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Gedichte über das Leben - Seite 976


An die wachen Momente meines Lebens (Erinnerung an das, was wir sind)

Geh ich zurück so waren's sieben,
Mein Körper sieben Jahre alt,
In meinem Bauch als Kraft verblieben,
Erschaute ich mein Wesen bald.

So, als ich meine Mutter fragte,
Wer und was wir sind,
Und als sie eine Antwort wagte,
So sagte sie mein Kind:

Menschen, sind wir;
Wir beide du und ich.
Und warum sind wir hier?
Sie wusst' es SCHEIN...bar nicht.

Denn in der gleichen Zeit
Kam aus dem Bauch die Antwort,
Ich fühlte Ewigkeit,
Und kannte keinen Standort.

So sagt' ich ihr, ach sooo ist das
Du spürst es auch, das selbe, was
Sich in mir grade regt
Und bist zu Scherzen aufgelegt!

Doch nicht gewusst was ich so meine,
blieb' ich damit ganz ALLEIN...e.

Ein and'res Mal mit achtzehn Jahren,
Wollt' es sich nochmal offenbaren,
Als ich auf einer Wiese lag,
Gedichte schrieb am Sommertag.

Da fielen durch mich wie durch Trichter,
Worte längst verstorb'ner Dichter,
Und führten mich ans Feld heran,
Aus dem ich ihre Worte nahm.

Es war ein Feld allen Gedachtes,
Allen von Menschen je Erbrachtes,
Darin ist alles aufgeschrieben,
Ein jedes Wort darin verblieben.

Ich las Zitate, Weisheiten,
erkannte sofort ihren Sinn,
Weil Kräfte sich einleiteten,
sehr wach in mir darin.

Vierundzwanzig wieder schaute,
Jene Kraft aus meinen Augen,
Der zeitlebens ich vertraute,
Sie lies mich wissen, statt zu glauben.

Mit der Freundin an dem See,
Sah ich alles gleichzeitig,
Zeitlosigkeit- nicht Glück noch Weh,
Sie sah mich an und rechtzeitig,

Gab sie mir etwas zu lesen,
Dass ich ihr sage ob es stimmt,
Denn gleich an Augen abgelesen,
Wusste sie was durch mich schwimmt.

Aus all diesen Geschehnissen,
Kam ich zu echtem Wissen.
Gab mir den Sinn durch alle Zeit
Mit wacher Klarheit, wer ICH BIN
Mit Einsicht eig'ner Ewigkeit,
Erinnert sich der, der ICH BIN.

Doch ist mir eines auch geblieben,
Man wird das, was wir sind, einem Verstand
Niemals erklären können,
Genauso wenig, wie ein Herz nicht weiß
Wie es ist zu gehen.
Und ein Fuß nicht weiß wie es ist zu schlagen.
Der Verstand ist nicht dafür gemacht,
Sein Zweck ist ein anderer.
Deshalb kann keine Wissenschaft jemals beschreiben,
Was wir sind, auch Worte können das nicht, weil jedes Wort, das definiert wird, etwas anderes ausschließt oder sich von etwas abtrennt. Von uns ist aber nichts ausgeschlossen oder abgetrennt. Das Getrenntsein und die Einsamkeit, sind Illusionen, wir können gar nicht einsam SEIN, wir können nur glauben, dass wir es wären und es dann als Illusion so erleben. Die Wahrheit mit dem Verstand beweisen zu wollen, wäre in etwa so, als wollte eine Illusion mit den Mitteln der Illusion die Wahrheit beweisen. ;-)
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Parkinson -- Nur nicht verzagen!

PARKINSON – Nur nicht verzagen!

Ein Nebel liegt auf den Gedanken, ist es Wachen ist es Traum?
Erschöpfung, Müdigkeit, Verzweiflung – ich schaffe meine Arbeit kaum.

Kopf schmerzt, das Hirn scheint überlastet, der Nacken steif, die Glieder schwer.
„Streng dich an, reiß Dich zusammen! Sag jetzt bloß nicht: Ich kann nicht mehr!“

Sorgen, Angst und Zweifel nagen - geh erst zum Heiler dann zum Arzt.
Kann nicht die richt’gen Worte finden - bin unverstanden und verzagt.

Wer glaubt schon, dass es mir nicht gut geht? Ich schimpf‘ mich selbst schon Simulant.
Bis Gewissheit Zweifel ablöst; Parkinson wird jetzt erkannt.

Ungewissheit, Selbstvorwürfe lösen nun in Nichts sich auf.
Die Diagnose ist erschütternd, doch - das Leben hört nicht auf!

Erfahre Hilfe bei den Ärzten, schluck‘ Tabletten Tag für Tag.
Doch wer beantwortet die Fragen, die ich nicht zu stellen wag‘?

Wer kann guten Rat mir geben? Wer weiß darüber so viel wie
die Menschen, die wie ich erkrankt sind - also frag ich einfach die!

Ich suche, werde schließlich fündig, fasse allen Mut und dann
rufe ich bei einer Dame der Parkinsonselbsthilfe an.

Ganz selbstverständlich schenkt sie mir, ihr Mitgefühl und ihre Kraft,
Sie lädt‘ mich ein zum Gruppentreffen - der erste Schritt ist jetzt geschafft.

Was ich hier erleben darf, lässt mich wieder fröhlich sein.
Lächeln wärmt die wunde Seele und flößt neuen Mut mir ein.

Ihr nehmt mich auf mit off’nen Armen - lasst mich Familienmitglied sein;
und da wir fest zusammen halten, können wir uns Hilfe sein!

Januar 2013
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