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Gedichte über Kinder - Seite 12


Hans-guck-in-die-Luft der Neuzeit

Die Geschichte von Hans-guck-nur-aufs-Display
Frei nach Dr. Heinrich Hoffmann´s "Hanns-guck-in-die-Luft" in die heutige Zeit versetzt.

Wenn der Hans zur Schule ging,
Stets sein Blick am Handy hing.
sah nur Facebook, Mails und hey..
schaut ganz stur nur aufs Display:
vor die eignen Füße dicht,
ja, da sah der Bursche nicht,

Jeder schrie nur noch auwei:
"Seht den Hans-Guck-aufs-Display!" 


Kam ein Hund daher gerannt;
Hänslein blickte unverwandt
auf sein Handy… und er sah,
nicht den Hund und was geschah?
Stolpert plumps … da liegen zwei!
Hund und Hänschen nebenbei.


Einst ging er an Ufers Rand
mit dem Handy in der Hand.

Nach dem blauen Himmel hoch
sah er nie, nur´s Handy noch.
Grad als er sein Facebook checkt
hat er nicht den Fluss entdeckt
und drei Omas nah am Rhein
schauen ziemlich schaurig drein.

Noch ein Schritt! und plumps! Der Hans
stürzt hinab kopfüber ganz! –

Die drei Omas, rufen dann
schnell den Rettungswagen an.

Doch zum Glück, da kommen zwei
Männer aus der Näh' herbei,
haben schließlich dann mit Stangen
diesen Hans noch aufgefangen.


Seht! Nun steht er triefend nass!
Ei! das ist ein schlechter Spaß!

Wasser läuft dem armen Wicht
aus den Haaren ins Gesicht,
aus den Kleidern, von den Armen;
und es friert ihn zum Erbarmen.

Die drei Omas, auf der Bank,
lachen krumm sich und fast krank.

Hören Hänschens Mords-Geschrei.
Als die Technik schwimmt vorbei.

© Horst Fleitmann 2014 Text / Klaus Heinzl (Zeichnungen)

Die herrliche Bildergeschichte zu diesem Gedicht, illustriert von Klaus Heinzl
Ist anzuschauen bei YouTube unter der Adresse:

https://m.youtube.com/watch?v=FOJqQNaH7HA
... hier klicken um den ganzen Text anzuzeigen




Mein wichtigstes Versprechen

Ich werde mich wundern, wenn mein Kind plötzlich schweigt.
Ich werde nachfragen, wenn mein Kind plötzlich weint.
Ich werde mein Kind nie schubsen, nie schlagen.
Ich werde mein Kind nicht für meinen Fehler anklagen.
Ich werde das Gespräch suchen, nach jedem einzelnen Streit.
Kein böser Mensch kann in unser Leben, zu keiner Zeit.
Ich werde meinem Kind nie das Gefühl geben, es sei schlecht und schwach.
Ich werde meinem Kind nie das Gefühl geben, es hätte keine Macht.
Ich werde mein Kind nicht anschreien, selbst wenn es selber schreit.
Ich werde viel Fragen, damit die Verbindung bleibt.
Ich werde mein Kind ansehen voller Respekt.
Und ihm nicht das Gefühl geben, ich sei schwach und vercheckt.
Ich werde meinem Kind nie Angst machen.
Und es in schweren Situationen beobachten.
Ich werde mich entschuldigen, wenn ich einen Fehler machte.
Ich werde im helfen, ganz ganz sachte.
Ich werde mein Kind nicht ignorieren.
Ich werde mein Kind in die Familie integrieren.
Ich werde nicht so tun, als wäre mein Kind nicht normal.
Ich werde nicht so tun, als sei seine Anwesenheit eine Qual.
Ich werde meinem Kind Wärme und Halt geben, egal wie alt es ist.
Ich werde meinem Kind zeigen, wie wertvoll es ist.
Ich werde Verantwortung übernehmen und Größe zeigen.
Ich werde immer ein bewusster Mensch bleiben.
Kindheit ist wichtig, zurück kann man nicht.
Mein Kind braucht eine Schulter und ein ehrliches Gesicht.
Ich werde mein Kind schützen, wann immer es geht.
Denn manchmal passt man nicht auf und dann ist es zu spät.
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