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Gedichte über Romantik - Seite 3


Himmelslicht

Morgens der Himmel erwachet aus finsterer Nacht, noch bevor die
Goldenen Strahlen der Sonne die Berge und Täler berühren.
Über dem schlafenden Lande erblick' ich ein Blau, so ergreifend,
So wunderschön und so wirklich und doch ist's für mich nicht zu fassen.
Tief scheint das Blau wie's Geheimnis der Schöpfung und ihre so große,
Endlose Weite, ja strahlend gar wie die lichtseidenen Schwingen
Göttlicher Boten erscheint mir des Himmels so herrliche Farbe.
Kühl wie die sprudelnde Quelle, erfrischend und klar wie ihr Wasser,
Rein wie der Anbeginn ewiger Zeiten und all uns'rer Seelen.
Kostbar geschmückt ist das Blau mit dem einzigen Stern noch am Morgen.
Funkelnde Venus, sie lässt in der Liebe den Sinn mich erahnen.
Hehr wird der Geiste, berauschet der Sinn, bis verloren im Traume
Ich schwebe, denn auch so samtig und weich liegt das Blau überm Dunkel.

Schon bald erscheinen die Berge im wachsenden Lichte des Tages
Und die aufgehende Sonne wirft glühend wie lodernde Flammen
Über den Rande die Strahlen auf die schöne, blühende Erde.
Heiter erweckt sie die Träume zum Leben und schenkt allen Farben,
Welche doch machen die Welt so schön bunt, erst ihr eigenes Leuchten.
Fröhlich gestimmt und leicht wird meine Seele, ich fühle die Wärme
Und die Gedanken woll'n fliegen befreit in die luftige Höhe.
Hell spielt am Tage der Himmel mit all seinen farbigen Tönen,
Einzig in jedem Moment, unvergleich betörend doch immer,
Leuchtet erhaben und hält sein Geheimnis verborgen, bewacht wie
Schützende Hände das irdische Treiben. Er muss sich nicht messen!
Milde umhüllt übern Tag ist so unsere Welt, selbst die Sonne
Mag nur in diesem himmlischen Blau uns im Glanze erscheinen.

Doch in des Abends beginnenden Stunden, da spür eine Sehnsucht
Ich in der Seele, wenn golden vergeht alles Blau in der Ferne.
Hat es der Himmel herab uns gesandt in der traumblauen Blume?
Doch so verborgen sie blüht, kann ich hoffen, sie jemals zu finden?
Ich suche fragend die Antwort und schaue empor, doch es spiegelt
Still nur der Himmel mein schlagendes Herze, so stark, so verletzlich,
In einem flammenden, blutroten Glühen, so heiss wie die Liebe.
Wenn ich nur könnte voll Wonne das feurige Schauspiel betrachten!
Tröstend geleiten die leuchtenden Sterne zurück mich ins Blaue,
Bis ein erwachender Morgen sich legt auf die träumende Seele,
Um mir zu zeigen im Lichte, dass Wunder doch täglich geschehen.
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