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Gedichte über Reichtum - Seite 22




Höre mein Lied (Song)

[Verse 1]
Höre mein Lied,
von Kindern, die hungern,
von Müttern, die weinen,
von Vätern, die schuften,
von Menschen, die bettelnd
an Tafeln stehen,
von einsamen Alten
ohne Wasser und Strom,
von Menschen, die schuften
für kargen Lohn,
von Menschen ohne Dach über dem Kopf,
die anderen sitzen auf goldenen Thron.

[Pre-Chorus]
Kein Geld für die unten,
die oben werden reich.
Sie reden und lügen,
wir alle wären gleich.
Kein Volk, das regiert,
solange ein Mensch noch
auf kalten Straßen erfriert.
Demokratie – nur eine Lüge,
als Menschenfalle.
Wie dumm ist das Volk?
Wie dumm du und ich?
Wie dumm sind wir alle?

[Chorus]
Ein Mensch ohne Geld
lebt kein Leben in Würde,
er ist nur Knecht
für all die da oben!
Sie fressen, saufen, lachen
und feiern
auf Volkes Kosten,
die Brut von Geiern!

[Verse 2]
Höre mein Lied,
von Armen und Reichen,
Regierungen, die lügen,
uns alle betrügen,
von reichen Bossen,
die nicht mit dir teilen.
Du sollst nur schuften
und dich noch beeilen,
von Armutsgräbern
hinter der Stadt.
Oh Gott, oh mein Gott,
ich hab es so satt.

[Pre-Chorus]
Kein Geld für die unten,
die oben werden reich.
Sie reden und lügen,
wir alle wären gleich.
Kein Volk, das regiert,
solange ein Mensch noch
auf kalten Straßen erfriert.
Demokratie – nur eine Lüge,
als Menschenfalle.
Wie dumm ist das Volk?
Wie dumm du und ich?
Wie dumm sind wir alle?

[Chorus]
Ein Mensch ohne Geld
lebt kein Leben in Würde,
er ist nur Knecht
für all die da oben.
Sie fressen, saufen, lachen
und feiern
auf Volkes Kosten,
die Brut von Geiern!

[Bridge]
Höre mein Lied,
lass uns Brücken bauen,
eine neue Welt,
für uns alle bestellt.
Kein Arm, kein Reich,
für alle Geld.
Goldene Herzen
statt goldene Mauern,
Menschen voll Freude,
die nicht mehr trauern.
Regierungen und Bosse,
die brauchen wir nicht,
sie rauben unser Geld
und nehmen uns das Licht.

[Final Chorus]
Lasst uns bauen eine neue Welt,
die für alle ist bestellt,
machen Schluss mit Arm und Reich,
machen alle endlich gleich.
Du und ich, wir müssen’s wagen,
packen diese Brut am Kragen,
nehmen ihnen Thron und Macht,
weil das Volk endlich erwacht.

Steht alle auf
und brecht euer Schweigen,
kein Mensch soll länger
Armut, Not und Leid erleiden.
Geht auf den Straßen, durch die Gassen,
und wagt euch endlich, laut zu hassen.
(„laut zu hassen“)
(„laut zu hassen“)

© Horst Bulla
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Abschiednehmen - lebenslang

….Das Leben hat zu allen Zeiten,
wie jeder weiß, auch Schattenseiten.
Zu seinen Leiden und Problemen
gehört dabei das Abschiednehmen.
Denn manchmal tut es furchtbar weh
vom Herzen bis zum großen Zeh.
….Ein jeder Mensch kommt irgendwann
ganz unbedarft im Leben an
und wurde nicht einmal befragt,
ob dieser Zustand ihm behagt,
wenn er durch den Geburtskanal
zu seiner und der Mutter Qual
sich dorthin einen Weg gebahnt,
wovon er vorher gar nichts ahnt.
….Kaum glückt es ihm, sich an die schönen
und trüben Dinge zu gewöhnen,
kaum ist er eines Tages klug
und hoffentlich auch alt genug,
auf jeden Fall erheblich älter,
da stirbt und muss von dieser Welt er.
….Der Embryo im Uterus
verschwindet, weil er will und muss,
und gründet damit letzten Ends
sich eine neue Existenz.
Aus Reiselust, zum Studium,
beruflich, und wer weiß, warum,
damit das Leben uns gelingt,
Veränderung und Freude bringt,
bewegen wir uns, Gott sei Dank;
wer stets im Bett bleibt, der ist krank.
….Nicht nur von Menschen trennt man sich,
lässt sie womöglich gar im Stich,
auch von Tapeten, Kleidern, Uhren,
von Brillen, Zähnen und Frisuren
trennt man sich früher oder später
teils wehmütig, teils mit Gezeter;
von Lebensmustern, die beengen;
von Wünschen, die ins Abseits drängen;
Erfahrungen und Werturteilen,
die schädigen, anstatt zu heilen;
von Illusionen und Idolen,
dem Zwang, sich stets zu wiederholen;
vom Drang, sich selber zu verletzen
und sich nicht richtig einzuschätzen.
….Es gilt für jeden, der da lebt
und an Vorhandenem so klebt,
oft wider Willen und Verstehen:
Wer kommt, der muss auch wieder gehen.
Kaum hat er mühsam oder leicht
ein ganz bestimmtes Ziel erreicht,
lockt irgendwo ein neues Ziel,
und weiter geht das alte Spiel:
Abschied von allem, was man kennt,
kurzfristig oder permanent.
….Auch wenn man noch so gerne bliebe,
da hilft nicht Hass, da hilft nicht Liebe.
Bejahung oder Widerstreben,
der Abschiedsschmerz gehört zum Leben.
….Hast du es schwer, Abschied zu nehmen? Oder treibt dich die Neugier, andere Orte aufzusuchen, das Unbekannte zu erforschen, nie wieder zurückzukehren?
Silesio
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