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Gedichte über Drogen - Seite 3


Schneekugel

Sekunden rauchen Zigaretten,
Schatten tanzen unter'm Dach.
Reglos starre ich nach oben
durch den Nebel, übersatt
von der Welt die aus der Glotze
in das Zimmer explodiert.
Glamour, Geilheit, Katastrophen,
alles lässt mich unberührt.
Liege hier durch kalte Stunden,
kein Gefühl, klebe am Boden,
guter Rat ist mir egal, wie oft
habt ihr euch selbst belogen.
Leere Flaschen rollen,
die nächste ist schon aufgemacht.
Erzähl' mir einen wirklich guten Witz -
und welche Wochennacht
ist heute?...Wer seid ihr, Leute?...

Die Tür lässt laut Fremde herein,
Gesichter dünn verschwommen.
Sterne fall'n vom Himmel,
bin auf Horror-Trip gekommen.
Geisterhaft tanzt alles um mich
schnell und immer schneller steigt
der Rhytmus bitterer Schauer -
wo find' ich Geborgenheit?
Dadada dada dada - dunkle Schatten warten...
dadada dada dada - und immer weiter atmen...
muss endlich wieder runterkommen,
warte auf den neuen Tag...
wie lange? - Meine Winterzeit
wird dieses Mal vieleicht zu hart
für mein Herz...mein warmer Schmerz...

Ich bin in meiner Welt
wie in einer Schneekugel
die immer schneller fällt,
doch wie sie aufschlägt
das alleine zählt,
nur das alleine zählt.

Die Uhr läuft doch die Dinge laufen
irgendwie so gar nicht rund,
seh' mich wie im Zerrspiegel
mit roten Augen brennend wund
und fühl' mich wie ein Zirkusclown
bei dem ihr furchtbar lacht.
Tränen fallen lautlos.
Fortgespült in mondlichtlose Nacht
schrei ich stumm, unten ist oben,
alles in mir abgedreht.
Niemand da. Ein weißes Tuch
wird über mein Gesicht gelegt.
In der Stille steht ein Junge
der ich einstmals war,
und er fragt mich - Hör' mal Alter,
wirklich alles klar
mit Dir?...Was machst Du hier?...
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