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| 110 | Ein flüchtiges Gut | |||
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Vorschautext: Noch keiner hielt sie jemals auf, sie nimmt das Gestern mit im Lauf. Und nur im Ticken einer alten Uhr hinterlässt sie leise eine zarte Spur. Dem Glücklichen enteilt sie schnell, im Dunkeln ist sie kaum noch hell. Sie ist der Bildhauer in uns’rer Welt, der alles wandelt, aber nichts behält. Und suchst du sie im Augenblick, schaut sie nicht mehr zu dir zurück. ... |
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| 109 | Frühlingskonzert | |||
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Vorschautext: Wo nun das triste Grau zerrinnt, ein neues Lied im Baum beginnt. Erst zaghaft noch – fein und rar, dann singt die ganze Vogelschar. . Mit Zwitschern, Pfeifen, Tirilieren sie uns den Morgen nun verzieren. Vom ersten Licht bis in die Nacht ist das Konzert jetzt voll erwacht. Ob Amsel, Fink, ob Meisenschar, sie machen Frühlingsträume wahr. ... |
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| 108 | Lebensmut | |||
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Vorschautext: - Der Blick nach vorn - Zweifel nicht, du hast keinen Grund, wenn auch die Jahre vergehen. Bist du noch munter und gesund, ist doch das Leben auch schön. Wenn dich mal Probleme quälen und du keinen Ausweg mehr siehst, fang nicht an die Jahre zu zählen, da Wasser stetig zu Tale fließt. ... |
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| 107 | Das Beben | |||
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Vorschautext: Wie grauer Nebel - ungebeten, schleicht die Angst ins grelle Licht. Man ist in einen Raum getreten, den man zuvor betrat noch nicht. Der Kummer ist ein stiller Begleiter, er wiegt so schwer, er atmet kaum. Die Stunden ziehen langsam weiter, wie Blätter fallen von einem Baum. Da ist kein Wort, das so weit reicht, zu fassen, was die Brust mir schnürt. ... |
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| 106 | Ozean der Stille | |||
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Vorschautext: Wenn die Stille das Wort ergreift und der Lärm dieser Welt jäh enteilt, dann wird das Eigene zart gestreift, weil die Seele ganz bei sich weilt. In ihren Worten liegt ein Wissen, das tief in uns selbst vergraben ruht, von Träumen, die wir schon vermissen, und längst vergangener, stiller Glut. Sie flüstert dann von alten Träumen, von dem, was noch im Inneren wacht. ... |
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| 105 | S t e r n e n t a n z | |||
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Vorschautext: Im Tanz der Sterne, hoch und weit, verliert sich jede Erden-Schwere. Dort schweben Träume durch die Zeit, als ob das Licht ihr Anker wäre. Sie gleiten sanft auf Silberbahnen, wo Wünsche leise Flügel fassen. Und was wir tief im Inneren erahnen, wird nie im Sternenstaub verblassen. ... |
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| 104 | Omas von heute | |||
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Vorschautext: Früher saßen die Omas still am Kamin, zur Aerobic- Stunde sie heute zieh'n. Kein grauer Dutt, kein Schaukelstuhl, die moderne Oma ist aktiv und cool. Sie hat ihre Tage stets fest im Griff und kleidet sich nach neuestem Pfiff. Sie walkt im Park und postet im Netz; für Enkelbesuche gibt's kein Gesetz. Mit Energie und stetigem Tatendrang hält die Oma von heut' ein Leben lang. ... |
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| 103 | Wonnemonat | |||
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Vorschautext: Der Winter ist nun ganz verflogen, das junge Grün bricht sich die Bahn. Der Himmel strahlt im blauen Bogen, die Welt fängt neu zu leuchten an. Auf satten Wiesen Blumen nicken, im sanften Wind - ein bunter Tanz. Wir weilen oft mit frohen Blicken im hellen, warmen Sonnenglanz. Oh Mai, du Monat voller Wonnen, du weckst das Herz aus tiefer Ruh. ... |
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| 102 | Im Echo der Zeit | |||
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Vorschautext: Der Abend winkt mit fernem Schein, ich hüll’ mich ganz in Sehnsucht ein. Wie Nebel tanzt das Träumen sacht, in der langen, schattenreichen Nacht. Dein Bild erwacht so zart und leise, erlebt von mir auf stumme Weise. Im Herzen still, doch hart an Zeit, verloren ging es in der Ewigkeit. Die Liebe nur ein Licht in der Ferne, geschrieben längst in kalte Sterne. ... |
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| 101 | Grauer Nebel | |||
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Vorschautext: Ein grauer Schleier, weich und dicht, zerbricht mir heut' mein Sonnenlicht. Kein Kummer ist es und kein Schmerz, nur Traurigkeit erdrückt mein Herz. Das ist okay, man muss nichts tun, lässt die Seele mal im Dunkel ruh'n. Denn erst, wenn man den Nebel spürt, wird man vom Licht danach berührt. Einmal tief atmen, für sich ganz allein, und einmal auch nur schweigsam sein. ... |
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| 100 | Gesegnete Weihnacht | |||
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Vorschautext: Gesegnete Weihnacht * Elfchen * Freudenfest! Verkündet vom Engel des Herrn, erwarten wir Jesu Geburt. Lichtbringer! ... |
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| 99 | B l ü t e n t a n z | |||
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Vorschautext: * Tanka * Ein zarter Wind streift durch Wiesen, Wälder und Flur - Frühlingserwachen. Blüten öffnen sich dem Licht, wiegen sich im sanften Hauch. ... |
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| 98 | Zu viel investiert | |||
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Vorschautext: - Es kam nichts zurück - Das Herz tut ihr weh, sie ist wieder allein. Hat alles gegeben; wollte nur glücklich sein. Sie war für ihn da, jede Stunde am Tag. Wann immer er rief, weil ihr viel an ihm lag. ... |
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| 97 | S c h a c h f i g u r | |||
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Vorschautext: Er nennt es Irrtum, wenn ich die Wahrheit benenne, will, dass ich Tatsächliches nicht mehr erkenne. Aus leisen Zweifeln webt er ein lautloses Netz; sein „Du bist zu labil“ macht er zu einem Gesetz. Es ist kein Versehen, vielmehr das reinste Kalkül. ... |
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| 96 | Die innere Stimme | |||
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Vorschautext: Verwirrung flutet meinen Kopf, so vieles stürzt da auf mich ein. Probleme - teils ein alter Zopf; dieses Erinnern muss nicht sein. Längst verarbeitet, vergessen, bricht es nun wieder doch hervor. Und erneut kann ich ermessen, kämpfen muss ich, wie einst zuvor. Muss die inn're Stärke leben, mich an mir selber orientier'n. ... |
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| 95 | E i n s s e i n | |||
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Vorschautext: Lauschige Abendstille lag über dem Land. Der nahe See funkelte wie ein Smaragd. Beredtes Schweigen umfing wie ein Band zwei Herzen - die schlugen im gleichen Takt. Sie waren einander so restlos vertraut, streichelten mit innigen Blicken sich sacht. Der sanfte Windhauch auf ihrer Haut ließ zarte Worte schweben, die nur gedacht. *** ... |
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| 94 | Funkelnde Nächte | |||
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Vorschautext: Frieden liegt über dem Land, umfängt es wie dunkler Samt. Mondlicht hinterm Wolkenband funkelt, wie ein Feuer flammt. Hell begleitet es die Nacht, rings von Sternen umgeben. Ist Magie in seiner Pracht, geschöpft aus vollem Leben. In des Mondes Glitzerglanz, der hoch oben silbern steht, ... |
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| 93 | Weinvorliebe | |||
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Vorschautext: Wahrscheinlich stehe ich damit allein, doch muss es für mich ein Eiswein sein. Auch Beerenauslese finde ich gut, habe mit Rotem jedoch nichts am Hut. An ihm fehlt mir die beerige Süße, weshalb ich Rotwein niemals genieße. Zu trocken, wie ferner das Gläschen Sekt, das mir ebenso nicht wirklich schmeckt. Überhaupt ist Alkohol kein täglich Muss, mir gilt er viel eher als ein Genuss. ... |
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| 92 | Leben in C- Dur | |||
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Vorschautext: Schön kann das eigene Leben sein; folgt man unbeirrt nur sich allein, geht zuversichtlich seine Wege, stets froh gelaunt und immer rege. Wenn man so lebt, was Freude macht, wird jeder Tag mit Spaß vollbracht. Nichts bringt einen da aus der Spur; und das Glück singt Lieder in C- Dur. ... |
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| 91 | Herzensangelegenheit | |||
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Vorschautext: Vor 40 Jahren schrieb ich das erste Gedicht; ein Versuch war es damals, mehr noch nicht. Um zu verarbeiten, was im Inneren brennt, in dem man dies einmal beim Namen nennt. Es half, und so schrieb ich über die Jahre oft, fand dadurch Ruhe und Klarheit, wie erhofft. Jedes mal, wenn mich etwas stark bewegte; da sich der Sturm in mir von allein nicht legte. Inzwischen bereitet mir Dichten Vergnügen und ich schreibe nicht, um andere zu rügen. ... |
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