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Gedichte über Energie - & Seelenvolles - Seite 723


Strandblicke

Einen Adler auf der Schulter. Einen
Löwen an der Seite. Einen Blitz im
Herz. Einen Donner im Denken. Für
die Tage mit Klarheit. Ich bin der
Sieger. Ich bin der König. Ich bin
der Herrscher. Wenn die Bettler
eine Hilfe brauchen. Wenn die
Armen eine Rettung wollen. Wenn
die Einsamen keine Liebe finden.
Wenn die Wahrheit zu verlieren
scheint! Und der Mensch seinen
Glauben verliert!

Eine Sonne in den Worten. Einen
Stern in der Seele. Eine Idee im
Herz. Ein Lied im Reisen. Für die
Zeit mit Licht. Ich bin der Künstler.
Ich bin der Kämpfer. Ich bin der
Gott. Wenn die Kranken eine
Rettung wollen. Wenn die
Schwachen keinen Frieden sehen.
Wenn die Fremden keine Kraft
finden. Wenn die Sprache zu
verlieren scheint. Und der Mensch
seinen Willen vergisst!

Einen Clown in den Schritten.
Einen Zauberer in der Phantasie.
Einen Kuss im Gebet. Ein Lächeln
im Blick. Für die Reise mit Engeln.
Ich bin der Jongleur. Ich bin der
Tänzer. Ich bin der Sänger. Wenn
die Krieger einen Frieden wollen.
Wenn die Denker keine Vernunft
finden. Wenn die Mächtigen keine
Grenzen sehen. Wen die Wege
keine Ziele haben. Und der
Mensch seine Stärken verliert!

Einen Platz am Fenster. Einen Sitz
in der Ecke. Eine Frage mit Stille.
Ein Wand mit Rätseln. Für das
Leben mit Glück. Ich bin der
Träumer. Ich bin der Clown. Ich
bin die Liebe. Wenn die Wahrheit
nur Blumen zeigt. Wenn die Macht
mit Sternen redet. Wenn die Zeit
nur Lieder singt. Wenn der Himmel
seinen Garten öffnet. Und Gott
das Leben zeigt. Und der Mensch
seine Schätze findet. Und Du mein
Freund sein willst!

(C)Klaus Lutz

PS. Am21.3.2023 um 17:40 Uhr
die copyrights gesichert!
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Die Sonne

Schwarz ist die Nacht,
finster die Stunde.
Erst als die Sonne erwacht,
bringt sie Licht in die Runde.

Das Schwarz wird zu Blau,
ein Streif färbt sich rot,
aus Herz und Augen ich schau,
sitz hier bei Kaffee und Brot.

Die Vögel, sie singen,
sie zwitschern und pfeifen,
mit Tönen sie ringen,
ihr werbendes Tun lässt sich unschwer begreifen.

Strahlend, ja, gleißend und hell,
als die Sonne erscheint,
verschwinden die dunklen Farben recht schnell,
werden zu gelbem, wärmendem Lichte vereint.

Die Schatten noch lang,
erscheint in den klaren Tautropfen im Gras,
neben der Lerche Gesang,
die Sonne wie im glitzernden Glas.

Das Taggestirn hebt sich dann schnell hoch in den Himmel empor,
da wirkt es bald schon heiß, stechend und klein.
Die Kühle der Schatten sich längst schon verlor,
in der Hitze des Tages will sie nicht länger sein.

Untätigkeit breitet sich nicht nur unter uns Menschen aus,
die flirrende Sonnenglut macht uns müde und trotzdem beschwingt.
Die Fensterläden geschlossen, gehen wir nicht aus dem Haus,
des Sommers Wollust hat unsere Herzen mit einem Luftzug umringt.

Der Augen Sicht durch Schlieren in der Luft gebrochen,
spiegelt die Hitze den Horizont über dem Asphalt,
so geht es nun schon seit ein paar Wochen,
wir sind Opfer des sonnigen Sommers Gewalt.

Später am Tag, der Mittag schon ewig vorbei,
frischt der Wind auf, eine Brise rauscht durchs beblätterte Geäst.
Es türmen sich Wolken hoch in des blauen Himmels Einerlei,
blitzend, donnernd wird der Boden mit ein paar Regentropfen benässt.

Noch erhitzte, staubig schwere und pollenschwangere, feuchte Luft,
umfängt uns, ja, benebelt unsere Sinne.
Durchsetzt mit betörend süßem, sonnengelbem, rotem und blauem Blütenduft
frischt sie auf und macht sie stumm, die Klagelaute unserer inneren Stimme.

Bald danach die Sonne sich in Milde dem Horizont anschmiegt,
ihn dann unterfängt,
die Welt in sanfter Ruhe sich für Minuten tief ins Blaue biegt,
ja, zur Blauen Stunde längt.
Die Vögel heben erneut an in ihrem Gesang,
sie loben den Abend,
der sonnenbeschienene Mond sich leis‘ ins funkelnde Firmament hoch hängt,
in seinem Drang,
uns durch milde Kühle labend.

Es kehrt die Nacht ein, die nicht gar so finster, mit den vielen hellen Sternen.
Nahezu alle davon sind Sonnen, von deren Königin wir Menschen doch allzu gerne schwärmen …

© Auris Caeli
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Geheimnis im Wind

(Der Sterne Staub, der Sonne Wind …)

Ich
Ich weiß
Ich weiß nicht
Nicht ganz genau
Ein Blatt, nicht grün, nicht rot, schon gar nicht grau

Von wo es kam, ich sah es nicht
Es war recht dunkel, es gab nicht viel Licht

Vom Himmel ist es gefallen
Vom Aste eines Baumes
Es ist des schönste Blatt von allen!
Wie sollt es anders sein, im Reiche meines Traumes …

In Glanz und Schimmer
Voll Farbe strahlt es hell
Es atmet! Du glaubst es nimmer…
Entrollt sich dann erstaunlich schnell

Es hebt sich, senkt sich
Bedeckt mit weißem Flaum
Grünlich, gelblich
Lindgrün, trägt es einen gezackten Saum

Eine große Ader strebt vom Stiel zu des Blattes Spitze hin
Linealisch gerade in des Blattes Mitte drin
Die Ader verzweigt sich von dort auf des gesamten Blattes Breite
Sozusagen auf des Blattes Spreite

Die ausgesandten Äderchen treffen jedoch nicht am Rand des Blattes ein
Die Strahlenkraft der großen Ader war dazu wohl etwas klein
So haben sie sich die Äderchen kurz davor zum Kreis geschlossen
Noch während das Blatt aus schierem Nichts herausgeschossen

Ein paar Tröpfchen Tau
Des Waldes Stille
Des Himmels Blau
Des Malers Wille …

Ein paar Sonnenstrahlen
Eine Impression, die dunstig weißen langen, gespreizten spitzen Fingern gleicht
Der Dichter muss wort- und sinngewaltig prahlen
Mit dem, was für die Natur so federleicht

Zuletzt umfängt das Blatt die Nacht
Die für des Tages Ruh gemacht
Von wo es kam, ich sah es nicht
Beim sanften, kühlen Sternenlicht …

Schwebt und fliegt so in den nächsten Morgen ein
Ich schenk es dir! Dir ganz allein!


Caeli
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