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Gedichte über Fehler - Seite 48


Volle Einsicht meine Fehler

Bin ich wirklich eine reale Frau?
Also warum werde ich durch meine Fehler schlau?
Ich habe des Öfteren über meine Fehler geschrieben.
Warum werde ich keine Resultate erzielen?

Ich erkenne sie mit einem glasklaren Blick
und trotzdem blicke ich niemals zurück.
Habe ich mich entschlossen einen geliebten Menschen zu verlasse,
beginne ich im selben Moment mich zu hassen.

Einen geleibten Menschen einfach so weh zu tun,
bringt mich meistens um meine innere Ruh.
Warum bin ich eigentlich so getrieben?
Habe ich vergessen innig zu lieben?

Ich weiß, eine Ehe basiert auf Kompromisse.
Trotzdem habe ich meinen lieben Mann vollends beschissen.
Zu mindestens muss er das über mich so denken
aber ich wollte nach 13 Jahren mein eigenes Leben lenken.

Ich habe von ihm ziemlich viel gelernt vor allem wie man liebt.
Das er ein Mensch ist, der kaum etwas nimmt aber alles von sich gibt.
Ich bedauere dies, das wir nicht mehr können uns zusammen finden,
denn ich wollte mich neu binden.

Das erlernte von ihm in die Praxis umsetzen.
Aber leider tat ich ihn mit dieser Aktion ganz schön verletzen.
Heute würde ich es am liebsten rückgängig machen.
Nur zusammen mit ihm konnte ich herzhaft lachen.

Leider ist diese Zeit nun schon seit über fünf Jahre her
und ich kann jetzt nicht mehr.
Ich muss mich einfach noch einmal bei ihm entschuldigen.
Vor allem seiner Geduld mit mir muss ich huldigen.

Diese Zeilen werden nicht die Letzten sein.
Leider wird mein Herz dadurch nicht mehr rein.
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Jamestown 1827

(auch als Lied, nach der Melodie "Moorsoldaten")

Hört, was ich euch will heut' erzählen,
eine Mär von Angst und Pein,
von Verrat und tiefer Trauer,
nicht mehr soll's verschwiegen sein.
Ich zog fort in die Ferne,
lief, über mir die Sterne,
durch's Moor.

Fing als Ärztin an zu wirken
Tag und Nacht, von früh bis spät,
bis einst in dunkler Nacht und Regen
Lizzy Miller vor mir steht.
Zwei Finger war'n gebrochen,
so kam sie angekrochen
vom Moor.

Hab sie danach oft behandelt,
war'n verbunden freundschaftlich.
Doch eines Sonntags kam' Soldaten
mit 'nem Bildnis, das ihr glich.
Da hab ich sie verraten,
dort an die Soldaten
im Moor.

Am Abend war ich in der Taverne,
kam mit Freunden dann zurück.
Ein Tumult herrschte in der Ferne,
über die Wiese ging mein Blick.
Was ich sah, war mir zuwider,
die Kälte zog in die Glieder
vom Moor.

Soldaten stießen Lizzy Miller
auf die Knie ins feuchte Gras.
Panisch fleht sie um ihr Leben
in Todesangst und leichenblass.
Unbarmherzig steht der Hauptmann,
ein Soldat legt das Gewehr an
und schießt.

Plötzlich herrscht um uns nur noch Stille,
jemand spricht mich von hinten an:
"Frau Doktor, woll'n Sie sich das ansehen,
ob man noch 'was machen kann?"
Ich steh erst wie festgewachsen,
spring dann in hohen Sätzen
zu ihr.

Doch ein Blick reicht, dass es zu spät ist,
der Schuss war sauber ausgeführt.
Man will sie schon zum Waldrand schleifen,
wie sich's für Hochverrat gehört.
Wir streiten um die Tote
und trag'n sie zum Friedhofe
am Moor.

Schaffen ihr dort ein Begräbnis,
singen bis die Stimme bricht.
Trauernd kehren wir nach Hause,
schnell schwindet das Tageslicht.
Ich kann es nicht ertragen,
ich habe dich verraten
im Moor!

Wie kann ich jetzt damit leben,
kann ich denn noch Ärztin sein?
Wird mir einst diese Schuld vergeben?
Das weiß der Herrgott nur allein.
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