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Gedichte über Energie - & Seelenvolles - Seite 336


Der Hafen

Ich stehe in einer Ecke. Und sehe mich so im
Rollstuhl sitzen. Und denke so über den Tag
nach: „Über Post! Und Freunde! Und Gespräche!“
Und sehe den Himmel unter dem ich lebe. An
der Wand den Tisch! Mein Land der Sicherheit!
Davor der Stuhl! Mein Land der Hoffnung! An
der anderen Wand der Schrank! Mein Land der
Reichtum! Und in der Mitte des Raumes, das
Bett! Mein Land der Traum!“ Und ich sehe so
klar. Die Welt unter meinem Himmel. Und wie
ich sie ausfülle. Mit all den Abenteuern in
meinem Kopf. Und Blicke aus dem Fenster, mit
denen ich verreise!

Ich stehe in einer Ecke. Und sehe mich so im
Rollstuhl sitzen. Und denke so über dieses Leben
nach. Und sehe mir so den Himmel an. Unter dem
ich, all meine Zeit verbringe. Mit Postern an der
Wand. Mein Land das Erkennen. Mit Notizen auf
dem Tisch. Mein Land das Verstehen. Mit Büchern
im Regal. Mein Land das Leben. Mit Tabletten
in der Schublade. Mein Land die Wahrheit. Und
ich sehe so klar. Die Welt unter meinem Himmel.
Und wie ich sie nehme. Mit all der Phantasie in
meinem Kopf. Die mir Flügel verleiht. Und meinem
Himmel alle Farben gibt!

Ich stehe in der Ecke. Und sehe mich so im
Rollstuhl sitzen. Es sind nicht mehr die
Erinnerungen die mich beschäftigen: "Strände
an denen ich Erwache! Weltenbummler mit
allem Wissen! Landschaften die meine Sprache
sprechen! Ich bin so angekommen: "Im Hier und
Jetzt!" Unter meinem Himmel. Und der Welt unter
Ihm. Mit all dem was ich da besitze. Ich male
aus jeder Sekunde, einen Stern an diesen Himmel.
Ich schreibe aus jedem Tag einen helle Welt unter
diesem Himmel. Und ich weiß Es: „Das Größte
was es im Universum gibt! Ist die Welt unter
meinem Himmel!“

Klaus Lutz
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Der Schritt

Es war so ein Tag. Ich dachte über Menschen
nach die ich hasse. Und ob ich sie ermorden
könnte. Ich dachte darüber nach wie Pleite
ich bin. Und ob ich einen Bankraub ausüben
könnte. Ich dachte über die Wahrheit nach.
Und ob ich mit der Lüge nicht einfacher lebe!
Es war so ein Tag. Ich war auf der anderen
Seite. Nur ein Schritt von mir entfernt. Und
ich finde Mord. Und ich finde Verbrechen.
Und ich finde Lügen. Nur ein Schritt von mir
entfernt ist alles verloren. Nur ein Schritt von
mir entfernt tobt der Krieg.

Es war so ein Tag. Ich dachte über Pläne nach.
Und ob ich alles zerstören könnte wenn nichts
funktioniert! Ich dachte über meine Ansichten
nach. Und ob ich Menschen schaden könnte,
die anders denken. Ich dachte über Wissen nach.
Und ob ich Menschen damit unterdrücken
könnte. Es war so ein Tag. Ich war auf der
anderen Seite. Nur einen Schritt von mir
entfernt. Und ich finde Zerstörung. Und ich
finde Intoleranz. Und ich finde Unterdrückung.
Nur einen Schritt von mir entfernt, ist alles
verloren. Nur einen Schritt von mir entfernt
tobt der Krieg!

Es war so ein Tag. Ich liege auf dem Bett.
Und auf der einen Seite der Wand sehe ich
Fotos: „Mit Freunden! Mit Festen! Mit
Reisen! Mit Lachen!“ Und ich erinnere mich
an Diskussionen. Und ich erinnere mich an
Besuche. Und an gute Zeiten. Aber auf der
anderen Seite der Wand, ist alles leer. Und
ich überlege, wie ich sie fülle. Soll ich einen
Schritt gehen. Und einen Kuss auf sie malen.
Und Blumen! Und Licht! Und Träume! Soll
ich das Beste aus der anderen Seite machen.
Mit all Ihrer Leere. Oder soll ich sie dem
Krieg überlassen!

Klaus Lutz
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