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Gedichte über das Naturreich - Seite 350




Die letzten Blumen sind verwelkt - gestorben

Die letzten Blumen sind verwelkt, gestorben.
Aus meinem Zyklus:
Ach wie schön kann sein die Welt!
www.leitheim-gedichte.de
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Liebe Freunde heute noch zur späten Zeit.
Ich wünsche Euch zum Wochenende
dem Abend und der Nacht alles Liebe und Gute
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Der Winter zog stürmisch hin zur Nacht
durch meinen blühenden Blumengarten,
erloschen Düfte – alle Blütenpracht
erfroren sind so die Blumenarten.
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Ein Schneesturm voller Inbrunst- Leidenschaft
durchstreifte kahle Äste - des Pflaumenbaumes Zweige.
Er brachte der Erde die „weiße Pracht“
durch Flockentanz mit Flockenreigen.
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Ein eisiger Wind „schenkt“ Frost der Welt
das Himmelsblau – schwarz - eingedeckt,
kein Mond – kein leuchtend´ Stern am Himmelszelt
das hat mein Herz, mein Sinn erschreckt.
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Mit Schnee gedeckt der Pflaumenbaum
doch unter ihm ein Blümelein – noch - lebt,
ein lieblicher, gelber Blütentraum
aus Schneedecke - die Blüten hebt.
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O Winter, kalter, frostiger Gesell
du pfeifst gar frech nun Winterlieder,
erloschen ist - in meinem Herz - das Sommerhell
Schneeflocken rieseln „deckend - nieder.
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Ein kleines Vöglein pfeift ein Klagelied
ein Rabe krächzend stimmt mit ein,
nun Eis und Schnee – das Wiesengrün besiegt
ich selbst - trink` heißen Tee – Glühwein!
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Doch alles was der Herr uns schenkt
sind Wunderwerke der Natur.
Egal ob Winter- Sommerzeit uns lenkt
gibt Sinn zum Zeitenlauf – dem Gang der Uhr.
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Peter Leitheim
www.Leitheim-gedichte.de
Deutsche Gedichte Bibliothek –
Der Gedichte Pool - Die Gedichte Oase.
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Zwischen Himmel und Erde

Wie ein Vogel will ich fliegen, hoch über die gezackten Häupter der Berge, über kristallklare Bäche, die im Sonnenlicht wie flüssiges Glas erstrahlen. Nicht länger soll mein Schritt an die Schwere der Erde gebunden sein. Mein Herz verlangt nach Höhe, nach Weite, nach jenem stillen Raum zwischen Himmel und Welt.

Ich sehne mich danach, den warmen Südwind an meiner Brust zu spüren, wie eine unsichtbare Hand, die mich hebt. Er soll meinen Herzschlag verstärken, ihn mit heiliger Inbrunst erfüllen. In seinem Atem werde ich gereinigt. Mein Herz wird leicht, meine Seele klar. Und im Fluge erkenne ich: Freiheit ist kein Ort, sie ist ein Erwachen.

Unter mir treiben die Wolken, von meinem Flügelschlag bewegt, und tief unten tosen die Wassermassen in uralter Kraft. Doch ich fürchte sie nicht. Denn ich weiß: Die Natur trägt eine Seele in sich. Die Strömung ist lebendig, mächtig und stark, so wie meine Sehnsucht nach der Zukunft.

Diese Zukunft ruht hinter dem Horizont wie ein verborgener Schleier. Sie wartet, still, unergründlich, voller Verheißung. Und meine Sehnsucht reicht nach ihr wie ein ausgestreckter Arm im Morgengrauen.

Meine Worte sind nicht bloß Klang im Wind. Sie sind Töne meines innersten Wesens. Sie steigen empor wie ein Gebet, tragen mein Hoffen und mein Beben hinauf, bis an die Pforte des Himmels.

So fliege ich.
Nicht nur über Berge und Wasser,
sondern über Zweifel und Grenzen hinweg.

Und in der Weite zwischen Erde und Ewigkeit erkenne ich,
dass meine Sehnsucht selbst Flügel trägt.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 06.02.2026]