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Gedichte über Kindergedichte - Seite 66


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Buntwittchen

Es lebte einmal hinter vielen Bergen
bei sieben ulkigen kleinen Zwergen
ein Mädchen mit buntem Haar.
Berührte man es mit bloßer Hand
in kostbaren Kleidern derjenige stand
die Schönsten, die man je sah.

Die Zwerge fanden sie einst im Wald
dunkel war es, finster und kalt,
nur das Haar flimmerte hell.
Es führte die sieben Zwerge zu ihr
glücklich und dankbar war sie dafür,
die Angst verlor sich schnell.

Sie erzählte den Zwergen von ihrer Gabe,
der bösen Königin, die diese nicht habe
dem tristen Dasein im Schloss.
Die Königin trachtet ihr nach dem Leben,
ein Jäger hat ihr die Freiheit gegeben,
der ein Tier, statt sie, erschoss.

Die Zwerge schenkten Buntwittchen ein Heim
für kurze Zeit sollte es sicher sein
als die Königin davon erfuhr.
Verkleidet mit einem Kamm im Gepäck,
zog sie los zum besagten Fleck,
begab sich auf ihre Spur.

Der Kamm war getränkt in Nervengift
es wirkt, wenn dieser auf Haare trifft
Buntwittchen witterte Gefahr.
So rannte das liebliche Königskind
zu den Zwergen ins Bergwerk geschwind
erzählte schnell was geschah.

Die Zwerge ließen die Arbeit fallen,
um sich die böse Königin zu krallen,
zerbrachen den giftigen Kamm.
Nun stand Buntwittchen mutig vor ihr
die Königin erblasste vor Neid und Gier
berührte das Haar schnell dann.

Statt ein kostbares Kleid bekam sie Lumpen
ihr feines Haar glich einem Klumpen,
schmutzig war ihr Gesicht.
Sie erschrak sich sehr, ergriff die Flucht
fiel dabei hinab in eine tiefe Schlucht
sah nie wieder Sonnenlicht.

Zufrieden lebte Buntwittchen dann,
nahm einen Prinzen später zum Mann,
das ganze Land freute sich.
An Kleidung fehlte es keinen mehr,
Buntwittchen kümmerte sich sehr
sie war stets fürsorglich.


Inspiriert von meiner kleinen Enkeltochter, sie nennt Schneewittchen einfach Buntwittchen.

Copyright © 2020 Elisa Schorn
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Paulchen und die Schule

Mutter, Vater, auch Tante Beate
eines Tages zu Klein Paulchen sagten,
dass vorbei nun die Kindergartenzeit
und dass der Schulbeginn ist nicht mehr weit.

Begeistern konnte Paul sich dafür nicht,
doch wurde ihm gesagt, das wäre Pflicht.
Ein jeder müsse erst zur Schule gehen,
damit er im Leben kann bestehen.

Es würde ihm sicher Spaß auch machen,
er lerne dort viele neue Sachen.
Doch Paulchen glaubte nicht daran,
dass Schule wirklich Freude machen kann,

denn er sprach mit seinem Freund Fridolin,
der schon ein ganzes Jahr zur Schule ging,
und der hätte was ganz anderes gesagt,
als er ihn danach hätte mal gefragt.

Damit man zu Beginn freudig hingeht,
hätten Erwachsene sich überlegt,
den Schulbeginn zuerst zu versüßen
mit den schönen bunten Zuckertüten.

Aber bereits am nächsten Tage dann
fange der Ärger früh am Morgen an,
müsse man doch auf den Lehrer hören
und dürfe den Unterricht nicht stören.

Reden dürfe man auch nicht wenn man will
und muss dazu noch sitzen ganz still.
Morgens müsse man stets sehr pünktlich sein,
sonst fängt man sich gleich Minuspunkte ein.

Die Eltern hörten seine Sorgen an,
sagten aber zu ihrem Paulchen dann.
Um über irgendetwas zu reden
müsse man es doch erst selbst erleben.

Wochen später fragte die Tante Beate ihn,
wie es ihm mit der Schule nun erging.
Paulchen antwortete ihr daraufhin,
es wäre tatsächlich gar nicht so schlimm.

Inzwischen mache sie ihm sogar Spaß,
er freue sich aufs Neue jeden Tag.
Es wäre ja auch viel Gutes an ihr dran,
denn er schon rechnen, schreiben, lesen kann.
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