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Gedichte über das Wetter - Seite 7


Novemberabendlyrik

Der erste Sturm zog übers Land,
und hat uns einfach überrannt.
Dachstuhl und gebrannte Ziegel
glaubten wir als festen Riegel
gegen Wind und starken Regen
Dank auch der Versicherung Segen.

Das Wetter war an jenem Tag
so wie es ein jeder mag.
Die Sonne schien noch einmal hell,
doch das änderte sich schnell.
Der Himmel wurde grau und trüber,
Wolken trieben rasch vorüber.

Die letzten Blätter, man glaubte es kaum,
riss der Wind sehr schnell vom Baum.
Sie jagten über Feld und Flur
und vorm Haus in der Rinnsteinspur.
Ich fand das sehr interessant
und deshalb in der Haustür stand.

Da hörte ich es von weitem rauschen
und wollte gern noch weiter lauschen.
Doch der Wind schwoll mächtig an,
erst ein Sturm, dann ward‘ s Orkan.
Die Bäume durch den Luftdruck lebten
darunter erste Autos bebten.

Die Haustür flog mir aus der Hand
und knallte donnernd an die Wand.
Ich packte schnell das alte Stück
und schlug sie zu, zu meinem Glück.
Der Wind, der frei und ungebunden,
hatte im Dach ein Loch gefunden.

Dort hinein stob er mit Macht
und hat erst mal Staub gemacht.
Was auf dem Dachboden stand
lag später zersplittert vor der Wand.
Dann hat er von unten geschoben,
die ersten Dachziegel angehoben.

Scherbelnd ging es klick-klack bumm,
die meisten Ziegel drehten sich um.
Sie rutschten tiefer bis zur Kante,
nebenbei der Zementstaub rannte.
Die Rinne füllte sich nach und nach,
bis schließlich die Halterung brach.

Als würde man das Dach wegschleifen,
hörte man die Masse pfeifen,
bis sie auf die Erde schlug,
dumpf wie der zerbrochene Krug.
Die Dachfirsten kamen wie Geschosse,
rutschten noch über die Gosse.

Es schien als wenn es ewig sei,
doch in Sekunden war‘s vorbei.
Was so mühsam einst bedacht,
war abgedeckt in dunkler Nacht.
Der Sturm zog wer weiß wohin,
zerstörend ohne Zweck und Sinn.

Wir werden’ s in der Zeitung lesen,
jetzt brauchten wir Schippe und Besen.
Die Feuerwehr war alarmiert,
die Sirenen jaulten wie geschmiert.
Irgendwann kamen sie endlich an,
Leitern und Planen und dazu acht Mann.

Trotz Wind und Regen
mussten sie sich auf dem Dach bewegen.
rollten waagerechte Bahnen,
die erst flatterten wie Fahnen.
Doch mit Fluchen und großen Nägeln
verhinderte man weiteres Segeln.

28.11.2017 © W.R.Guthmann
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Summer Feeling

Es wird wieder warm,
der Sommer kündigt sich an,
er verführt uns mit seinem Charme
zieht uns in seinen Bann

lasst uns die Sonne genießen,
sie auf unserer Haut spüren,
dabei zusehen, wie die Blumen sprießen
lassen uns von ihr durch den Sommer führen

im freien campen
unter den Sternen schlafen
durch fremde Städte trampen
gemütlich chillen am Hafen

Täglich unsere Freunde sehen
gemeinsam ziehen wir los
endlich nicht mehr früh aufstehen,
diese Zeit wird grandios!

Lauschen den Grillen beim zirpen
Glühwürmchen erhellen die Nacht
es ist Zeit zum flirten
über uns, leuchtet die Sternennacht

Familientreffen nach langer Zeit
sitzen gemütlich beisammen,
genießen das Gefühl der Heiterkeit
nutzen dieses zum Entspannen

es wird gefeiert und gelacht
haben sehr viel Spaß zusammen
bis weit nach Mitternacht
es ist zu viel Zeit vergangen

früher, als wir noch Kinder waren,
jetzt fange ich auch schon an
nach all den Jahren 
alles, woran ich mich noch erinnern kann

wollten immer nur draußen sein
Verstecken oder fangen spielen
wollten nicht zurück daheim
auch nicht, wenn wir hinfielen

am Lagerfeuer sitzen
schiefe Töne singen
berichten von schlechten Witzen
lassen wir den Abend ausklingen

es ist wieder Zeit für's Meer
Schwimmen, Sandburgen bauen
genießen das sonnige Flair
werden uns ins kalte Wasser trauen

Abends durch die Gegend streifen
mit den Menschen, die ich liebe,
wollen wir nach den Sternen greifen
kopflos, ohne irgendwelche Ziele

Ich fühle mich frei,
genieße meine Unabhängigkeit 
Trübsal blasen ist vorbei
zu Ende ist mein größtes Leid

Endorphine durchfluten meinen Körper
wunschlos glücklich, das bin ich
dafür reichen keine Wörter
fühle mich unsterblich

der  Wind, der durch die Haare weht,
im Wald spazieren gehen
du hast mir den Kopf verdreht,
möchte die schöne Natur ansehen

Melancholie, erfasst mich jedes Mal,
wenn ich an damals denke,
diese Zeit war phänomenal
leider, ist diese nun zu Ende

bald muss ich mich verabschieden,
dann geht alles von vorne los
Trübsal blasen, im Bett liegen
fühle mich dann wieder hoffnungslos

Sommer, ich begehre dich,
bleib doch für immer,
verlassen will ich dich nicht
du bist mein Hoffnungsschimmer

werde immer an dich denken
und an unsere  wunderbare Zeit
muss mich nun ablenken
nicht mehr denken an unsere Vergangenheit



© Lily .N. Hope
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