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Gedichte Über Gedanken - Seite 184


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Zwischen meinem Nein und deinem Weitermachen

Ich habe Nein gesagt.
Nicht einmal.
Nicht leise.
Nicht unsicher.

Ich habe es mit meinem Mund gesagt,
mit meinem Körper,
mit meinen Händen,
die dich weggeschoben haben,
weil etwas in mir schon wusste,
dass es sonst nicht sicher ist.

Du hast es gehört.
Du hast es gespürt.
Und du hast es ignoriert.

Du hast weitergemacht,
als wäre mein Nein nur ein Hindernis,
etwas, das man überspielen kann,
wenn man nett genug lächelt
und lange genug dranbleibt.

Du hast mich angefasst.
Nicht aus Liebe.
Nicht aus Nähe.
Sondern aus deinem eigenen Willen heraus.
Und meiner war dir egal.

Ich habe Zeit gebraucht.
Nicht, weil ich prüde bin.
Nicht, weil ich mich ziere.
Sondern weil mein Herz
nicht so funktioniert wie dein Hunger.
Weil Nähe für mich
Sicherheit braucht
und keinen Druck.

Ein paar Monate Kennenlernen
und du kanntest doch nur meine Haut.
Du hast gestreichelt,
was du sehen wolltest,
aber nie gefragt,
ob ich mich darin eigentlich wohlfühle.
Nie gefragt,
ob ich noch bei mir bin.

Ich habe „noch nicht“ gesagt.
Du hast „bald“ gehört.
Ich habe „ich brauche Zeit“ gesagt.
Und du hast entschieden,
dass mein Nein nicht endgültig ist.

Und irgendwann habe ich nachgegeben.
Nicht, weil ich wollte.
Sondern weil ich dachte,
Nähe sei ein Beweis.
Weil ich dachte,
Liebe zeigt sich in dem, was man gibt,
auch wenn man innerlich still wird
und sich selbst ein Stück verlässt.

Du sagst, ich würde übertreiben.
Ich hätte etwas verdreht.
Als wäre ich die Dramatische.
Dabei erinnere ich mich,
und du willst dich nicht erinnern.

Aber das war kein Film in meinem Kopf.
Das war mein Körper,
der eingefroren ist,
während du so getan hast,
als hättest du ein Recht auf ihn.
Als wäre mein Zögern
nur ein Teil des Spiels.

Du hast dir genommen,
was ich nicht freiwillig gegeben habe.
Nicht immer mit Gewalt.
Nicht immer mit offenem Zwang.
Aber jedes Mal in diesem Moment,
in dem mein Nein
keinen Raum mehr hatte
und Nachgeben sich sicherer anfühlte
als Widerstand.

Ich spreche heute darüber.
Nicht für dich.
Sondern für jede,
die glaubt,
sie hätte deutlicher sein müssen.
Oder weniger nett.

Zwischen meinem Nein
und deinem Weitermachen
liegt die Grenze.
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Zwischen gehen und bleiben

Zwischen gehen und bleiben
liegt ein langer Flur des schweigen`s
#
Ich befinde mich in einen sehr langen Flur
und fahre zwischen gehen und bleiben
immer hin und her, es fällt mir sehr schwer.
Du hast keine Tür auf und auch nicht zu.
Was machst Du nur mit mir
#
Du weißt doch:
Zwischen Herz und Verstand sterben Träume
die ohne Liebe und Vertrauen geboren sind.
#
Langsam beginnen die Träume zu sterben,
verwandeln sich in tausend Scherben.
Der Verstand wehrt sich zu begreifen,
zu verstehen, wie wird es ohne Dich weitergehen?
#
Doch tief im Innern spürt mein Herz,
es ist Zeit für mich zu gehen, wenn auch mit Schmerz.
Du bist schon lange aus unserem Traumland gegangen,
nur mein Verstand hat hinterher gehangen.
#
Es fällt schwer die Wahrheit zu sehen,
noch schwerer sie wirklich zu verstehen.
Nun ist es Zeit endgültig von Dir zu gehen,
aber mein Herz wird trotzdem immer bei Dir sein.
#
Wirst Du es überhaupt merken, wenn ich schweige?
Es ist das Beste für, DICH glaube ich, nicht für uns beide.
Ich möchte Dir nicht länger im Wege stehen,
Zeichen von Dir, wollte sie übersehen, sagen ich muss gehen.
#
Hart ist der Kampf zwischen Herz und Verstand,
die Tür noch nicht ganz geschlossen zu unserem Traumland.
War Dein Engel der jede Nacht, leise bei Dir war,
Du nimmst ihn nicht mal mehr wahr.
#
So wirst Du nicht merken, wenn ich unser Traumland verlasse,
die Erinnerung wird für Dich schnell verblassen.
Ich stehe in der offenen Tür zur Wirklichkeit,
doch der letzte Schritt aus dem Traumland -
ist so schwer in die Endgültigkeit .
#
Immer noch hofft mein Herz Du lässt mich nicht gehen,
hältst mich zurück und unser Traumland wird weiter-besten.
Warum sterben Träume so langsam und schwer,
das Gefühl hängt ,dem verstand hinterher.
#
Wird dieser Traum überhaupt jemals sterben?
Was wird aus den vielen tausend Scherben?
Ein Engel sollte fliegen auf den Flügeln der liebe,
es wäre so schön, wenn unser Traumland bliebe.
#
Doch wieder tief in mir das starke Gespür,
es sagt mir hart und kalt,
Du hältst mich nicht zurück
zu schließen diese Tür und doch
immer noch wünsche ich es mir.

Bärbel B.
© alias lachmal
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