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| 64 | S c h a c h f i g u r | |||
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Vorschautext: Er nennt es Irrtum, wenn ich die Wahrheit benenne, will, dass ich Tatsächliches nicht mehr erkenne. Aus leisen Zweifeln webt er ein lautloses Netz; sein „Du bist zu labil“ macht er zu einem Gesetz. Es ist kein Versehen, vielmehr das reinste Kalkül. ... |
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| 63 | Die innere Stimme | |||
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Vorschautext: Verwirrung flutet meinen Kopf, so vieles stürzt da auf mich ein. Probleme - teils ein alter Zopf; dieses Erinnern muss nicht sein. Längst verarbeitet, vergessen, bricht es nun wieder doch hervor. Und erneut kann ich ermessen, kämpfen muss ich, wie einst zuvor. Muss die inn're Stärke leben, mich an mir selber orientier'n. ... |
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| 62 | Einssein | |||
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Vorschautext: Lauschige Abendstille lag über dem Land. Der nahe See funkelte wie ein Smaragd. Beredtes Schweigen umfing wie ein Band zwei Herzen - die schlugen im gleichen Takt. Sie waren einander so restlos vertraut, streichelten mit innigen Blicken sich sacht. Der sanfte Windhauch auf ihrer Haut ließ zarte Worte schweben, die nur gedacht. *** ... |
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| 61 | Funkelnde Nächte | |||
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Vorschautext: Frieden liegt über dem Land, umfängt es wie dunkler Samt. Mondlicht hinterm Wolkenband funkelt, wie ein Feuer flammt. Hell begleitet es die Nacht, rings von Sternen umgeben. Ist Magie in seiner Pracht, geschöpft aus vollem Leben. In des Mondes Glitzerglanz, der hoch oben silbern steht, ... |
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| 60 | Weinvorliebe | |||
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Vorschautext: Wahrscheinlich stehe ich damit allein, doch muss es für mich ein Eiswein sein. Auch Beerenauslese finde ich gut, habe mit Rotem jedoch nichts am Hut. An ihm fehlt mir die beerige Süße, weshalb ich Rotwein niemals genieße. Zu trocken, wie ferner das Gläschen Sekt, das mir ebenso nicht wirklich schmeckt. Überhaupt ist Alkohol kein täglich Muss, mir gilt er viel eher als ein Genuss. ... |
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| 59 | Leben in C- Dur | |||
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Vorschautext: Schön kann das eigene Leben sein; folgt man unbeirrt nur sich allein, geht zuversichtlich seine Wege, stets froh gelaunt und immer rege. Wenn man so lebt, was Freude macht, wird jeder Tag mit Spaß vollbracht. Nichts bringt einen da aus der Spur; und das Glück singt Lieder in C- Dur. ... |
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| 58 | Herzensangelegenheit | |||
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Vorschautext: Vor 40 Jahren schrieb ich das erste Gedicht; ein Versuch war es damals, mehr noch nicht. Um zu verarbeiten, was im Inneren brennt, in dem man dies einmal beim Namen nennt. Es half, und so schrieb ich über die Jahre oft, fand dadurch Ruhe und Klarheit, wie erhofft. Jedes mal, wenn mich etwas stark bewegte; da sich der Sturm in mir von allein nicht legte. Inzwischen bereitet mir Dichten Vergnügen und ich schreibe nicht, um andere zu rügen. ... |
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| 57 | Der Ladykiller | |||
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Vorschautext: * Frauen unter sich * Ich rede wahrlich nicht gerne über die Leute. Doch weißt du, was ich gesehen habe heute? Die Müller hat sich den jungen Hans geangelt, an Scham es der Frau wohl gar nicht mangelt. Geturtelt haben die beiden, gänzlich ungeniert. Ich hab nicht gewusst, dass es ihr so pressiert. Was mag der junge Kerl denn an der nur finden? Er wird sich doch nicht wirklich an sie binden?! ... |
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| 56 | Auf den ersten Blick | |||
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Vorschautext: Feurig schön, edel und schick und wahrhaft reizend anzuseh'n. Dich zu besitzen, das wäre der Kick. Es fällt mir schwer, zu widersteh'n. Heiß glühen meine Fingerspitzen, gern hätte ich dich mal berührt. Deine Rundungen und dein Blitzen! Ein Anblick, der wohl jede verführt. Tief und sehnsuchtsvoll verhangen schau’ ich immer wieder zu dir. ... |
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| 55 | Kein Weg war ihr zu steil | |||
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Vorschautext: *In Erinnerung an Laura Dahlmeier* Alle Welt hat sie gut gekannt; im Biathlonsport war sie ein Ass. Frohen Sinnes, äußerst charmant und immer war auf sie auch Verlass. In den Bergen ... schön und bizarr, wie am "Laila Peak" in Pakistan, machte sie ihre Träume wahr; kletterte stets mit Spaß und Elan. ... |
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| 54 | Melancholie | |||
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Vorschautext: Trist und grau der Tag erwacht, der Himmel heute haltlos weint. Regen klopft an's Fenster sacht, nur hinter Wolken Sonne scheint. Trübes Licht erfüllt den Raum, legt sich auf die Schatten der Nacht. Still zerfällt der letzte Traum, flieht vor dieser düsteren Macht. Schwer drückt es auf mein Gemüt; dem kann ich mich nicht entziehen. ... |
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| 53 | Ihr letzter Besuch | |||
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Vorschautext: * Mit dem Wünschewagen unterwegs * Noch einmal will sie die Ostsee sehen. Noch einmal bekannte Wege gehen. Dort, wo die Erinnerungen lebendig sind und sich sanft wiegen im lauen Sommerwind. Blicken auf Wellen und Meeresbreite, wie einstmals an ihres Mannes Seite. Sie ist schwer krank und muss es dennoch wagen; lässt doch dieser Wunsch ihr Herz schneller schlagen. ... |
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| 52 | Sonnengeküsst | |||
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Vorschautext: Keck stiehlt sich ein Sonnenstrahl zu dir herein ins Zimmer. Blinzelnd durch den Vorhangschal folgt ihm der goldne Schimmer. Noch wiegst du dich in Träumen von Rosen, die erblüh'n, und deine Wege säumen, da küsst dich das sanfte Glüh'n. Du spürst dies warme Kosen samt zart und doch so vertraut. ... |
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| 51 | Das Raunen der Berge | |||
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Vorschautext: Südtirol ist mein Sehnsuchtsort, in den Bergen fühl ich mich so frei. Wie gern wär' ich für immer dort; stets sehnt Erinnerung sie herbei. Es ist wie ein nach Hause kommen, wenn ihre stolzen Gipfel winken. Kaum habe ich sie wahrgenommen, will in ihrer Ruhe ich versinken. In ihrer Welt bin ich nur Gast; doch sie verheißen mir den Frieden, ... |
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| 50 | Ein heiterer Sommer | |||
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Vorschautext: Als Vorort am Rande der Stadt gelegen, bot sich hier einst ein beschauliches Leben. Knapp fünfzig Häuser in nur sieben Straßen, keiner blieb da sich selbst überlassen. Gern denkt sie sich manchmal dahin zurück; in die Tage voll Unbeschwertsein und Glück. Jedes Kind war stets allerorts willkommen und wurde oft gleich in den Arm genommen. Unglaublich, was sie damals so angestellt! Alle Hecken und Wiesen waren ihre Welt. ... |
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| 49 | Ruheoase | |||
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Vorschautext: Auf der Bank in unserem Garten ruh' ich gern mal eine Stunde aus. Farbenfrohe Bilder mich erwarten in der Idylle gleich hinterm Haus. Ginsterhecke und Lebensbaum, zur Abgrenzung einmal angepflanzt, schaffen der Ruhe hier einen Raum, in dem nur friedvolle Stille tanzt. In sattem Grün erstrahlt die Wiese, Wandelröschen zieren ihren Rand. ... |
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| 48 | Leuchtkraft | |||
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Vorschautext: Freundschaft funktioniert nicht per Gesetz, hat ein Mensch jedoch, was ich sehr schätz' und lässt er dieses auch in sich erkennen, bin ich echt stolz, ihn 'Freund' zu nennen. *** Aufrichtig, so sollte er immer sein. Niemals dagegen bewusst gemein. Ehrlichkeit schreibe ich richtig groß, Niedertracht aber ist der Todesstoß. ... |
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| 47 | B a l s a m | |||
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Vorschautext: Es lockt der Wald mit seinem Grün und seinen Moos bedeckten Wegen. Dem Alltag kann man hier entflieh'n, sich hingeben der Muße Segen. Geschwängert von des Holzes Duft und der zarten Blüten im Grase, macht wundersam gelöst die Luft; in dieser himmlischen Oase. Durch die Zweige der Bäume blitzt die Sonne warm mit mildem Schein. ... |
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| 46 | Der Wahnsinn des Krieges | |||
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Vorschautext: Was für ein Wahn in dieser Welt! Wenn Frieden dem Hass zum Opfer fällt. Wenn Völker sich über Völker erheben. Wenn Gewalt höher geschätzt als Reden. Wenn die Gier größer ist als der Verstand. Wenn man haben muss des anderen Land. Was für ein Wahn in dieser Welt! Wo kein Licht die Dunkelheit erhellt. Wo Blut färbt das Tränenmeer rot. Wo ständiger Begleiter ist der Tod. Wo Angst allein das Leben dirigiert. ... |
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| 45 | Spurensuche | |||
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Vorschautext: Unbeirrt schlendert sie kreuz und quer durch die verwinkelten Straßen der Stadt. Ist sie hier auch Zuhause nicht mehr, wird sichtbar, dass sie nichts vergessen hat. Das kleine Café an der Ecke, in dem man noch immer gemütlich sitzt. Das Stadion mit der Buchsbaumhecke, auf dessen Bahnen sie einst hat geschwitzt. Hoch über der Stadt, als Wahrzeichen, thront der Wasserturm, auch „Dicker“ genannt. ... |
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