Profil von Max Vödisch

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Registriert seit dem: 10.10.2012
Geburtsdatum: * 16.03.1956

Pinnwand


Meine Gedichte wurden als Buch mit dem Titel "Inmitten der Gesellschaft" 2013 vom Verlag united p.c. ISBN: 978-3-85040-941-4 veröffentlicht.

Als Leseprobe habe ich die Texte von "Gebrauchsgegenstand" und "Arbeitslosigkeit macht krank" auch auf meiner Homepage.

Bezugsquellen dieses Buches siehe:
http://maxvoedisch.jimdo.com/bezugsquellen-buch-erhältlich-bei/

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http://maxvoedisch.jimdo.com/

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Anzahl Gedichte: 207
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Titel
207 Abschied von den Zeilen 12.03.26
Vorschautext:
Ich sage leise: Leb wohl,
und meine Seele wird frei.
Die Worte waren Lebenssinn
und gaben mir, was ich selbst bin.

Ich schrieb vom Frieden in der Welt,
wenn Dunkel sie gefangen hält,
von Drogen, die den Menschen fällen,
von Alkohol, der viele Seelen quält.

Ich schrieb vom Werk, vom Arbeitsgang,
vom frühen Start, vom späten Gehen,
...
206 Echo im Nebel 12.03.26
Vorschautext:
Der Heimweg führt durch grauen Dunst,
das Schweigen wird zur kalten Kunst.
Kein Reim, der stützt, kein Takt, der hält,
ein Riss geht durch den Rest der Welt.

Die Logik mahlt den Sinn zu Staub,
das Herz für jeden Funken taub.
In diesem Nichts, das uns umfängt,
ist jeder Schritt ein Schritt, der kränkt.

Gemeinsam einsam, Hand in Hand
durch tief verbranntes Niemandsland,
...
205 Das älteste Gesetz 08.03.26
Vorschautext:
Der Stahl ist kalt, die Fahne neu gefärbt,
doch unter jedem Tuch das alte Leid.
Was Väter mühsam uns als Fluch vererbt,
kehrt wieder heim in neu bemalter Zeit.

Die Grenze zieht den Graben durch das Land,
Gehorsam wird als Tugend neu benannt.
Wer auf den Nächsten zeigt und ihn verdammt,
hat nicht das Wort erkannt, das über allem stand.

In tausend Sprachen wurde es geschrieben,
in Marmor, Pergament und in den Sand:
...
204 Bahnhöfe – Gebäude der Wege 07.03.26
Vorschautext:
Bahnhöfe, Hallen vieler Zeiten,
wo Schritte durch die Stunden gleiten.
Ein Dach aus Stein, aus Glas, aus Licht
bewahrt die Wege wie ein stilles Gedicht.

Da stehen Paläste aus Sandstein und Marmor,
mit Bögen und Türmen, mit leuchtendem Tor.
Sie tragen den Stolz vergangener Tage,
als atme die Zeit eine steinerne Sage.

Manche Halle war einst dem Himmel geweiht,
in hohen Gewölben, fern jeglicher Zeit.
...
203 Der Friedensflug der weißen Tauben 05.03.26
Vorschautext:
Ein leiser Flügelschlag im Wind,
der über grauen Mauern weht,
wo Menschen voller Sehnsucht sind
und mancher stumm am Fenster steht.

Dort steigen weiße Tauben auf,
sie tragen Zweige, jung und grün
und nehmen still in ihrem Lauf
den Traum mit, dass die Felder blüh’n.

Sie kreisen über dem mürben Dach,
das fast an dunkler Last zerbricht
...
202 Das Leuchten der Stillen 03.03.26
Vorschautext:
Du stehst im Wind wie ein alter Stamm,
nicht um zu beugen, was um dich bricht.
Dein Herzschlag folgt keinem fremden Bann,
du suchst im Lärm nur das eigene Licht.

Wie Tau auf dem Gras wirkt leise die Kraft,
sie glänzt im Verborgenen, still und rein.
Kein Schwert ist es, das dir Sicherheit schafft,
nur der Mut, in der Härte ganz weich zu sein.

Man deutet die Milde als Schwäche und Not,
wie Türen, die offen für jeden Dieb stehen.
...
201 Der letzte Flug 03.03.26
Vorschautext:
Vieles wurde dir entrissen,
wie Seiten, die im Winde wehen,
doch du willst nichts mehr vermissen –
und bleibst am letzten Fenster stehen.

Ein Traum aus Rauch hebt dich empor,
verspricht dir Frieden, fern der Pflicht,
ein Paradies in weichem Flor –
doch wahre Tiefe trägt er nicht.

Du schwebst davon in dunkler Spur,
Gedanken lösen jeden Schritt,
...
200 Macht der Medien 01.03.26
Vorschautext:
Schlagzeilen schreien schwarz auf weiß,
die Wahrheit friert im Dateneis.
Ein Klick – und schon zerbricht die Welt
im Schein, der uns gefangen hält.

Im Netz vermehrt sich Wort um Wort,
Gerücht wird Richter, Wut zum Hort.
Ein Bild, geschickt und fein verdreht,
verweht die Wirklichkeit, die steht.

Gesichter lächeln glatt und kühl,
verkaufen Angst als Bauchgefühl.
...
199 Der Strom der Jahre 28.02.26
Vorschautext:
Ein Strom von Jahren trug mich fort,
ich nannte Fleiß und Pflicht mein Licht.
Von Seminar zu neuem Ort –
doch wirklich sah man mich wohl nicht.

Mit Fleiß bestand ich jede Prüfung,
die Zeugnisse – fast wie eine Sucht.
Doch fand ich keine echte Berufung,
Anerkennung nie – nur Flucht.

Die Zeugnisse lagen Blatt für Blatt,
mit Siegel, Stempel, wohl bedacht.
...
198 Das Wesen der Fische 25.02.26
Vorschautext:
In tiefen Gewässern, wo Licht sich bricht,
bewahren zwei Seelen ihr eigenes Gesicht.
Sie schwimmen im Kreis, mal hierhin, mal dort,
und finden im Träumerischen ihren Ort.

Einfühlsam erspüren sie fremdes Leid,
empfänglich für Schwingungen fern jeder Zeit.
Doch was sie so gütig und mitfühlend macht,
hat sie oft um klare Entschlüsse gebracht.

Unentschlossen gleiten sie durch die Flut,
weil in beiden Richtungen Wahrheit ruht.
...
197 Die Lektion der Nacht 24.02.26
Vorschautext:
Sie kam daher wie Sommerwind,
im kurzen Kleid, das Funken schlägt.
Ein Lächeln, das dich fast gewinnt,
ein Blick, der tief dein Herz prägt.

Sie tanzt so frei, so leicht, so nah,
ihr Duft legt Glut auf deine Haut.
Du denkst: Vielleicht wird Liebe wahr,
weil deine Sehnsucht an sie glaubt.

Sie lehnt sich an, spielt mit dem Glas,
ihr Lachen rinnt wie edler Wein.
...
196 Die Krähenkönigin 22.02.26
Vorschautext:
Sie kreist im weiten, grauen Rund,
ein Schatten über stillem Land.
Sie braucht nicht jenen bunten Prunk,
der nur im grellen Licht bestand.

Ihr Federkleid, aus Nacht gewebt,
trägt Glanz in tiefem Purpurschein.
Wenn sie den Schwingenschlag erhebt,
steht sie im Frost und Sturm allein.

Wo andre vor dem Winter fliehen,
bleibt sie der Heimat treu bekannt.
...
195 Sonntagmorgen 22.02.26
Vorschautext:
Der Tag beginnt mit falschem Licht,
das grell durch blasse Lider bricht.
Die Zeit steht still im Glas von gestern,
wo sich Staub und Geist verschwestern.

Die Uhr tickt in die leere Luft,
vorbei der Lärm, der nach mir ruft.
Das Atmen fällt im Zimmer schwer,
die Welt da draußen wirkt so leer.

Doch während noch der Nebel zieht
und leise durch das Dunkel sieht,
...
194 Hommage an Dieter Rußler 19.02.26
Vorschautext:
Danke, Dieter — Stimme vor dem Tor,
dein Ruf ging weit und klang im Chor.
Wo Druck entstand und Gefahr sich ballte,
warst du der Ruhepol, der Ordnung entfaltete.

Mit sicherem Blick hast du die Kette geführt,
laut nach vorn und zurück kommandiert.
Wenn Flanken scharf durch den Strafraum zogen,
bist du entschlossen den Bällen entgegengeflogen.

In Helmbrechts’ Kasten, auf kämpferischem Feld,
war dein Name ein Echo, das jeder erzählt.
...
193 Aufbruch aus der Stille 16.02.26
Vorschautext:
Der Stein in deiner müden Brust
war einst so schwer wie dunkle Lust.
Doch weicht er nun dem Licht des Tages,
das still erscheint am Rand des Hanges.

Die Hülle, kalt und einsam, schwer,
zerbricht und gibt die Wege frei.
Sie hält dich nun nicht mehr,
die Zeit der Starre ist vorbei.

Die Schatten, die dich einst umgaben,
erblassen vor der neuen Macht.
...
192 Die versperrte Tür (1968) 14.02.26
Vorschautext:
Ein Sommer in Unruhe, die Welt stand in Brand,
der Prager Frühling erschütterte fern jedes Land.
Er war neunzehn Jahre, ein Talent ohne Maß,
doch in der grauen Kaserne herrschte Befehl – ohne Rast.

Ein Ausgang verboten, die Vorschriften waren klar,
doch Funktionäre drängten: „Das Spiel ist heut’ da.“
Er ging und er spielte, vom Jubel umweht,
kehrte nachts in die Stille, von niemandem erspäht.

Am Morgen die Zeitung, gedruckt schwarz auf weiß,
sein Name in Reihen — der Anfang vom Preis.
...
191 Die Architekten des Glücks 13.02.26
Vorschautext:
Sie saßen am Tisch mit Plan und Strategie,
doch an den Spieler dachten sie nie.
Er war ihr Motor, der Sieg in der Hand,
das Ticket für sie in ein höheres Land.

Den Aufstieg vor Augen, den Ruhm im Visier,
planten sie kühn und großspurig beim Bier.
Dass er ein Angebot aus der Ferne besaß,
war ihren Entwürfen ein bitterer Fraß.

So webten sie Netze aus Druck und aus Pflicht
und gaben dem Jungen kein eigenes Gesicht.
...
190 Kreise der Macht 12.02.26
Vorschautext:
Man sagt, dass Gold stets hell erglänzt
und wahres Glück sich nie begrenzt.
Doch hinter all den stolzen Fassaden
lag früher wie heute derselbe Schaden.

Die Systeme wandeln sich, Namen fliehen,
doch Macht wird weiter Kreise ziehen.
Der Gierige greift nach dem, was er braucht,
während die Ehrlichkeit langsam verraucht.

Es gab schon immer jene Hand,
die Grenzen zog durchs weite Land.
...
189 Die Konstante der Macht 12.02.26
Vorschautext:
Ob auf dem Dorf im tiefen Tal
oder im Saal aus Glas und Stahl,
die Gier trägt viele Masken hier
und bleibt doch stets dasselbe Tier.

Man spricht von Werten, laut und weit,
doch wenn es brennt, herrscht Einsamkeit.
Dann zählen Namen, zählt das Geld
und nicht das Wort, das man noch hält.

Im Glanz der Städte, auf dem Land
sind gleiche Spuren eingebrannt.
...
188 Der vorgezeichnete Pfad 11.02.26
Vorschautext:
Zwischen Hobelbank und Grenzverlauf
hielt dich dein Lebensfaden auf.
Die Werkstatt roch nach Holz und Leim,
als sollte sie dein Schicksal sein.

Die Schule lag im fahlen Grau
und jeder wusste es genau:
Du brauchst kein Wissen, keinen Traum,
nur füge dich dem engen Raum.

Wer dennoch nach dem Warum gefragt,
ward bald schon leise abgesagt.
...