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Gedichte über Drogen - Seite 6


Nichts sehen, aber verstehen

Seht ihr dort den Jungen stehen,
er ist gehandicapt, er kann nichts sehen.
Angeblich als der Liebe Kind,
er sich auf der Erde befind‘.
Doch seine Eltern haschten wohl
und tranken sehr viel Alkohol.

Die große Menge dieser Chemie
veränderte des Ungeborenen Biologie.
Bereits bei der Geburt stellte man fest,
das Augenlicht ist nur ein Rest.
Er wuchs auf bei den Verwandten,
die ihn ihren „Liebling „ nannten.

Er spürte Wärme und Menschlichkeit,
auch unsere Hilfsbereitschaft zu jeder Zeit.
Was andere mit oder ohne Brille sah’n.
konnte er nur fühlen, hören und erahn‘.
Er ging stets die gleichen Strecken,
mit seinem Freund dem weißen Stecken.

Damit fand er Hindernisse und Straßenkanten,
weshalb wir ihn auch „Gullylatscher“ nannten.
Das war aber nicht böse gemeint,
im Gegenteil, es hat uns vereint.
Er zeigte uns wie im Dunkeln man
sich trotzdem orientieren kann.

Bei der Begrüßung seine Finger hasten
und sein Gegenüber leicht abtasten.
Da braucht man nicht zu erschrecken,
Nase und Lippen den Rest entdecken.
Beim Begrüßungskuss hat er entdeckt,
wonach jeder Einzelne schmeckt.

Und er lehrte uns zu hören,
wenn auch laute Geräusche stören.
Vieles haben wir nicht einmal gesehen,
doch er ließ den Kopf uns danach drehen.
Ob die Sonne wärmt, der Wind uns kühlt,
er vorher schon das Wetter fühlt.

Er arbeitete lange Zeit als Telefonist
mit Technik, die sehr selten ist.
Ein Glühlampenschrank war umgebaut,
bei Anruf nur ein Stiftchen schaut.
Modernste Elektronik jetzt auftaucht,
doch niemand mehr Telefonisten braucht.

Sehe ich nun wie er tastend stakt,
hake ich ihn unter ganz ungefragt.
So kann er auf Erholung machen
und wir quatschen über neuste Sachen.
Als Dritten in unserem langjährigen Bund
wünscht er sich nur noch einen Hund.

07.02.2019 © Wolf-Rüdiger Guthmann
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Alkohol

er soll oft der Heilsbringer sein
wenn der Mensch fühlt sich auf der Welt allein

Gemütlichkeit und Geselligkeit werden audh damit vebunden
wenn Menschen zusammen sitzen in großen oder kleinen Runden

Grillfest,Party oder Festlichkeit jeder Art
übeall ist der Alkohol mit am Start

Fröhlich,Frei,Hemmungslos und Ungeniert
all die Gefühle der Alkohlgenuss uns generiert.

er ist gesellschaftlich absolut anerkannt
und wird daher nirgendwo wirklich verbannt

doch sollte man auch nicht vergessen
das dadurch auch viele ihre Kräfte messen

Er bringt dir Gefühle und lässt dich Dinge machen
wo dir nüchtern niemals passieren würden solche Sachen

Er vernebelt den Verstand
daher sind so viele ausser Rand und band

das viele schlagen,pöbeln und töten manchmal sogar Menschen ohne Grund
nur weil zu viel Alkohol ist geronnen durch ihren Schlund

sie gefahrden andere durch seinen Genuss
egal ob auf der Strasse,in der Luft oder auf dem Fluss

Polizei und Rettungskräfte müssen oft nur kommen
weil wieder einer hat zu viel davon zu sich genommen.

Es werden Straftaten begangen wenn man ihn hat genossen
gestohlen,betrogen oder es ist sogar Blut geflossen

Einen Freifahrtschein hat aber die Gesellschaft auch dafür
denn die Justiz hält dafür auch offen eine Tür

Verminderte Schuldfahigkeit nennt man das
wenn einer eine Straftat begangen hat weil er zu tief geschaut hat ins Glas

er bekommt nicht die Strafe die er bekommen sollte
weil man ihm unterstellt das er das was er tat so gar nicht wollte.

Nun sollte man sich überlegen ob der Alkohol ist gut
oder meist nicht nur schlechtes bringen tut.

Aber egal wie du es sehen magst,fakt ist,er ist niemals gerecht
denn dem einen geht es gut dem anderen sehr schlecht.

Drum bleibe ich lieber nüchtern
auch wenn ich dabei erscheine als eher schüchtern.

bin aber Klar bei Verstand und in Herzen
und bereite damit niemandem unnötige Schmerzen.


© Tommy S
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