an Bäumen reiben

Ein Gedicht von Peter Szneckneck
Ich tieger Runden auf und ab
der Grund das ist dein Kätzchen
Mein Wurm mutiert zur Anakonda
wegen dir mein Schätzchen

Vogelhochzeit unter Büschen
auf den Bäumen und in Höhlen
Durch den Dschungel hallt die Wollust
wenn wir wie Schimpansen grölen

Grab mich durch dich wie ein Maulwurf
blind für Oberflächlichkeit
Krakenliebe unter Wasser
achtarmige Zärtlichkeit

Reiben uns an alten Bäumen
setzen Marken für uns aus
Verbeißen uns in unseren Nacken
ziehen uns hoch ins Nest hinauf

Zwei Exoten voller Träume
reiten nackt durch hohes Gras
Im Kokon da wächst die Schönheit
die man längst in Augen las

Bemühst dich oft ein Leben lang
den Augenblick zu zeichnen
Bekommst dein Licht bereit gestellt
in Grenzen und Bereichen

Hineingeschubst vielleicht gelegt
einen Schritt und dann den Zweiten
Entscheidest dich nebst Hände reichen
auch schon mal fürs Streiten

Hoffnung oder Selbstmitleid
wo schlägt das Herz die Basis auf
Welcher Wolf die Seele frisst
man füttert wie mans braucht

All das Drama selbst erdacht
man machts wie mans gelernt
Kultur ist Stillstand und hat sich
von Zukunft längst entfernt

Trug mich ab wie Dünen
in der Nacht sind Wüsten kühl
Lang gebraucht zu fühlen
endlich ohne Störgefühl

Weiter Weg nach Neuanfang
gesundend alte Tränen fließen
Sah auch lang schon keinen Samen
fing nur an zu gießen

Trug mich ab wie Zwiebelhaut
Befreiung Schicht um Schicht
Nichts mehr von dem Stuss geglaubt
der allzu schnell ins Auge sticht

Weiter Weg zum alten Vibe
ein alter Mann träumt wie ein Kind
Weiß wie man am Boden bleibt
und wo die Sterne sind



SzignM

Informationen zum Gedicht: an Bäumen reiben

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27.08.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Peter Szneckneck) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.