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Gedichte über Gefühle - Seite 980




Schlaflos

die Augen geschlossen, doch weit entfernt vom schlafen
mein Gewissen, es will mich wohl bestrafen
vorhanden ist sie ja, die Müdigkeit
doch in den Gedanken zieht vorüber die Vergangenheit

mit allerlei Mittel habe ich es probiert
diese wurden von Erinnerungen an vergangene Zeiten ignoriert
nennen kann man das wohl auch Depression
geschaffen durch das was geschah, durch die Situation

immer wieder versucht an etwas anderes zu denken
aber nie geschafft mich ab zu lenken
wünschte die Scheidung zu überwinden
wieder zum Leben zurück zu finden

so manche Schicksalsschläge musste ich im Leben ertragen
habe es getan ohne zu jammern, ohne zu klagen
aber die Trennung , die hat mich ruiniert
nie hätte ich gedacht das uns das passiert

immer wieder komme ich ins schwanken
sehe keinen Weg, kein Ziel, nur noch geschlossene Schranken
heute stehe ich da auf schwachen Füssen
warum hat es so kommen müssen ?

es gab eine Zeit da spürte ich Kraft, fühlte mich unbesiegbar
jetzt weiß ich das es niemals so war
fast grenzenlos war die Motivation, die Energie
diese ging verloren, irgendwann, irgendwo und irgendwie

hatte auch die Illusion nie alt zu werden, war Optimist
dachte wirklich ich könnte es verhindern mit List
heute fühle ich mich alt, beinahe wie ein Greis
bin auch ruhig geworden, sehr leis

ab den ersten Tag der Trennung habe ich vieles bereut
hätte für uns alles versucht, keine Mühe gescheut
wollte um den Erhalt der Familie kämpfen
die Realität konnte meine Hoffnung immer mehr dämpfen

ich wollte begangene Fehler nur korrigieren
wusste auch diese dürfen nie wieder passieren
zu spät erkannte ich wie eine Familie funktioniert
doch wir haben nichts mehr probiert

die Zukunft war schon vorgegeben
Richtung Scheidung, zu einem getrennten Leben
wir verloren aus den Augen unser gemeinsames Ziel
was folgte war nur noch ein böses Spiel

mit Worten fügten wir uns zu die grössten Schmerzen
verletzten unsere Seelen, sicher auch unsere Herzen
statt sich zu reichen noch einmal die Hände
brachten wir es zum bitteren Ende

wir sind in dieser Zeit andere Menschen geworden
haben so unsere gemeinsame Zukunft verdorben
waren nicht so wie wir einmal waren
in voran gegangenen auch schönen Jahren

das Vertrauen war gänzlich verschwunden
die Herzen, die Liebe haben nicht mehr zueinander gefunden
ich wünschte für uns dieser Tragik zu entkommen
jedoch haben wir uns jede Chance genommen

ohne Limit war unsere Hartherzigkeit
keine Spur mehr vorhanden von Menschlichkeit
nicht zu ertragen unser Verhalten
die Hölle, wir konnten sie uns gestalten

immer mehr von einander entfernt,immer grösser die Distanz
alles was folgte war nur noch Ignoranz
unsere Worte führte geradeaus ins Verderben
mit offenen Augen sahen wir zu der Liebe beim Sterben

viel Gesagtes entstand aus der Emotion
aus der für alle furchtbaren Situation
ich denke wir machten nichts mehr richtig
haben vergessen was wirklich wichtig

zum Ende wollte jeder gewinnen aber alle haben verloren
am meisten das Kind das die Frau hat geboren
vielleicht, nur vielleicht tut es uns einmal leid
vielleicht wird es einmal bereut

jeder soll oder muss machen was er für richtig hält
ob es wirklich so war sich erst später heraus stellt
ich denke aber keiner von uns hat gewonnen
als unsere Liebe ist so einfach zerronnen

ich bereue so vieles und jeden einzelnen Streit
die vergeudeten Stunden, all die verlorene Zeit
ich wünschte nur es wäre nie geschehen,wir hätten es vermieden
und unsere Familie wäre erhalten geblieben
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Buch-Druck – Kauf-Zwang

Nur weil ich keine
Echte Konkurrenz für Heine
Auch weil es so viel stiller
Um mich als es um Goethe oder Schiller
Und weil ich echt mehr schlecht als Brecht
Hab ich doch stets das gleiche Recht
Wie all die andern auf große Ziele
Es ist auch ganz egal, wie viele
Davon sich aus Hoffnungen speisten
Es sind wohl die meisten
Und sicher gehn ein paar auch bloß
Zurück auf meine Träume
Ein Baum war auch nicht immer groß
Es gibt nur groß-gewachsne Bäume

Und nun sei meine Begleiter
Und verfolge mein sinnloses Streben
Bis ich unvermeidlich scheiter
Mit dem “Lied vom ewigen Leben“
-
Ein einzges Mal dazugehören
Zum auserwählten Kreis
Ich will auch gar nicht weiter stören
Vor allem nicht um jeden Preis

Woran die Hoffnung jäh zerbrach
Am schäbigen Profit
Doch immer schön der Reihe nach
Und chronologisch, Schritt für Schritt

Ein Wettbewerb im Netz, ich mein
Man kann’s ja mal probiern
Schreib ein Gedicht und send es ein
Was hab ich schließlich zu verliern …?

Zweitausendfünfzehn, es ist Mai
Mein Gedicht macht sich auf den Weg
November, es ist mit dabei
In der “Frankfurter Bibliothek“

Wenn das kein Grund zum Feiern ist
Ich fühle mich geschmeichelt
Die Muse hat mich wohl geküsst
Die mich so lange nur gestreichelt

Es ist zum Abdruck aufgenommen
Mein “Lied vom ewigen Leben“
Der Nachricht, mit der Post gekommen
Ist ein Bestellschein mitgegeben

Am besten gleich 4 Exemplare
So lese ich hier schwarz auf weiß
Weil ich erst dann so richtig spare
Durch den Autorenvorzugspreis

Warum ich es doch lieber lasse
Liegt einzig und allein daran
Ich bin nun mal so knapp bei Kasse
Dass ich mir 4 nicht leisten kann

Jetzt hab ich gar kein Exemplar
So hab ich immerhin ein Ziel
Danach vergeht ein halbes Jahr
In dem passiert nicht wirklich viel

Zweitausendsechzehn, im April
Der nächste Schritt in der Geschichte
Mein Text erscheint, falls ich es will
Im Herbst in “Die besten Gedichte“

Es wurde soeben ausgewählt
Schon die Vorstellung, dass mein kleines Gedicht
Zu den ausdrucksvollsten Gedichten zählt
Treibt mir Tränen des Glücks ins Gesicht

Und jetzt kommt’s erst so richtig dick
So sieht die Sache nämlich aus
Entweder ich nehm 30 Stück
Oder – ich bin raus

Wenn ich mich nicht zum Kauf entscheide
Wird die für mein “Lied vom ewigen Leben“
Eigentlich vorgesehene Seite
Danach anderweitig vergeben

Was nützt es mir, dass ich jetzt weiß
Der Sinn wird mit dem Satz verdreht
Nicht “Qualität bestimmt den Preis“
“Der Preis bestimmt die Qualität“

Das war’s dann wohl, ich räum das Feld
Wär auch zu schön gewesen
`s ist schon erbärmlich, wenn das Geld
Entscheidet wen wir lesen
-
Verfehlte Ziele
Geplatzte Träume
So bilden sich viele
Freie Räume
Für neue Ideen
Um täglich den Horizont zu erweitern
Und kläglich an vorderster Front zu scheitern
Und unterzugehen
Als leidlich begabte Niete
Verbannt aus dem Kreis der Elite
Einmal Glück
Und zurück
Und weil es ganz und gar natürlich ist
Reagiert ein Hund verbittert
Wenn ein anderer den Knochen frisst
Den er zuerst gewittert

Hier endet es also, mein sinnloses Streben
Zumindest mit dem “Lied vom ewigen Leben“
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