Ein Hauch von Haut zartweich,
befeuchtet fein von Schweiß.
Der Wind fließt aus dem Fenster
über uns zwei Gespenster.
Die Augen treffen sich tiefgründig,
verabreden sich verbündig.
Meine Lippen beginnen ihre Skizze,
zeichnen ihre Version von Hitze.
Aus einem tiefen Brunnen sprudelt es,
Quelle des lodernden Bedürfnisses.
Erhitzte Zungen treffen in der Mitte
auf schnelle heiße Atemschritte.
Gierig trinken wir unseren Wein,
berauschen uns mit diesem Gut.
Der Durst will nicht gestillt sein,
Hunger offenbart sich im Blut.
Zwei glitzernde, triebsüchtige Körper
Haut mit Haut vernetzt erörtern,
wiegen sich auf der Bühne in Wogen,
von Wellen auf- und abgezogen.
Keuchende Küsse vor der Kulisse,
Hände streunen, verstrickte Bisse.
Behutsamer Rhythmus kommt in Fahrt,
Erregung mit Dringlichkeit hochgejagt.
Anspruchsvolle Stöße der Leidenschaft
fordern unsere Körper mit aller Kraft.
Wir teilen uns, geben und nehmen,
sind nach Fremdsubstanzen am flehen.
Der salzige Geschmack deiner Haut
wird zwischen meinen Lippen laut,
dein Aufschrei nach Barmherzigkeit
ereilt, als meine Lust hart dich reibt.
Atemberaubt lässt du mir deine Zügel,
das Fleisch an deinem Hals ist straff,
unser Weg zu den Gipfeln beflügelt,
Siegesrufe erschallen oben am Dach.
Im Triumph der Entspannungsflug,
immer noch heiß und brennend.
Du leuchtest nach in deiner Glut,
ein Wiederholungssignal sendend.
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