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Gedichte über Romantik - Seite 4


Lust

Wenn ich mich in Deinen Augen so verliere
Ein Lächeln sich auf meinen Lippen ausbreitet
Deine so schönen Gedanken in mir plaziere
Ins Träumen mit Dir bin ich zu gern verleitet

Ich habe Lust, Dir ganz viele Küsse zu geben
Einfach so, um mit Dir vetraut herumzubalgen
Habe Lust, Dir hunderte Küsse zu stehlen
Uns frei fühlen wie zwei junge Schwalben

Unbeschwert durch die Wolken schweben
Mit Dir zusammen zu den Sternen abheben
Möchte Dich in eine andere Welt entführen
Gemeinsam neue Lebenslust verspüren

Ich zieh Dich aus, zieh Dich aus diesem Leben
Ich nehm Dich, nehm Dich an deiner Hand
Ich will Dich, will Dich mit mir mitnehmen
Ich habe Lust, habe Lust auf weißen Strand

Wo wir auch zusammen dann neu anlanden
Wir werden uns voreinander frei demaskieren
Verlorenes Vertrauen wir wieder vorfanden
Neugeboren kann uns nichts mehr halbieren

Ich habe Lust, Dir mich ganz hinzugeben
Ohne Zweifel wohin auch immer entfliehen
Habe Lust, tief in Deinen Augen aufzugehen
Ist es an der Zeit, werden wir weiterziehen

Du ziehst mich aus, ziehst mich aus diesem Leben
Du nimmst mich, nimmst mich an meiner Hand
Du willst mich, willst mich mit Dir mitnehmen
Du hast Lust, hast Lust auf weißen Strand

Wortlos verstehen wir, was wir uns leise zuflüstern
Blind lesen wir, was in unseren Herzen ist geschrieben
In unseren Tränen ist eingefangen, was so düstern
Küssen diese Tränen und alles Düstere ist vertrieben

Wir ziehen uns aus, ziehen uns aus diesem Leben
Wir nehmen uns, nehmen uns an der Hand
Wir wollen uns, wollen uns mit uns mitnehmen
Wir haben Lust, haben Lust auf weißen Strand


© meteor 2024
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Rätselhafte Spitzennacht

~ + ~
Blass und langweilig wäre um uns die Welt,
wären alle Rätsel in ihr bereits gelöst.
Solange zum Mann eine Frau sich gesellt,
stets Geheimnisvolles sich entblößt.

Hinter einem Tuch aus Spitze ist verborgen,
pfirsichzarte, samtig weiche, weibliche Haut,
im Kerzenschimmer prahlen deine Knospen,
erotisch-sinnlich, nur zur Erregung gebaut.

Du aus Sehnsuchtsstoff vernähtes Rätselwesen,
so ungleich zum Mann von der Natur erschaffen,
Stapel von Büchern über deine Spezie gelesen,
wie ihr tickt, beim Mann Wissenslücken klaffen.

Analog dazu du als Frau am Rätseln über mich,
betörendes Muskelspiel zum Sattverwöhnen,
Phantasie nach Frauenart, kraftvoll männlich,
vom Denken her gibt es nichts zu beschönen.

Vernehmen unser Lächeln, stiften so Vertrauen,
ignorieren den gegenseitigen Fragezeichen-Blick,
belustigt strahlen meine abtastenden Adleraugen,
schamhaft funkeln deine Katzensterne zurück.

Deine magnolienrosig leuchtenden Lippen,
verlocken mich zum baldigen Zungenspiel,
nach der Lustdroge Pheromon am Bitten,
sinnig haben beide Spezien das gleiche Ziel.

Diesen Lockduft einatmend, macht animalisch,
versetzt unsere Sinne prickelnd unter Strom.
So zeigt sich, was von Grund auf dramatisch,
fügt sich magnetisch zur passgenauen Union.

Fraglos spielerisch talentiert küsst meine Zunge,
kreist und forscht neu-gierig in deinem Mund.
Meine Hände gleiten zaghaft, sind vorgedrungen,
über deines vielseitig-weiblichen Leibes Rund.

Nehme das dich einhüllende Tuch in meine Hände,
presse es fest auf deine erotisierende Haut.
Es wölben Hügel sich und zwei Knospenstände
durch Spitzen mir sich hin, erfreulich vertraut.

Wie sinnlich du so gewandet, reizvoll berührt,
hauchverhüllt hemmungslos soll die Reise sein.
So gleiten wir glücklich, uns begehrend verführt,
in diese unsere >rätselhafte Spitzennacht< hinein.
~ × ~


© meteor 2024
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Flaschenpostbote

Gestern stand ich am Strand
Sah eine Glasflasche in den Wellen
Ungläubig was ich darin fand
Eine Botschaft von dir gemalen

Das Glas im Ceruleanblau gefärbt
Von dir in die See hinausgeschickt
In Gezeiten treibend korkengegerbt
Die Tinte deiner Schrift leicht vergilbt

Die Flasche birgt deine innigen Wünsche
Einige Hoffnungen und einige Träume
Vieles davon stechen meine Trümpfe
Ich merkte, dass ich einiges versäume

So schrieb ich meine Wünsche auf Papier
Viele identisch mit deinen, nur von mir
Übergab sie in deiner Glasflasche dem Meer
Hoffte auf den Zufall, sie kommt zu dir

Im Unterschied zu dir fügte ich eine Nr. hinzu
Das Passwort zu dem Account kennst nur du
Es ist dein selbstgewählter Name im Wunsch
Wenn du ihn dir erfüllst, erfüllst du ihn für uns

Nun steh ich regelmässig hier am Strand
Jedesmal in Ausschau nach deiner Flasche
Prüfe auch den Account, ob du ihn fandst
Nur der riesige Ozean kennt unsere Masche

Die plötzlichen Wellen blinseln mir zu
Blauer Schimmer auf einer großen Woge
Zurückweichend in sanfte Ebbe lag sie nun
Von Muscheln und Sandburgen geborgen

Kein einziges Zögern daran zu glauben
Es konnte nur deine Flaschenpost sein!
Vorfreudig der Flasche den Koken raubend
Las ich, was da stand einzig allein

Sorry, kein Internet auf meiner Insel!
Hier meine Koordinaten nur für dich ...
Teil sie je durch die Quersumme deiner Nr.
Und mach mich zum größten Glückspinsel...

Manchmal geht die Liebe seltsame Wege
Manchmal wünscht man es sich so sehr
Nur sehr selten zählt man zur Glücklosquote
Deine Flasche war unser Glückspostbote
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