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Gedichte über Krankheit - Seite 164


Wenn ich gehe, gehst du mit!

Egal, wo ich auch hingehe,
du begleitest mich
bist wie der lästige Schatten,
den ich nicht loswerde.
Treibst dein Unwesen Tag und Nacht,
gibst keine Ruhe
saugst mich aus und verspottest mich.

Gehst sogar soweit,
dass meine Gedanken abdriften
in die unendlichen Tiefen meines Daseins.
Entziehst mir Hoffnung und Lebendigkeit,
bin eine Närrin zu glauben,
es ist bald vorbei.

Seit einer gefühlten Ewigkeit
bist du schon da,
kann dich nicht gebrauchen,
sehe nichts positives
in deiner Art und Weise,
mich zu zerstören.
Was ist dein Ziel?
Mein persönlicher Untergang?

Sehe nur Dunkelheit in alles und jedem,
kann nichts schönes
in dieser Welt erkennen.
Negative Strömungen ziehen mich mit,
lassen mir keine Entscheidungsfreiheit.

Kann mich diesen auch nicht entziehen,
dafür reicht meine Kraft nicht aus.
Brauche eine helfende Hand, die mich
aus diesen Strömungen herauszieht.

Herumgewirbelt, dreht sich alles
vor meinen Augen und
ich finde keinen Halt.
Greife daneben und
lande unsanft auf dem Boden
der Tatsachen und von oben blicken sie auf mich herab.

Bin ein kleines Häufchen Elend,
du ein stummer Zuschauer.
Lässt es die Menschen spüren,
dass ich leichte Beute bin.

Abseits der Gesellschaft bin ich Zuhause,
in meiner eigenen kleinen Sphäre,
die mich vor den Gefahren
draußen schützt,
aber wer beschützt mich vor dir?

Es gibt nur Sieg oder Niederlage,
ein auf und ab von beidem.
Eines solltest du dir dennoch merken,
wenn ich gehe, dann gehst du mit!


© Lily .N. Hope
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Wunschliste

Würde gerne in den Urlaub fahren,
ganz weit weg von Deutschland.
Mich mit Büchern eindecken,
Pläne für die Zukunft aushecken.

Gesundheit steht im Vordergrund,
wäre gerne frei von meinen
bösen Gedanken und Depressionen,
wünsche mir eine andere Version.

Von meinem jetzigen Leben,
das nicht gerade gut verläuft.
Es liegen viel zu viele Steine in
meinem Weg, gehören hier nicht hin.

Möchte eines Tages ländlich leben,
mich von den Großstädtern abgrenzen.
Gehöre nicht in deren lächerliche Welt,
in deren Fokus liegt doch nur Geld.

Würde gerne arbeiten gehen, wie jeder
andere gesunde Mensch es schafft.
Mich super mit anderen verstehen,
das wäre wirklich fabelhaft!

Mich mit anderen Leuten treffen,
ohne mir Gedanken zu machen,
dass irgendwas total schiefgeht
und Böses im Vordergrund steht.

Ich möchte von meinen Eltern gehört
und verstanden werden, mich geliebt fühlen.
Das wird nicht passieren, kapier es endlich!
Hoffnung zu haben, ist absolut verständlich.

Mein inneres Kind glücklich machen
sowie mich selber lieben und auch
akzeptieren, wenn es sonst keiner tut.
Darf nicht mehr spüren diese Wut.

Wut und Hass auf die Vergangenheit,
muss ich endlich lernen loszulassen.
Wenn nur diese Erinnerungen nicht
wären, diese trüben meine Sicht.

Würde gerne mehr Gutes in der Welt sehen,
nicht immer alles Negative, das alle herunterzieht.
Nachrichten gar nicht erst ansehen, zerstört zu viel.
Brauche für meine brodelnde Wut irgendein Ventil.

Irgendwann werde ich Bücher schreiben,
veröffentlichen und mit der Welt teilen.
Auf meine Erkrankung aufmerksam machen,
über das Leben mit Depressionen, deren Ursachen.

Weltfrieden klingt für mich zu utopisch,
dabei wünsche ich mir genau das.
Frieden und Gerechtigkeit für alle,
keinen Krieg, Streit oder Krawalle.

Seelenfrieden wünsche ich mir auch sehr,
mit allem abzuschließen, was war
und mir nichts mehr anhaben kann.
Der Tag wird schon kommen, irgendwann.

© Lily .N. Hope
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