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Gedichte über Fehler - Seite 26


Die Liste

Langes Haar, blondes Haar, krauses Haar,
in meinem Gebette lagen sie alle da.
Ein vernebelter Verstand,
die gelöste Zunge lockte sie alle zu mir, von Gott gesandt.

Oberflächlichkeit in ihrer höchsten Form,
zwei Körper ineinander verschlungen mehrmals die Woche, die Norm.
Der Reiz ließ die Haut prickeln,
und ein Netz aus Problemen stricken.

Oh Augenblick verweile doch,
ich möchte nicht so schnell fallen in das morgendliche Loch.
Im wiegenden Akt, geschaukelt vom Endorphin,
die Welt noch in Ordnung schien.

Stunden später der frei Fall,
mit schalem Geschmack im Mund, Metall.
Unsichere Sätze begleitet von entblößter Scham,
hastige Hände suchen die Kleiderfetzen mühsam.

Ein weiterer Eintrag auf der verachteten Liste,
eine weitere Trophäe von der Piste.
Zahlenfolgen ausgetauscht und geglaubt,
eine weiter Nummer die verstaubt.

Die leere füllt das kalte Herz,
die Realität bittersüß, ein schlechter Scherz.
Verblüfft über die eigene Tat,
die Hände rahmen das Gesicht, ein Grab.

Der Körper immer noch betäubt,
die Seele sich gegen Erinnerungsfetzen sträubt.
Das Leintuch befleckt doch weiß,
wird gewaschen auf Geheiß.

Ablenkung leckt die Wunden,
Balsam der Seele sind auch die vergehenden Stunden.
Das Geschehene beinahe verdrängt,
die gelöste Zunge das süße Gift erneut zusammenmengt.

Vergessen die Pein der verflossenen Nacht,
schulterlanges Haar wird angelacht.
Hand in Hand, torkelnd auf der Heimstrecke,
die Reue wartet bereits hinter der nächsten Ecke.
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Deine Foto, s

Deine Fotos sind alle neben mir, ich sehe sie und mal nicht.
Sie zeigen nur dein wundervolles Gesicht, deine Augen, dein Lachen.
Doch dein Foto kann nicht lachen so wie du, es weint nicht so wie Du.
Dein Foto zeigt keine Gefühle.
Alles was dein Foto kann, das keiner von uns, und unsere Liebe zu dir je vergessen kann.
Doch keiner kann einem helfen zu verstehen, keiner kann helfen es zu ertragen, ohne Dich leben zu müssen.
Allein den Weg zu gehen, dich niemals wieder vor mir zu sehn.
Alle Fotos, die ich von Dir habe, hab ich neben mich gestellt.
Doch sie bringen kein Licht in meine graue Welt.
Kann dich nicht spüren, so sehr ich es auch wünsche.
Wie lange kann man so ein Leben leben?
Glaube nicht mehr, woran ich geglaubt habe.
Glaube nicht, daß ich jemals damit einfach weiter leben kann, ohne Dich
Es gibt kein "Ich" ohne Dich.
Du wirst den Weg zurück nach Hause nie mehr gehen können.
Du dachtest, daß Du alles verloren hast,
und weintest bitterlich.
Die Spuren deines Lebens zeigen mir, wie unberechenbar das Leben sein kann.
Du hättest niemals einfach so aufgegeben, egal-wie hart es auch gekommen wäre.
War es nur, daß Du frei sein wolltest, all dem was Dich hier festhielt, entfliehen.
Du hast Dich von dem Druck befreit.
Du bist fort!
Hättest Du nicht Blut an deinen Händen gehabt, hättest Du daran geglaubt, alles kann gut werden.
Konnte nicht spüren, wie deine Welt zerbricht, und helfen konnte ich Dir nicht.
Mein Sohn, habe ich versagt?
Hab ich dir die falschen Worte gesagt?
Was hat dich letztendlich gebrochen?
Niemand hat geholfen-
Hätte Dir all das so gern erspart!
Du bist nicht mehr an meiner Seite,
zurück bleibt soviel Wut im Bauch.
Es gibt keine Revanche mehr,
weder für Dich noch für mich.
Niederlage oder Sieg,
man zahlt immer irgendwie drauf!
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