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Gedichte über die Hölle - Seite 13


... weiß ich, dass es den Himmel gibt

Ich schaue zurück in die vergangene Zeit
Als du und ich zusammen waren
Es war vor vielen etlichen Jahren
Wir lachten, tobten und waren immer zu zweit
Ein Lächeln kommt mir über`s Gesicht
Beim Gedanken an diese Vergangenheit
Denn du schenktest mir steht’s das Licht

Immer wenn ich dir in die Augen sah
Da wurde mir schlagartig ganz klar
Wenn jemals jemand wie du mich liebt
Dann weiß ich, dass es den Himmel gibt
Immer wenn ich dich umarmend berührte
Und deinen warmen Atem auf mir spürte
Wusste ich, dass es den Himmel gibt
Denn ich war und bin noch in dich verliebt

Die Erde drehte sich unaufhörlich weiter
Und trennte unsere beide Pfade
Denn die Welt kennt keine Gnade
Dein Vater erklomm die Karriereleiter
Und ihr zogt über den Ozean hinfort
Denn er wollte euch als seine Begleiter
Und ich blieb alleine an unserem Ort

Immer wenn ich an dem Ort dann stand
Wusste ich aus aller erster Hand
Weil eine Leere in mir zurückblieb
Dass auf der Welt eine Hölle gibt
Deshalb kehrte ich um auf dem Absatz
Und ich betrat nie mehr unseren Platz
Weil es dort nur mehr die Hölle blieb
Weil es dich dort nicht mehr bei mir gibt

Ich fuhr auf der Datenautobahn
Was ich sah erfreute mich
Denn dort fand ich plötzlich dich
Ich schrieb dich postwendend an
Denn du lebtest wieder hier
Weshalb ich dich für ein Date gewann
An dem Platz von dir und mir

Jetzt, da ich dir wieder in die Augen seh‘
Und mit weichen Beinen vor dir steh
Weiß ich, dass es einen Himmel gibt
Wenn jemand wie du mich jemals liebt
Jetzt, da ich dich umarmend berühre
Und deinen Herzschlag an mir spüre
Weiß ich, dass es den Himmel gibt
Denn du bist auch noch in mich verliebt
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Anderen die Hölle heiß machen

-Alle hier aufgeführten Charaktere sind fiktiv-
-1-
„Teufelsweib“

Er lässt jetzt Taten sprechen,
muss sich an ihr rächen,
ihr den Teufel austreiben,
wie, s ist, kann, s nicht bleiben,
sonst richtet Kunigunde
ihn langsam zugrunde,
nun hilft Priester Erasmus
ihm beim Exorzismus.
-2-
„Prügelstrafe“

Ihm läuft die Galle über,
seine Sicht wird trüber,
schlechte Laune kommt dazu,
vorbei ist, s mit der Ruh.

Eifersucht quält wie ein Dorn,
er rastet aus im Zorn,
prügelt die Frau windelweich,
sie stöhnt bei jedem Streich.
-3-
An seinem Gängelband
frisst sie ihm aus der Hand,
sein Wunsch ist ihr Befehl,
darin geht sie nicht fehl,
sie ihn nie hinterfragt,
glaubt alles, was er sagt
und stellt Denken ein,
geht auf in seinem Sein.
-4-
Die Undankbare

Sie hat ihm eine geschmiert,
er ist wie elektrisiert
kann, s ganz und gar nicht fassen,
will es auch nicht zulassen,
dass sie ihn derart „bekriegt“,
obwohl ihm an ihr viel liegt.
-5-
Der Mob

Aufgebrachten jungen Kerlen
stehen auf der Stirn Schweißperlen
und Fäuste fliegen durch die Luft,
zeugen von Hass und tiefem Frust.

Durch die Luft fliegen auch Steine,
brechen Joch- und Nasenbeine,
gefordert ist die Polizei
bei dieser Massenkeilerei.
-6-
Menschlicher Werwolf

Sobald er mit ihr allein ist,
lässt er seine Maske
der Höflichkeit fallen.
Sein wölfisches Grinsen
lässt sie vor Angst erstarren.
Sein Blick flackert wie Feuer.
Wie ein reißender Werwolf,
fällt er über sie her,
verbeißt sich in ihrem Fleisch,
leckt blutrünstig ihr Blut.
Endlich lässt er von ihr ab.
Ihre Leiche ist kalkweiß
und er ist übersättigt.
-7-
„Teufelskerl“

Von Ohr zu Ohr sein Grinsen reicht,
es einer Teufelsfratze weicht,
er holt aus zum kräftigen Schlag,
zum dritten Mal an diesem Tag.
-8-
Schlag ins Genick

Zur falschen Zeit
am falschen Ort,
bereitet Leid
dem jungen Lord.

Ihn traf der Schlag
hart ins Genick,
seit jenem Tag hat,
hat, s einen Knick.
-9-
Ihr Ehemann
ist ein Tyrann,
ein Tunichtgut,
ne Teufelsbrut,
er hat nen Knall
auf jeden Fall,
jetzt sitzt er ein
im Knast, allein.
-10-
Sühne

Er redet sich
all seine Schuld
von der Seele,
tut reuevoll
endlich Buße,
er erleichtert
sein Gewissen
und ist bereit
die Haftstrafe
anzutreten,
ganz ohne Groll.
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