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Gedichte über den Charakter - Seite 3


Einmal noch Kind sein

Sei wie ein Kind,

tanze im Wind,

lache und singe,

tanze und springe.



Sei wie ein Kind,

so frei wie der Wind,

ganz ohne Sorgen,

vergiss doch das morgen.



Sei wie ein Kind gedankenverloren,

und fühle dich wie neu geboren,

handle ohne groß zu denken,

lasse dich von Fantasien lenken.



Sei wie ein Kind, hör auf zu verstehen,

sei wie ein Kind, beginne neue Wege zu gehen,

sei wie ein Kind, freue dich an den kleinen Dingen,

sei wie ein Kind und gleite auf des Windes Schwingen.





sei wie die Kinder, denen Träume noch zählen,

sei wie die Kinder, die noch mit dem Herzen wählen,

sei wie die Kinder, es gibt kein Nein,

sei wie die Kinder und lerne dir selbst zu verzein.



Sieh das Leben als ein Spiel,

Träume weisen dir dein Ziel,

lerne wieder Kind zu sein,

denn Kinder kennen kein Nein!



Was du dir wünschst kannst du erreichen,

du bist der Schaffner und stellst die Weichen,

Belehrungen und Ängste vergehen im Wind,

solange du denkst wie ein Kind.



Einmal noch Kind sein,

das wäre fein,

einmal noch träumen,

und nichts vom Leben versäumen.









Ein kleines Kind steckt auch in dir,

ein kleines Kind steckt auch in mir,

es schläft bis du es weckst,

und die Welt neu entdeckst.



Sieh die Welt mit den Augen der Kinder,

nicht wie ein Erwachsener – ein Blinder,

Erwachsene könne die Schönheit nicht sehen,

denn sie sehen nur, was sie verstehen.



Sie die Welt mit neuen Augen,

mit denen der Kinder, die noch glauben,

sieh was zuvor im Verborgenen lag,

genieße von neuem, Tag für Tag!



Einmal noch Kind sein und ohne Sorgen,

ohne Gedanken an heute und morgen,

einmal noch Kind sein und einfach nur träumen,

einmal noch Kind sein und nichts mehr versäumen.









Einmal noch Kind sein und einfach vergessen,

weder Reichtum noch Wohlstand messen,

einmal noch Kind sein, sich von Träumen leite lassen,

große Entscheidungen voll Mut mit dem Herzen fassen!



© Laura-Jane Simon
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Testamentseröffnung

Onkel Otto ist gestorben,
alle machen sich nun Sorgen,
ob der gute alte Mann,
ihnen was vererben kann.

Der Notar hat sie geladen,
und nun will er ihnen sagen,
was der Onkel hinterlassen wollte,
bevor er sich von dannen trollte.

Es versammeln sich die Lieben,
hoffen doch etwas zu kriegen,
alle sind sehr angespannt,
Nerven liegen völlig blank.

Jeder sieht mal in die Runde,
sie erwarten gute Kunde,
schau sind die uns auch bekannt,
vielleicht sind sie mit uns verwandt?

Ja, natürlich, es ist nicht zu fassen,
können die's den niemals lassen,
die haben sich doch gekümmert nie,
immer rumgestänkert, haben sie.

Schau mal da die Tante Grete,
diese dicke, fette, alte Kröte,
warum soll die auch was erben,
muss ja sowieso bald sterben.

Da, der Sohnemann der Stenz,
machte sich ein‘ schönen Lenz,
hat sein Leben nur vertan,
schaut nun was er Erben kann.

Doch nun wollen wir mal sehen,
wem er nun wollt‘ etwas geben,
hoffentlich hat er‘s gut gemacht,
vor allem auch an uns gedacht?
Wenn wir uns nicht sehr beeilen,
gehen wir leer aus, beim Verteilen,
wollt‘ er jedem was vererben,
bleiben uns zuletzt nur Scherben.

Herr und Meister Donnerwetter,
jetzt kommt auch noch sein Vetter,
wenn das Schleichen weitergeht,
haben wir ihn umsonst gepflegt.

Aber jetzt geht’s los, pass doch mal auf,
war er am Ende doch gut drauf?
Nein - er hat, den Krempel über Nacht,
unsrer heiligen Kirch‘ vermacht.

Die da nach dem Mammon strebten,
nun am Ende leer ausgehen,
drohen nun mit Gerichtsbarkeit,
und schon geht er los, der Streit.

Der Notar kommt nun zu Ende,
Ringt verzweifelt seine Hände,
wollt‘ seinen Wunsch nicht akzeptieren,
werdet Euch nur schwer blamieren.

Rei©Men
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Der Alte

Wir haben noch Frost,
ich laufe zur Post,
der Weg ist recht schmal,
aber ich hab keine Wahl.

Links trag ich die Walking Stöcke,
in der Rechten Briefe und Säcke,
es ist glatt, ich könnte fallen an der Ecke,
aber es ist nur noch eine kurze Strecke.

Weihnachtbäume am Wege stehen,
hindern mich am schnellen Gehen,
es sind aber nur noch ein paar Meter,
plötzlich, hinter mir kreischend Gezeter.

Geht’s nicht schneller, eine Mutter mit Kind,
ruft's hinter mir geschwind, geschwind.
Die Straße gehört allen, so wie ich meine,
sag ich, ich hab keine schnelleren Beine,

Ich solle aufpassen, was, nur ich alleine?
Mit meinen spitzen Stöcken auf das Kind,
den Hund, den Wagen und die Hundeleine,
im Laufschritt schrammt sie vorbei geschwind.

Wenn sie sich Sorgen machen um ihr Kind,
halten sie Abstand bis sie vorbei gehen können,
ziemlich frech von ihnen, und wer immer sie sind,
alten Leuten sollten sie mehr Aufmerksamkeit gönnen.

Sie hielt inne, nur einen Moment,
dann blockiert sie die Tür und drängt,
und schon stehe ich im Kalten,
mit mir kann man`s ja machen, dem Alten.

Warum nur frag ich mich? Da fällt es mir ein,
es muss die Post in meiner Rechten gewesen sein,
ja, die sah sie und stürmte hinein,
drängt sich vor mir in die Schlange rein.


Kaum nur, dass sie nun drinnen ist,
geht er schon weiter, der Zwist,
ich lege schweigend die Post in den Korb,
verlasse heimwärts gehend den Ort.

Erzähl zu Haus meiner Frau davon:
`Die war wohl schon in Weihnachtsaktion,
was soll man da sagen, was davon halten,
mit dir kann man`s ja machen, dem Alten´.

Rei©Men
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