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Gedichte über Lebensweisheiten - Seite 956


Verachte keinen!

Verachte keinen!
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Gedicht Nr. 706
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Ich habe gelernt Menschen nie nach ihrem äußeren zu beachten. Unscheinbare oder von Krankheit gezeichnete Menschen besitzen oftmals eine Vielzahl von großen, geistigen Fähigkeiten. Und meistens sind es die Schönlinge oder Wichtigtuer die uns dann enttäuschen.
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Verachte keinen krummen Baum
wenn Augenschein – zeigt Unbehagen
man sieht es keinem Baume an
wie gut die Frucht – die er tut tragen!
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So mancher Baum der kerzengrad
vom äußeren – viel an Schönheit hat,
ist oftmals – schlecht dann am Ertrag
auch seine Früchte niemand mag.
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Manch Mensch der stattlich anzusehen
da er vom äußeren wirkt recht schön.
Kann geistig hohl sein, ohne Liebe
und seine Leistung – Wassertriebe.
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Er oftmals nur mit Blendwerk schafft
weil zu gering die Schöpfens Kraft.
Er Freundschaft heuchelt doch missbraucht
und nur nach seinem Vorteil schaut.
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So äußerer Schein oftmals bestimmt
sein Blendwerk macht uns dadurch blind.
Statt wahre Werte anzusehen
auf falschen Pfaden uns lässt gehen.
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Drum sollte man erst tief ergründen
als nur nach äußerem Schein, befinden.
Ein Fehlurteil ist schnell erbracht
was einem später Ärger schafft.
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Pati necesse est multa mortales mala!

Pati necesse est multa mortales mala!
Den Hunger nie vergessen!
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Ich verbrachte meine ersten fünf Lebensjahre, i
n mehreren Flüchtlingslagern.
Das Essen dort zum Leben zu wenig
zum Sterben aber zu viel.
Ca. 20% überlebten diese Zeiten dort nicht!
Gedicht - Nr. 709
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Im Lager einst an einem langen Tisch
dicht Kopf an Kopf - viel magere Gesellen
Man schweigt ergraut ist manch Gesicht
das karge Abendbrot erfolgt in Wellen.
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Und auf dem Tisch für jeden - nur ein Stückchen Brot
nach dem die dünnen Arme, Hände fassen,
der Hunger groß und groß die Not
und Hungers viele dort, ihr Leben lassen.
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Die Wassersuppe mehr als dünn
mit Schnittlauch der hinzugegeben,
nur für gut sechs Suppenlöffel reicht es hin
sie hielt so manchen nicht am Leben!
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Dem einen seiner zitternden Hand entfiel
ein Stückchen Brot, ein ziemlich kleiner Bissen.
Rasch rutscht er nieder dort wo hin es fiel
das Brot, er sucht es dort zwischen den Füßen!
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So sucht voll Hunger dieses winzig Stückchen Brot
schon bei den Füßen - ein Rumoren
da er sie anstößt in der Not
man fragt ihn barsch, was hast da unten du verloren?!
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Errötend, taucht er endlich wieder auf
und stopft das Stückchen Brot in seine hohlen Wangen,
denkt seufzend an die Heimat - an das Elternhaus
wo reichlich Nahrung - er als Kind empfangen.
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Nach vielen Jahren saß er dann, als Gast und reicher Mann
bei vornehmem Herrn, und Damen - an einer großen Tafelrunde,
bei überreich gedecktem Tisch - die Mahlzeit froh begann
mit Scherzen und erlesenen Reden floh dahin so manche Stunde.
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Mit Fisch und Braten, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Gemüse viel an Art
egal wohin das Auge hin nur blickt.
Gekocht, geschmort, gebraten und gegart
ein Jedermann „voll Freude“ ist entzückt.
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Auch reichlich, frisches, herzhaftes Brot man fand
wohlduftend weiß und unbegrenzt an Menge.
Doch es entglitt ein Stückchen Brot, aus einer Dame, zarter Hand
dass er sofort nun sucht am Boden - bei bestrumpften Füßen - Enge.
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Die meisten Herrn die Zusahen, recht amüsiert nun lächeln
zurück die Damen ihre Füße ziehen,
verlegen mit dem Fächer sie danach fächeln
er legt das Brot das er gefunden der Dame wieder hin.
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Sehr nett von Ihnen, die Dame spöttisch sich verneigt
voll Spott, und Hohn so ihren Dank, ihm zeigt,
er sagt nur gern geschehen und legt das Brot beiseite
wonach er artig sich - nun selbst - verneigte.
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Ich dachte (sprach er laut) dabei nur an ein fast vergessenes Bestreben
und „nicht an sie“! So wie es sie, es sich dabei gedacht,
denn so ein „Stückchen Brot“ hielt damals mich am Leben
als Jahre der Gefangenschaft in Russland ich verbracht.
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Gar „viele meiner“ Kameraden
fanden im Lager täglich - den Hunger-Tod.
Sie starben nicht im Kugelhagel
sie starben da gefehlt - ein Stückchen – Brot!
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Nun herrscht am Tisch - betretenes Schweigen
ein Tisch - beladen - voller Überfluss,
vorbei - das Scherzen, der Spott, des Hohnes-Reigen
der Gast geht stumm – kein Abschiedsgruß!
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Peter Leitheim -Buchautor von Spiegelbild der Seele.
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Das Wunder vom Mönch von Heitersbach

Das Mönch vom Mönch von Heisterbach
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Historien- Gedicht Nr. 925
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Wahrheit- oder Legende wer weiß, das schon wirklich?
Über die eist riesige Basilika wurde viel Wundertätiges erzählt.
In der Zeit der großen Hungersnot wurden am Tag bis zu 1 500 Almosen ausgeteilt, wobei sich Brot und Mehl auf wundersame Weise vermehrte.
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Ivo - Der Zweifler
kehrt nach über 300 Jahren zurück.
1
Ein Mönch im Kloster Heisterbach
denkt grübelnd über Worte nach.
Liest sinnend in des Klostergartens Hort
und forschet hart am Bibelwort.
2
Dem Herrn ein Tag wie tausend Jahr
dies klingt im doch zu wunderbar.
Und tausend Jahre wie ein Tag
ein solches er nicht glauben mag.
3
So zweifelnd läuft er in den Wald
an einem Baumstumpf macht er halt.
Dort schläft er ein und hört im Traum
noch einmal Wort von Zeit und Raum.
4
Als er erwacht hört er die Vesperglocke hell
und macht sich auf den Rückweg schnell.
Ein Fremder öffnet ihm das Tor
aus der Kapelle tönt der Mönche Chor.
5
Zu seinem freien Platz, da eilt er hin
doch fremd die Brüder neben ihm.
Man schaut ihn staunend fragend an
aus welchem Kloster er wohl kam?
6
Man fragt sodann wo kommst du her
was ist dein Weg dein Ziel, Begehr.
Der Platz hier ist schon lang verwesen
er ist belegt - nie freigegeben.
7
Zu meiner Zelle will ich hin
doch wer seid ihr, fragt mich mein Sinn.
Hier auf dem Platz ich doch gesessen
sagt habt ihr alle dies vergessen?
8
Wo sind die Brüder denn geblieben
mit denen ich die Zeit beschieden.
Am Morgen waren sie noch da
sagt mir was in so kurzer Zeit geschah.
9
In meiner Zelle Nacht vollbracht
dann war Gebet in früher Nacht,
das Morgenmahl ich eingenommen
und Gottes Wort ich hier vernommen.
10
Vernahm das tausend Jahre wie ein Tag
ich solches Wort nicht glauben mag.
Mein Weg mich führte in den Wald
wo ich hat kurzen Aufenthalt.
11
Er nennt den Namen man verstummt
ein fragendes Murmeln geht nun um.
Er nennt dem Abt das Kloster Jahr
ein Raunen geht durch Brüderschaar.
12
Man holt das alte Klosterbuch zur Hand
und sieht was dort geschrieben stand.
Der zweifelnd Mönch - Ivo -verschwand
sein Aufenthalt uns unbekannt.
13
Er war bis Abend nicht zurück
was ihm geschah wir wissen es nicht.
Sein Platz wir halten frei - bereit
ab heute bis zur Ewigkeit.
14
Als er dies hört ergraut sein Haar
geschriebenes Wort, vielhundert Jahr.
Dann stirbt er, mahnend noch der Mönche Schar
für Gott ein Tag wie tausend Jahr.
15
Ihr Brüder zweifelt nicht an Gottes Wort
ich bin Beweis an diesem Hort,
dass tausend Jahre sind dem Herrn ein Tag
nun betend, bettet man ihn in den Sarg.
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Peter Leitheim
Buchautor von Spiegelbild der Seele.
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Die freche Schwalbe und ihre Bestrafung!

Die „Freche“ Schwalbe und ihre Bestrafung!
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Gedicht - Nr.1359 von 1482
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Voller Stolz thront eine Eiche
alt, groß, mächtig - voller Pracht,
Abend ist es geworden
schon recht nahe die Nacht.
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Sie hütet „Baum Grab“ Stelle
im Blattwerk manches Nest,
in ihrer Krone - in der Höhe
von Schwalben Schlafplatz in der Nacht.
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Nach dem Tage – der Hitze, der Glut
laut polternd ein Gewitter naht,
der Regen fällt gleich einer Flut
Erfrischung - Stadt und Erde labt.
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Von den Schwalben nun sehr viele
sind zum Baume hin geflüchtet,
um dem Regen zu entfliehen
Blick zu Nestern ausgerichtet.
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Nur noch ist eine in den Lüften
schwingt sich keck mit laut Gesang,
atmet ein, die Regendüfte
vom Gewitter ihr nicht bang.
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Freche Schwalbe lasst dich warnen
heftig Hagel schlägt bald nieder,
kehr zurück zum Nest dem Warmen
schützt so Leben dein Gefieder.
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Doch mit lautem Tirilier
schwingt sie sich zu dem Himmel hoch,
zeigt dort nun Flugkunst - Flügelzier
fliegt in das schwarze Wolkenloch.
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O kleine Schwalbe lass dich warnen
spotte nicht dem Wolkenzug,
Hagelschauer gehen nieder
komm beende deinen Flug.
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Doch sie spottet dem Gewitter
verhöhnt den Blitz und seine Macht,
zeige mir doch dein Licht, Geflimmer
auf Blitzlein zeigt deine Kraft!
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Hort mich - ihr Wolkenpförtner!
ihr Menschen Schreck und Eichen Spalter,
groß und prahlend eure Worte
doch ihr seid längst im Rentenalter!
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Plötzlich durch den Wolkenhimmel
schlägt ein greller Blitz hernieder,
Platz da! - Bahn frei! - frech Gesindel
versengt, verbrennt- Schwalbe, Gefieder.
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Peter Leitheim. Buchautor
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