Profil von Bernd Tunn

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Geburtsdatum: * 07.03.1944 (82 Jahre)

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Anzahl Gedichte: 1.071
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Titel
351 Endlich...
Vorschautext:
Quält sich sehr.
Jahre schon.
Jeder Tag
fast wie Hohn.

Frau verweint.
Sieht ihn leiden.
Er will gern das
Leben meiden.

Gott gefragt
und gefleht.
...
350 Zeischen Ruinen...
Vorschautext:
Langsam kehrt die Ruhe ein.
Alles Leben ist in Pein.

Viele suchen Häuserwände.
Die Ruinen schreiben Bände.

Ausgebombte nennt man sie.
Lumpen hängen bis zum Knie.

Diese irren als Gestalten
die sich kaum selbst verwalten.

...
349 Dumpf...
Vorschautext:
Dumpf...

Tabletten wirken
um zu leben.
Gefühle dumpf
die nicht streben.

Wirkt fast leblos
in der Pflicht.
Sieht gedanklich
nicht mehr sich.

...
348 Vielleicht Tränen...
Vorschautext:
Leblos liegt dieser Mann.
Diese Not zeigt das Wann.

Tod beendet wieder mal.
Blieb zum Ende ohne Wahl.

Szene wirkt so sachlich roh.
Vielleicht Tränen irgendwo.

Bernd Tunn - Tetje
347 Eine Decke...
Vorschautext:
Ist schon hart
hier zu sein.
Eine Decke
nennt er mein.

Spürt die Kälte.
Winkt nochmal
zu den Kumpels
seiner Wahl.

Kam viel rum.
Kennt sich aus.
...
346 ...schrieb sie leise!
Vorschautext:
Warst mein Leben,
schrieb sie leise.
Schloss die Tür
auf ihre Weise.

Meinte nichts
vom Wiedersehen.
Er zu Hause
war am flehen.

Schöne Zeiten
hatten sie.
...
345 Nur ein Blick..
Vorschautext:
Will sein Kind wiedersehen.
Sieht vom Zaun das Geschehen.

Pausentöne mit den Kindern.
Dieser Anblick kann nichts lindern.

Wagt es nicht dem Kind zu winken.
Bei ihm ist der Mut am sinken.

Bernd Tunn - Tetje


...
344 Ofen lodert...
Vorschautext:
Ofen lodert.
Radio spielt.
Kleiner Junge
auf was schielt.

Gibt fast nichts.
Sie sind arm.
Doch im Herzen
ist es warm.

Tannenzweig
lieb geschmückt
...
343 Ist zu ruhig...
Vorschautext:
Ist zu ruhig in ihrem Bauch.
Sie lebt grade ohne Brauch.

Ist geholt so lieblich tot.
Sternenkind wird große Not.

Betäubter Glaube nicht mehr tief.
Wo war Gott als sie rief?

Bernd Tunn - Tetje
342 Beiboot!
Vorschautext:
Ein leises Plätschern verriet die Ruder des Rettungsbootes die in das Meer getaucht wurden.
Mit verzweifelten Willen ruderten die Männer um das große Schiff durch Schleppen in Bewegung zu halten.
Dumpf klang die Schiffsglocke zum Glasen zu ihnen rüber.
Es regte sich kein Wind in der grauen Wand. Der Nebel wurde diesig dichter.
Auf der Wasseroberfläche hüpften unruhig kleine Wellen.
Die Seeleute ahnten um diese Gewässer.
Sagen und Legenden waren alte Geschichten dieser Gegend.
Ein ergrauter Seemann in dem Beiboot behauptete sogar schlimme Dinge hier erlebt zu haben.
In dem Geplätscher vermischte sich ein anderes Geräusch. Es hörte sich an wie Geschmatze.
Plötzlich wurde die Leine locker. Es klatschte als das Tauende in das Meer fiel. Sie verloren das große Schiff.
Da flüsterte der alte Fahrensmann: Gott stehe uns bei!
Keiner wagte mehr zu rudern.
...
341 Träumt...
Vorschautext:
Mag so gern das Sonnenlicht.
Musik ist an bei Fenstersicht.

Blau ist grad` das Himmelszelt.
Träumt hinaus in diese Welt.

Ahnt für sich das weite Meer.
Phantasie gibt soviel her.

Behinderung stört sie nicht.
Hat bei ihr so kein Gewicht.

...
340 Punsch...
Vorschautext:
Die müden Augen reibt sie still.
Altersschwach wie sie nicht will.

Müde flackert eine Kerze,
Etwas Licht im stillen Schmerze.

Tannenzweig aus Natur
duftet mild dicht bei der Uhr.

Wer wird es beim Klopfen sein?
Nachbar lädt zum Punsch sie ein.

...
339 Diese Stadt!
Vorschautext:
Marode Häuser in der Stadt.
Die Geschichte setzt sie matt.

Bewohner fort die hier lebten.
Hilflos gegen Elend strebten.

Nicht mal Tiere wollen bleiben.
Gibt nichts mehr sich aufzureiben.

Bernd Tunn - Tetje


...
338 Du bist da!
Vorschautext:
Nichts gelaufen
in dem Jahr.
Wir jedoch
sind ein Paar.

Wohnst weit weg.
Schlechtes Reisen.
Unsere Liebe
am endgleisen.

Gefühle wurden
immer schlimmer.
...
337 Nur die Blume...
Vorschautext:
Diese Stadt ist in sich tot.
Nicht mal mehr ein Abendrot.

Menschen sind fast alle weg.
Stille schwebt so ohne Zweck.

Zeit wirkt fast wie gelähmt.
Nur die Blume Not hier zähmt.

Bernd Tunn - Tetje
336 Abendrot...
Vorschautext:
Abendrot bei milder Wärme.
Betäubte Sinne vom Gelärme.

Das Gemüt zieht mich hierher.
Tief im Innern will ich mehr.

Abend drängt in dieser Wonne.
Letztes blinzeln von der Sonne.

Will das noch ein wenig halten
und für mich so gern verwalten.

...
335 Klostergang...
Vorschautext:
Gang gelaufen ohne Pflicht.
Sonne spendet etwas Licht.

Die Gemäuer großes Können,
laden ein zum Auszeit gönnen.

In den Tagen viel Gedanken.
Meinungen werden wanken.

Seele spürt sich langsam frei.
Vieles wirkt so einerlei.

...
334 Morgenrot...
Vorschautext:
Freuten sich auf ihr Kind.
Erwartungen natürlich sind.

Es ist da mit viel Empfang.
Doch der Körper ist so krank.

Zeit der Sorge ohne Ruh`
und die ernste Not dazu.

Kind starb einen sanften Tod.
Wie ein gehendes Morgenrot.

...
333 In Büschen...
Vorschautext:
Kind in Büschen liegt verschoben.
Zeit wirkt gerade aufgehoben.

Nur die Helfer wirken sacht.
Kleiner Körper fort gebracht.

Hoffnung gaukelt lange noch.
Dieses das Schicksal will kein Doch.

Bernd Tunn - Tetje
332 Irgendwann...
Vorschautext:
Lebend in den Schlaf versenkt.
Von nun an ein Gerät ihn lenkt.

Jemand sitzt und flüstert zu.
Wachsgesicht zeigt stille Ruh`

Irgendwann beginnt das Regen.
Familie hofft auf ein Segen.

Bernd Tunn - Tetje