 | ||
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Vorschautext: Fünf Minuten Umsteigezeit waren zu knapp. Kurz vor meinem Zustieg fuhr der Zug ab. Sonst fahre ich ganz gerne Zuch. Ich sag's aber nur meinem Tagebuch! Eine Stunde Umsteigezeit war wirklich genuch. Was schreib’ ich denn jetzt in mein Tagebuch? In Zukunft steht da vielleicht zu lesen, weniger wäre besser gewesen. |
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| 234 | Rückerstattung | 29.04.25 | ||
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Vorschautext: Auf dem Hinweg mit der Deutschen Bahn kam ich zwei Stunden verspätet an. Für den Rückweg erwarte ich größte Bemühung. Sie schuldet mir zwei nämlich Stunden Verfrühung. |
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| 233 | Eile mit Weile | 29.04.25 | ||
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Vorschautext: Ich bin ein Glückspilz, denn von allen Zügen ist just meiner ausgefallen. Gestrandet bin zu meinem Glück ich am Bahnhof Osnabrück. Der Halt hier kann mich nicht verdrießen, denn es gibt Bahnsteig zu genießen. Man beachtet nur selten oder nie Pflaster solch schöner Symmetrie. |
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| 232 | Abenteuerreise | 29.04.25 | ||
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Vorschautext: Wahr ist in besonderem Maße: Die Abenteuer liegen neben der Straße. Wünschst du, abenteuerlich zu reisen, bewege dich bevorzugt auf Gleisen! |
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| 231 | Zugauslastung | 29.04.25 | ||
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Vorschautext: Erst so ein technischer Defekt macht Zugreisen effektiv und perfekt. Wozu bitte wäre es auch nütze, führen durchs Land unbesetzte Sitze? Fahrgäste lernen Sitze erst richtig schätzen, finden sie keinen mehr, um sich zu setzen. Um die Fahrgast-Menge zu komprimieren, sind Zugausfälle durchzuführen. ... |
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| 230 | Kein Entkommen | 21.04.25 | ||
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Vorschautext: Fernweh? Nichts als Theorie! In die Ferne kommst du nie, denn bist du dann erst einmal da, ist die Ferne plötzlich nah. Ganz geich wohin: Auf Schritt und Tritt nimmst du dich überallhin mit. |
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| 229 | Unvollkommene Stille | 13.04.25 | ||
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Vorschautext: Vollkommene Stille ist nicht absolut, denn sie gefällt dem Ohr nicht gut. Das Fehlen hörbarer Frequenzen versucht das Ohr nun zu ergänzen. Aus Unfähigkeit, das Nicht zu begreifen, und aus Angst davor beginnt es zu pfeifen. |
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| 228 | Vielversprechend | 13.04.25 | ||
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Vorschautext: Führen diese Wolkengebilde womöglich etwas Imposantes im Schilde? Sollte durch sie das Wetter sich wenden? Werden sie ergiebigen Niederschlag spenden? Als Vorhut vor dunklen Wolkentürmen sind Böen dabei, das Land zu stürmen. Die Wolken schließen sich zu Bergen zusammen. Gleich steht der Himmel in zackigen Flammen. |
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| 227 | Internationaler Markt | 13.04.25 | ||
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Vorschautext: Des Marketings erklärtes Ziel ist, eine Marke zu definieren als Stil. Nachfrage entsteht dann und Warteschlangen, und man kann immense Preise verlangen. In Kiel auf dem Internationalen Markt erleidet niemand den Preis-Schock-Infarkt, denn den Speisen wohnt inne das dezente Aroma von Kieler-Woche-Ambiente. Die Preise adeln, was Kunden verzehren. Das kann Fastfood zu Delikatessen verklären. ... |
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| 226 | Leiser Zweifel | 13.04.25 | ||
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Vorschautext: Ich bin sicher: Segeln kannse seit der guten alten Zeit der Hanse, und doch kommt es mir ein wenig so vor, als hätte die Kogge einen Motor. |
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| 225 | Lärm | 13.04.25 | ||
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Vorschautext: Pollen und Staub in der Luft, diese fiesen, machen eine Nase Niesen. Durch Evolution haben leider die Ohren die entsprechende Fähigkeit verloren. Der Geräusche, die sie schädigen, können sie sich nicht entledigen, Lärm wirkt auf Ohren wie auf Nasen Staub. Ohren können nicht niesen. darum werden sie taub. Auf Stille zu hoffen bleibt da leider nur, oder auf eine neue Idee der Natur. |
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| 224 | Kreuzfahrt-Hafen | 13.04.25 | ||
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Vorschautext: Aida und ihre Kreuzfahrt-Schwestern gehör‘n zu den üblen Luftverpestern. Ich verweise darauf unter Nennung der unzeitgemäßen Schwerölverbrennung, die es leider mit sich bringt, dass der Hafen nach Abgasen stinkt. Luftverpestung ist zu bestrafen. Man verweigere den Dreckschleudern den Hafen! |
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| 223 | Paprika | 13.04.25 | ||
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Vorschautext: Des Kochs Meinung, dass alles feiner sei mit Paprika, ist mir einerlei. Er meint, Paprika passe in jedes Gericht. Diese Auffassung teile ich nicht. Dass Paprika sich immer lohne, glaubt er, doch mir schmeckt alles besser ohne. An meinem Gesichtsausdruck wird sichtbar: Ich finde Paprika äußerst verzichtbar. Zum Beispiel hat weder in Eis noch Kuchen Paprika irgendwas zu suchen. Grundsätzlich ist bei Getränken und Speisen aufs Paprika-Weglassen zu verweisen. ... |
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| 222 | Quo vadis, Regionalbahn? | 13.04.25 | ||
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Vorschautext: Zufällig besteige ich ein Bahn und freue mich, weil heute spontan - ganz wie es einem Glückspilz gebührt - das Gleis nach Eckernförde führt. Welch Zufall! Mir stand ohnehin nach Eckernförde heut' der Sinn. Unabgesprochen und ganz im Stillen teilen das Gleis und ich einen Willen. Fährt das Gleis am Abend wieder zurück, oder habe ich nochmal Glück? ... |
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| 221 | Falsches Logo? | 13.04.25 | ||
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Vorschautext: Der gemarterte Jesus ist nicht mehr am Leben. Wer reinkommt, darf den Leichnam beäugen. Den Blicken der Gäste preisgegeben ist er. Alle werden zu Augenzeugen. Vielleicht würde es Jesus besser gefallen für sein bewundernswertes Wirken auf Erden bis in Ewigkeit von allen in anderer Pose erinnert zu werden. |
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| 220 | Tapetenwechsel | 13.04.25 | ||
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Vorschautext: Eine Reise macht mich froh. Die Qualität des Anderswo durchbricht des Alltags Immer-hier. Zu verreisen lob‘ ich mir. Seinen engen Horizont erweitert, wer verreist, gekonnt. Die Perspektive zu verändern fällt leicht beim Durch-die-Lande-Schlendern. |
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| 219 | Ist doch klar! | 13.04.25 | ||
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Vorschautext: Was es sei, das die moderne Welt im Inneren zusammenhält, fragte mich ein wissbegieriges Kind. Ist doch klar, dass es Nullen und Einsen sind. |
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