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Gedichte Über Gedanken - Seite 183




Das Fenster zum Hof

*****

Ein alter Mann lebte in einem maroden Haus,
sehr einsam und alleine;
vom Schicksal war er gezeichnet,
traurig blickte er aus dem kleinen Küchenfenster raus.

Wenige Meter waren es bis zum Spielplatz,
auf dem er immer einen kleinen Buben sah.
Jeden Tag spielte das Kind dort;
Gedanken holten den Mann in die Vergangenheit zurück,
er war den Tränen nah.

Im Herbst des Lebens war er angekommen,
verlor durch einen harten Schicksalsschlag seinen einzigen Sohn.
Jeden Tag kamen neue Erinnerungen auf,
sein eigenes Leben nahm durch den Verlust seiner Familie
einen tragischen Verlauf.

Der Junge genoss mit anderen Kindern das fröhliche Kinderglück,
auch er sah den alten Mann am Fenster zum Hof,
jeden Tag winkte das Kind ihm zu,
der alte Mann winkte zurück.

Viele Jahre vergingen, der Knabe wurde älter
und klingelte irgendwann an seiner Tür.
Der alte Mann traute seinen Augen nicht und fragte:
"Bist du der kleine Mann vom Spielplatz, der da heute steht vor mir ?"

Er bat ihn herein und in der Folge war er immer wieder dort,
gemeinsame Treffen setzten sich fort.
Beide lachten und tauschten sich aus,
der junge Mann erkannte schnell des alten Mannes Leid
und besuchte in später regelmäßig im alten maroden Haus.

Die Gesundheit meinte es alles andere als gut mit ihm,
er war gebrechlich und wurde schwer krank.
Das letzte Treffen war wohl das Schönste noch in seinen alten Jahren,
sein Herz war voller Dank.

Als der inzwischen erwachsene Bub von damals ihn eines Tages
zu sich nach Hause holen wollte,
blieb nur noch die Erinnerung
und das letzte verstaubte Bild auf seinem Schrank.
Das Grab pflegt er immer noch, alleine,
er ist der einzige, der noch an ihn denkt.
Dass es diese Freundschaft gab,
"Gott sei Dank !"
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Gehmann!

dünne Kabel hängen meinen Ohren herab
verbinden sich zum Paar im Klinkenstecker
der sich in meinen Walkman vergraben hat
von da aus ist er mein Sound-Vollstrecker!

meine Finger trommeln auf meine Knie
mein Körper zuckt rhythmisch hin und her
zu der Musik, die ich im Gehmann spiele
rauf und runter, als wenn ich alleine wär'

wenn ich die Schnauze voll hab
lass mich laut mit Musik zudröhnen
sie holt mich dann von überall ab
hüllt meine Stimmung in krasse Töne

gerade in Momenten schlechter Laune
jeder Gedanke zieht mich weiter runter
Musik verhindert, dass ich taumle
schalte alles ab, fühl mich putzmunter

trotz heftiger Tränen lacht mein Gesicht
meinem Walkman interessiert das nicht!
er umarmt meine Ohren mit Klängen
mein Head will mitwippen, will bängen!

auf dem Fahrrad über Straßen ohne Namen
fußlos laufend, nur ein Stein in der Mauer
gerate im flashdance als Maniac in Flammen
was für ein Gefühl! Ich hab die Power!

bin mein eigener freestyler!
lege als DJ in meinem Walkman auf
vergesse alles für ne lange Weile
danach bin ich wieder gut drauf ...

eine Nacht in Bangkok? bin dabei!
mein Gehmann gibt richtig Bass!
ich geh ab, fühl mich groovend frei
rock mit Amadeus, habe Spaß ...

um mich das Land in Confusion
Musik hält die Welt erst lebenswert
jemand schaut mich an, an Illusion!
Kiss! vom Prinz, auch nicht verkehrt

die Zeit mit meinem Walkman vorbei
doch nicht die mit meiner Musik
auch heute noch bin ich oft so frei
Kopfhörer auf, DJ! Let's play it!

© meteor 2025
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