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Gedichte über das Schicksal - Seite 5




Schicksalslinie

schon vor der Geburt unser Los begann
dank unserer Ahnen wir erst denkbar
die Existenz fing viel früher bereits an
woher wir kommen reichlich unklar

wie wir sind nun in dieser irdischen Form
die Genauswahl von den Eltern festgelegt
bestimmt unser Erscheinungsbild so enorm
was an Möglichkeiten in uns sich regt

was aus den Anlagen wir dann machen
ist uns vermeintlich selbst überlassen
in den Handlinien kodiert bereits Sachen
unseren Weg auf Händen können anfassen

in verschiedenen Linien ist abzulesen
was für Lebenslagen für uns angedacht
wer mal bei einer Wahrsagerin gewesen
das einem Gesagte hat wohl verlacht

als empirische Volkswissenschaft verlacht
zutreffende Vorhersagen nicht verwundern
jahrtausendes Pattern Matching beachtet
die Kunst der Handleserei kann bewundern

spannend wäre doch zu erfahren
ob in Schicksalslinien auch ist eingenäht
was einem in all den Social Mediajahren
noch so an Überraschung bevorsteht

zigmal haben sich Schickalslinien berührt
manche Linienstrecken gemeinsam geführt
manch Berg- und Talfahrt dabei überlebt
in Schlangenlinien Berührungen angestrebt

doch will man schon im voraus wissen
was einem hier noch blühen wird?
klar, Unschönes würde man gerne missen
Wunderbares unvorbereitet mehr berührt!

so nehmen wir was vorbestimmt sein mag
nicht nur als vorgegeben hin an jedem Tag
sind des Schicksals Schmied schon selber
führen unsere Linie über alle Lebensfelder

lernen mit den Linienverläufen umzugehn
sie mal gekonnt, mal unbeholfen zu bestehn
werden teils gemeinsam einiges erleben
doch sehr viel Schönes zusammen anstreben
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Etappen

Sucht man nach Anàlogien in der Natur,
um das Menschsein richtig zu ermessen,
auf der Erde findet sich dazu keine Spur,
derartige Wesen hat der Planet nie besessen.

Die Lebensphasen ähneln Pflanz' und Tier,
der Zellverfall begrenzt die Verweilzeit.
Krankheiten, Krieg, Mord sorgen dafür,
selten einer erreicht die Mindesthaltbarkeit.

Durch Mitgefühl selbst im Herzen verletzt,
sich Zugeneigte um sich sorgen, trauern,
wenn das Schicksal ein Lebensende setzt,
das Sein ohne einem schmerzlich bedauern.

In stillen Momenten wird einem bewusst,
was nützt Macht und Geld im Überfluss?
Wenn stets dem Leben droht Verlust,
der Tod setzt der Gier den fatalen Schluss.

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und hilft, zu leben."
In diesem Motto, im einzig wahren Sinne,
ruhen Glücksmomente, die anzustreben.

Echten Lebenskünstler sind die auf Erden,
die ihr Dasein schaffen so zu gestalten,
im Streben nach sinnerfülltem Werden,
keine Angst vor morgen mag sie abhalten.

Wie Nomaden frei durchs Wunderland,
wird gewahr, was auf dem Weg begegnet.
Mal reicht sich eine verbundene Hand,
mal eine Anlehnschulter bei Starkregen.

Keine Grenzen sind so hinderlich bekannt,
offen begreifen sie ihre Existenz als Reise,
benutzen auf ihr Herz und ihren Verstand,
erreichen die Etappenziele auf ihre Weise.

Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter?
Oh nein! Darauf lasś dich besser nicht ein!
So wird dein Leben nur noch viel gehetzter.
Was auf der ToDo-Liste will morgen sein?

Sieh dein Leben als Geschenk, mit Genuss,
auch wenn dir mal schwerlich zumute ist.
Schick einen Mittelfinger hoch zum Gruss,
dein Schicksal ist's, was dich bleibend küsst!
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