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Gedichte über Lebensweisheiten - Seite 962


Seelenstolz

Sein Leben lang erfährt der Mensch Geschichten,
manche folgen Wesen, den weisen, lichten.
So mancher weiss, am Ende,
gibt's zumeist 'ne Wende.
Denn jeder wird dann, sich selber richten.

Seine Seele führt ihn vor einen Spiegel und ruft "Schau,
Du hälst Dich für wissend, gelehrt und schlau,

Die Wahrheit ist, Du bist es !
.. und das ist nicht überheblich, kess.

Deine Glaubenssätze sind nicht fehlerfrei.
Um sie machtest Du nie ein großes Geschrei.
Wenn jemand einen anderen Glauben pflegt,
hat das dann Deinen Geist bewegt.

Angeregt zu klarem Denken,
konntest Du Deine Glaubenssätze lenken,
zu besseren Versionen von ihnen,
so konnten sie dem wahren Erkennen dienen.

Deine Wünsche und Visionen
hast mit Nachdruck Du vertreten.
Sie führten Dich auf ungewöhnliche Missionen
und Du konntest unbekanntes Terrain betreten.

Respekt, Verständnis, Empathie,
aus dem Herzen heraus, hast Du sie gelebt.
Auch störten Dich spezielle Menschen nie,
denn sie haben Deine Fantasie belebt.

Wer mutig und angestrengt gegen so manche Welle,
gegen den Fluss der Masse schwimmt,
schaut in Richtung der Quelle.
und bestimmt
und sieht, was kommen wird.

Die Masse sich verwirrt verirrt.

In so manchem alten Buch
findet sich ein Spruch:
"Das was ich anderen bereit bin anzutun
muss ich auch bereit sein, mir anzutun !"
Diesen hast Du gelebt
und Dein Leben darum gewebt.

Erwehrtest Du Dich Deiner Last,
indem Du Pfeile in Herzen geschossen hast,
so trafen diese ebenso das Deine.
Du lerntest daraus, leider nur alleine.
Sodann schosst Du Lichtpfeile in dunkle Herzen,
denn die erzeugten dort nur Schmerzen !

Ich danke Dir mit Brief und Siegel.
Nun ist's an Dir, schau in Deines Lebens Spiegel.
Erkenne Deines Lebens Sinn
und siehe, wie stolz ich auf Dich bin !

© jogdragoon
Bibat ex me qui potest
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an Bäumen reiben

Ich tiger Runden auf und ab
der Grund das ist dein Kätzchen
Mein Wurm mutiert zur Anakonda
wegen dir mein Schätzchen

Vogelhochzeit unter Büschen
auf den Bäumen und in Höhlen
Durch den Dschungel hallt die Wollust
wenn wir wie Schimpansen grölen

Grab mich durch dich wie ein Maulwurf
blind für Oberflächlichkeit
Krakenliebe unter Wasser
achtarmige Zärtlichkeit

Reiben uns an alten Bäumen
setzen Marken für uns aus
Verbeißen uns in unseren Nacken
ziehen uns hoch ins Nest hinauf

Zwei Exoten voller Träume
reiten nackt durch hohes Gras
Im Kokon da wächst die Schönheit
die man längst in Augen las

Bemühst dich oft ein Leben lang
den Augenblick zu zeichnen
Bekommst dein Licht bereit gestellt
in Grenzen und Bereichen

Hineingeschubst vielleicht gelegt
einen Schritt und dann den Zweiten
Entscheidest dich nebst Hände reichen
auch schon mal fürs Streiten

Hoffnung oder Selbstmitleid
wo schlägt das Herz die Basis auf
Welcher Wolf die Seele frisst
man füttert wie mans braucht

All das Drama selbst erdacht
man machts wie mans gelernt
Kultur ist Stillstand und hat sich
von Zukunft längst entfernt

Trug mich ab wie Dünen
in der Nacht sind Wüsten kühl
Lang gebraucht zu fühlen
endlich ohne Störgefühl

Weiter Weg nach Neuanfang
gesundend alte Tränen fließen
Sah auch lang schon keinen Samen
fing nur an zu gießen

Trug mich ab wie Zwiebelhaut
Befreiung Schicht um Schicht
Nichts mehr von dem Stuss geglaubt
der allzu schnell ins Auge sticht

Weiter Weg zum alten Vibe
ein alter Mann träumt wie ein Kind
Weiß wie man am Boden bleibt
und wo die Sterne sind



SzignM
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