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Gedichte Über Arroganz - Seite 18


Die Demokratie des Sterbens (Song/Remake)

[Strophe 1]
Vor der Rente sollen wir sterben,
nur in einem schlichten Sarg.
Ohne Ehre, ohne Würde,
denn so was zahlt nicht Vater Staat.
Nur Staates Diener sterben voller Ehre,
da zahlt der Staat ohne Gezerre.
Ein großer Stein, ein glänzend Sarg,
ein Meer von Blumen und von Kränzen.
Die Gäste viel, die Reden lang,
denn prunkvoll muss es für sie sein.
Nur Arme sterben ganz allein.

[Chore]
Vor der Rente sollen wir sterben,
ohne Würde, ohne Sarg aus Stein.
Nur Staates Diener sterben voller Ehre —
doch Arme sterben ganz allein.
Ein Meer von Kränzen für die Herren,
für uns nur Stille, kalt und klein.
Nur Staates Diener sterben voller Ehre —
doch Arme sterben ganz allein.

[Strophe 2]
Ein schlichter Sarg, kein großes Zeichen,
kein letzter Gruß, kein stiller Klang.
Nur Staates Diener kriegen Würde,
ihr Abschied prunkvoll, laut und lang.
Wir aber gehen ohne Worte,
kein Kranz, kein Stein, kein letzter Schein.
Nur Staates Diener sterben voller Ehre —
doch Arme sterben ganz allein.

[Chore]
Vor der Rente sollen wir sterben,
ohne Würde, ohne Sarg aus Stein.
Nur Staates Diener sterben voller Ehre —
doch Arme sterben ganz allein.
Ein Meer von Kränzen für die Herren,
für uns nur Stille, kalt und klein.
Nur Staates Diener sterben voller Ehre —
doch Arme sterben ganz allein.

[Outro]
Ein großer Stein, ein glänzend Sarg,
ein Meer von Blumen, hell und rein.
Doch was wir kriegen, bleibt nur Schweigen —
und Arme sterben ganz allein.

[Final-Chore]
Tausende Armutsgräber ohne Namen,
Steuern gezahlt für Regierungsgehälter.
Fette Diäten in ihre Rachen gestopft,
in Armut leben, in Armut sterben —
das ist Demokratie, verlogen und ohne Dank.
In Armut leben, in Armut sterben,
Danke Demokratie, unser Vaterland.
(Demokratie, verlogen und ohne Dank)
(Demokratie, verlogen und ohne Dank)

© Horst Bulla
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Warum stirbst du endlich nicht? (Song/Remake)

[Strophe 1]
Morsch sind deine alten Knochen,
von der Arbeit fast zerbrochen.
Ach du armer Wicht —
warum stirbst du endlich nicht?
Essen‑Tafeln, Kleiderkammern,
1‑Euro‑Jobs und unbezahlte Praktika,
alles ist doch „für dich da“.
Ach du armer Wicht —
warum stirbst du endlich nicht?

[Strophe 2]
Tust auf deine Rechte pochen,
erst Hartz‑4 und Mindestlohn,
dann noch dreist auf Rente hoffen.
Armutsrente reicht dir nicht?
Ach du armer Wicht —
warum stirbst du endlich nicht?
Was hast du denn noch zu klagen,
willst auch was vom Reichtum haben,
dich an unsre Tische laben?
Vielleicht noch unsers Gleichen sein?
Nein — wir lassen dich nicht rein!
Ach du armer Wicht —
warum stirbst du endlich nicht?

[Bridge]
Bin ich auch ein armer Wicht,
doch der Tod kriegt mich noch nicht.
Soll er erst die „Oben“ holen,
die mein Tod schon längst befohlen.
Per Gesetz die Rente rauf —
arme Wichte gehen drauf!

[Chorus]
Ach du armer Wicht,
warum stirbst du endlich nicht?
So klingt’s von oben, kalt und schlicht,
doch ich brech’ nicht.
Nein, — ich breche nicht!

[Final-Chorus]
Ach du armer Wicht,
warum stirbst du endlich nicht?
Nein, ich brech’ nicht —
ich bleibe aufrecht stehn.
Will euren Untergang noch sehn!

Das Volk, es wird euch alle jagen
aus euren goldenen Palästen.
Gerechtigkeit, werden wir erfahren
nach langer Trauer, Wut und Hass!
Und jubelnd werden wir dann singen:
Der Mensch, — wird endlich wieder Mensch!
(Wieder Mensch)
(Wieder Mensch)
Der Mensch, — wird endlich wieder Mensch!
(Wieder Mensch)
(Wieder Mensch)

© Horst Bulla
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Meine Rechte* gegen eure Rechte

Ich reiche euch nicht die Hand,
ich gebe euch meine Rechte,
viel lieber bleibe ich ein Terror-Land,
im Kampf gegen Satan und alles Schlechte.
Eher lasse ich die meinen bluten,
als lasse ich ab von falsch ausgelegter Schrift.
Die Zeit verbirgt's und dreht's zum Guten,
solange es den Gottlosen trifft.
Mann entscheidet, das ist kein Rechtschreibfehler, nein,
sondern mancherorts mittelalterliche Mentalität.
Wie lange wird das in der Zivilisierten Welt wohl ein Thema sein,
dass ein solches Unrecht nicht lange besteht?
Doch spricht aus meinen Mund nur alles Boß',
der Gedanke der westlichen Welt, den man uns eingepflanzt.
scheinbar ist's des mächtigen Herrschers Los,
dass er sich starrsinnig in überholte Prinzipien verschanzt.
Und lieber auf den Aufsässigen schießt,
auf den von Westen Kontrollierten, auf Gottes Feind,
manchmal ist es, laut ihnen, notwendig, dass man Blut vergießt,
"Du sollst nicht töten...", ganz offensichtlich nicht ernst gemeint...
Das Haupt in Stofffetzen versteckt,
die Frau in Klischees der 1920er Jahre,
wenn Meinungsfreiheit und kritische Auseinandersetzung auf den Straßen verreckt,
wie ich aus Medien nur erfahre.
Da wünschte ich mir, die Dummheit würd' der Erkenntnis weichen,
auf dass der Mensch ein neues Zeitalter brächte,
doch anstatt zuzuhören, die Hände einander zu reichen,
nehmen Sie ihnen einfach noch mehr Rechte.

N.Fender

*"Meine Rechte..." im Titel ist sinnbildlich für die Rechte Faust. Es beschreibt das autoritäre schreckliche Vorgehen einiger Staaten gegen ihr eigenes Volk
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