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Gedichte über Natur - Seite 258


Klimawandel?!

Es regnet schon acht Tage lang,
der Bach zum Strom geschwollen.
Man schaut zum Himmel, müd und bang,
von fern klingt Donnergrollen!

Landunter steht die halbe Stadt,
gefüllt ist mancher Keller.
Man ist der Katastrophen satt,
die Flut fließt um so schneller!

Lang liegt die Landschaft im Morast,
nimmt mit so manches Leben.
Das Trauerspiel ist hier zu Gast,
mehr Nehmen ist´s, als Geben!

Bald darauf zieht die Hitze auf.
die heizt nun sieben Wochen.
Es läuft der Ventilatorkauf,
der Tod kommt angekrochen!

Die Menschen sterben, alt und zäh,
war´n viele hier, wie Leder.
Die holt der Tod sich nun ganz jäh,
denn sterblich ist ein Jeder!

Die Äcker ausgedörrt, verbrannt,
kein Korn steht auf den Feldern.
Dies Wetter war uns unbekannt,
nun brennt es in den Wäldern!.

Der Hunger ächzt, die Welt steht still,
gebremst scheint bald der Handel.
Die Sonne glühend wie ein Grill.
Ist das der Klimawandel?

Ein Sturm zieht über Feld und Flur,
mit nie erreichter Stärke.
Zerstörerisch zeigt die Natur
uns Menschen ihre Werke!

In Trümmer liegt der Rest der Stadt,
der Tod kam ohne Warnung.
Geahnt es wohl so mancher hat.
War das die letzte Mahnung?

Fern schmilzt der Permaboden hin,
Methan steigt in die Sphären.
Ist das, das Ende im Beginn?
Wie will man sich noch wehren?

Und trotzdem gibt es immer noch,
das Heer der Wohlstandsdeppen,
Die kriechen täglich aus dem Loch,
zu leugnen und zu neppen.

Die reden alles auf Normal,
was jeder längst begriffen!
Die bleiben dumm! Das ist fatal,
auf den Besitzstandsriffen.

Die Pole schwinden Jahr um Jahr,
der Meeresspiegel geifert.
Nichts bleibt wie es gewesen war.
Wo sich er Mensch ereifert!

Wie lange noch, was muss gescheh´n?
Nichts lässt sich reparieren.
Millionen werden untergeh´n,
still längst im Vegetieren….

© Hansjürgen Katzer, Juli 2021
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Ich wollt ich wär ein Huhn

Es gibt Tage da wollt ich,
ich wär' ein Huhn,
mit vier Schwestern und einem Hahn,
der dann wacht über die wilde Hühnerschar.
Auf einem kleinen Bauernhof,
in einem Gehege mit einem Hühnerhaus
und der bekannten Leiter,
wo dann kann jedes Huhn
samt Hahn ganz hoch hinaus.
Gemüsebeete und Beete mit Blumen drauf,
für das Hühnervolk die Strecke ist
für den täglichen Auslauf.
Den lieben langen Tag nach Würmern,
Käfern, Insekten und Körnern picken,
wenn sie sich finden lassen,
ab und zu auch mal Schnecken.

Früh am Morgen geweckt vom Hahnenschrei,
den Schlaf aus den Augen gewischt,
wenn alles gut geht, lege ich das erste Ei.
Klara,Gerda, Elli und Marie
kommen schwer nur aus den Federn,
ich, die Berta, war schon fleißig,
denn ich legte schon das Ei Nummer zwei.
Schnell wird ein Bad mit Sand genommen,
die Federn aufgeplustert und geschüttelt,
um den letzten Schmutz zu entfernen,
die ganze Federpracht gerüttelt.
Das gute Aussehen ist wichtig für ein Huhn,
es hat viel mit seiner Schönheitspflege zu tun.
Das Leben als Huhn ist nicht nur leicht,
es einem Schönheitswettbewerb gleicht.
Mein Wunsch, den ich geäußert,
von der Realität ziemlich abweicht.

Wir wollen den Hahn nicht vergessen,
die Wahl der ersten Dame,
kann so ein Huhn ganz schön stressen.
Die Hühner auf dem Hof ihre Runde drehn,
so als ob sie auf einem Laufsteg gehen.
Karl, der Hahn auf dem Haufen
von Mist nun sitzt,
auf der Spitze, ganz oben auf.
Beobachtet die Hühnerdamen bei ihrem Lauf.
Der Hahn , der schaut genau,
er möchte wählen für heute seine Frau.
Am Ende heißt es dann für vier der Damen,
die hier zur Brautschau kamen.
„Tut mir wirklich leid,
ein Foto hab ich nicht für dich heut“.

( angelehnt, an eine bekannte Modelshow)


12.02.2020 © Soso
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