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Gedichte Über Erde - Seite 29


Der Welt(t)raum

Der Weltraum, unendliche Weiten.
Wir schreiben das Jahr 2025.
Dies sind meine Abenteuer beim Gleiten...
vielleicht bin ich längst wahnsinnig ...

Ich will neue Welten erforschen, entdecken,
neues Leben und neue Zivilisationen.
In meinem blauen Boot mich verstecken,
vor diesen ständigen Halluzinationen.

Mein Boot ist mehr ein kleines Raumschiff,
das in den schwarzen Gewässern treibt,
auf dunkler Materie um jedes Traumriff
streift es ankerlos durch die Unendlichkeit.

Ich bin die Crew und auch ihr Kapitän,
mit unzähligen Gefährten um mich herum.
Die Kälte des tiefen Ozeans voller Sternen,
wir grüßen uns vorwiegend stumm.

Manchmal schweben wir durch Nebeln,
aufgeladene Wolken voll von dieser Energie,
so entstand auch das Sonnensystem eben,
mit einigen Planeten in Orbitsymmetrie.

Und weiter geht es die Milchstraße hinunter,
tauchen direkt ein in die nächste Galaxie.
Mit Blitzgeschwindigkeit wirds gleich munter,
den Ereignishorizont verlassen wir sonst nie.

Hallo Crew, hier spricht ihr Kapitän an Bord!
Das nächste Abenteuer steht uns bevor.
Diese Sternennacht schleicht sich bald fort...
ein neuer Tag wartet schon hinterm Traumtor.

Die Sensoren zeigen einige Anomalien,
alles außerhalb der normalen Parameter!
Die Umweltbedingungen sind bald dahin,
diese Welt vergeht eher früher als später...

Doch es bleibt gerade noch genug Zeit,
um unsere Vorräte endlich aufzufüllen.
Dann schnell weiter in die Unendlichkeit,
das Formular kann ich unterwegs zerknüllen.

© meteor 2025
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Gedankenübernachtung

es ist schon oft richtig verrückt
vorallem, wenn mich was bedrückt
starre ich einfach vor mich hin
obwohl ich bewegt bin, in mir drin

um mich herum die Zeit verrinnt
ich sitze immer noch im selben Raum
doch der dreht sich im Uhrzeigersinn
um die Erdachse, das spürt man kaum

die Erde selber dreht sich um die Sonne
einmal im Jahr umkreist sie ihren Stern
was wäre die Milchstraße nur so ohne
eine Lücke würde sie sicher sehr stören

wieso startet ein neuer Tag am Morgen?
nur weil nachts das Sonnenlicht fehlt?
das Leben hält sich nachts verborgen
manche haben sich ein Nachtleben erwählt

mein Schlafrhythmus hängt ab von Gedanken
tagsüber verdrängen sie übliche Dinge
die meistens auch ohne mich stattfanden
nachts erheben sie sich in mir wie Rasierklingen

sie schneiden sich in meine Gehirnwelten
springen in meine Träume, platzen hinein
ich höre, wie sie in ihnen davonschnellen
ich jage ihnen hinterher, bin mit ihnen allein

sie lockten mich in einen Hinterhalt
umkreisen mich von allen Seiten
zwischen ihnen bleibt kein kleiner Spalt
beobachte, wie sie um mich streiten

der Sieger tritt hervor und fordert mich
zwingt mich im Dunkeln ins Rampenlicht
umschlingt mich mit sich augenblicklich
ich begreife ihn als er ergreift mein Ich

ergriffen blitzt es in mir durch die Nacht
als der nächste Gedanke in mir erwacht
eben noch im Blitzlichtgewitter
zerrt er mich hinter ein Fragengitter

über mich ergeht ein Hagel aus Fragezeichen
ich ringe nach Antworten im Nichts
diese Fragen wollen einfach nicht weichen
ich schreie im Schlaf mit stummen Gesicht

angekettet an den bohrenden Fragenstäben
fühle ich mich gepeinigt in mir schwebend
ein Geräusch von außen eilt mir herbei
aus meinem Verließ ließ man mich endlich frei

verschwommen im Blick starr ich auf die Uhr
in LED Strichen chiffriert steht was von zwei
dreh mich auf die andere Seite meiner Statur
außen fällt der Vorhang, innen wartet Nr. 3 ...

© meteor 2025
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