Sortieren nach:

Gedichte zur Schule - Seite 13


Paulchen und die Schule

Mutter, Vater, auch Tante Beate
eines Tages zu Klein Paulchen sagten,
dass vorbei nun die Kindergartenzeit
und dass der Schulbeginn ist nicht mehr weit.

Begeistern konnte Paul sich dafür nicht,
doch wurde ihm gesagt, das wäre Pflicht.
Ein jeder müsse erst zur Schule gehen,
damit er im Leben kann bestehen.

Es würde ihm sicher Spaß auch machen,
er lerne dort viele neue Sachen.
Doch Paulchen glaubte nicht daran,
dass Schule wirklich Freude machen kann,

denn er sprach mit seinem Freund Fridolin,
der schon ein ganzes Jahr zur Schule ging,
und der hätte was ganz anderes gesagt,
als er ihn danach hätte mal gefragt.

Damit man zu Beginn freudig hingeht,
hätten Erwachsene sich überlegt,
den Schulbeginn zuerst zu versüßen
mit den schönen bunten Zuckertüten.

Aber bereits am nächsten Tage dann
fange der Ärger früh am Morgen an,
müsse man doch auf den Lehrer hören
und dürfe den Unterricht nicht stören.

Reden dürfe man auch nicht wenn man will
und muss dazu noch sitzen ganz still.
Morgens müsse man stets sehr pünktlich sein,
sonst fängt man sich gleich Minuspunkte ein.

Die Eltern hörten seine Sorgen an,
sagten aber zu ihrem Paulchen dann.
Um über irgendetwas zu reden
müsse man es doch erst selbst erleben.

Wochen später fragte die Tante Beate ihn,
wie es ihm mit der Schule nun erging.
Paulchen antwortete ihr daraufhin,
es wäre tatsächlich gar nicht so schlimm.

Inzwischen mache sie ihm sogar Spaß,
er freue sich aufs Neue jeden Tag.
Es wäre ja auch viel Gutes an ihr dran,
denn er schon rechnen, schreiben, lesen kann.
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen




Klassentreffen

Gestern kam ein Brief,
in dem zu lesen stand:
lade ein zu Wein und Bier,
der Klassenvorstand.

Nanu, so dachte ich,
wer kann das sein,
wer denkt nach langer Zeit an mich
und lädt mich ein?!

Ein Geistesblitz durchfuhr mein Hirn,
ein Klassentreffen, ach wie nett,
war das nicht der blonde Jörn,
nicht ganz schlank,
doch auch nicht fett?

Ich folgte dieser Aufforderung auch promt,
setzte auf ein Schreiben,
mit gewählten Worten, wohlgeformt,
dabei konnt` ich ihn gar nicht leiden!

Wie die Jahre doch vergehen,
wie lange hatte man sich nicht gesehen?
Der große Tag,
er naht heran,
pünktlich kommen alle an,
Küßchen hier,
Umarmung dort,
manch einer denkt schon,
wann kann ich wieder fort.
Smal Talk auf allen Ebenen,
Kontakte, ja die soll man pflegen.

Der Streber, aus der ersten Bank,
damals auch noch rank und schlank,
heut` beleibt, aber nicht krank,
saß aufrecht, ordentlich,
sprang niemals über`n Tisch,
heute nicht mehr ganz so frisch.

Und dann die zarte Edith,
mittlerweile reif an Jahren,
immer noch mit langen Haaren,
war die Schönste in der Klasse,
und auch stets ganz gut bei Kasse,
doch Mathe und Latein,
waren ihr so einerlei,
im Zeugnis stand auch nur `ne Drei.

Wir sind jetzt alle im gesetzten Alter,
dort drüben an der Theke,
ist das nicht der stolze Walter?
Wie`s dem so geht,
was er wohl macht,
er schwärmt von seiner eigenen Yacht,
auf allen Meeren ist er zu Haus,
keine Route läßt er aus.

Auch Gabi, die einst schüchtern war,
hat`s gebracht vor den Altar,
ihr Angetrauter, keine Frage,
ein Klassenkamerad der alten Tage,
der kleine Günter wurd` erwählt,
die Ehe nun schon silbern hält.

Manch einer hat es weit gebracht,
wer hätte damals das gedacht,
in den Arbeiten stets eine Vier,
jetzt ein eigenes Revier.

Noch zur späten Stunde,
machen Bilder ihre Runde,
es wird gelacht und auch gescherzt,
einander kräftig mal geherzt,
Anschriften werden ausgetauscht,
manch einer schon etwas berauscht,
ein Späßchen noch beim Auseinandergehen,
schon freut man sich auf`s Wiedersehen!
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen