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Gedichte über Genuss - Seite 10




Sekundenkleber

Wie zwei gegenpolige Magneten
ziehen wir uns gegenseitig an.
Dem Augenanblick sind wir erlegen,
durch und durch Erregungsalarm.

Hormonausschüttung ist die Folge,
befangenes Lächeln lockt heran.
Umnebelt von stimulierender Wolke,
gestarteter Sofortausziehvorgang.

Zwei passende Komponenten
berühren reagierende Hautflächen.
Fingerspitzen beider Handenden
in Sekundenschnelle sich verflechten.

Jeder Kontakt eine Gefühlsexplosion,
jedes Weitergleiten erigierter Schauer.
Gespürte gewollte Kettenreaktion,
willig einstürzende Feuerschutzmauer.

Unablöslich streifen klebrige Hände
im Schweißfilm über Hügel und Täler.
Ertasten alles im unebenen Gelände,
weich und hart, Atem wird schneller.

Zwei anhaftende Körper sind soweit,
die Temperatur ist längst Taktgeber,
vollends aufgeheitzt, ist Einsatzzeit
für den heißersehnten Zungenkleber.

Benetzt wird damit was sich bewegt,
was den Speichelfluss anstachelt,
was den Leckmuskel weiter anregt,
wo er garantiert extra lange fackelt.

Gefährlich wird dieser Heißkleber
trifft er auf das gegenübere Pendant.
Inhärent und immanent zwei Streber,
verknoten sich im Separeekonkon.

Was sie darin innigst vollziehen,
überträgt sich unbewusst nach außen.
Arme und Beine vielseitig sich begieren,
chaotisch sie sich austauschen.

Das Gemenge der Klebsubstanzen,
durchtränkt vom Hormoncocktailmix,
zündet erogene Synapsextravaganzen,
entzückt vielerorts zu Emotionsticks.

Das ausglühende Schmelzklebeprodukt
verbleibt gelöst in ihrer Glücksschmiere.
Abklingend es sporadisch leise nachzuckt,
Nachstreicheln verzögert ein Frieren.

© meteor 2025
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Heiße Schauer

Was dem Körper wirklich nützt,
Breitensport ihn hegt und pflegt.
Wer viel im Alltag meist nur sitzt,
den Kreislauf selten mitbewegt.

Vielseitig ist das Fitnessangebot,
Laufen, Radfahrn, Rudern, Gehen.
Schon paar Minuten tun ganz gut,
danach ko in der Dusche stehen.

Heißes Wasser strömt über
meinen verschwitzten Leib.
Nasses perlt von oben drüber,
wo Dampf aus den Düsen treibt.

Lehne meinen Kopf zurück,
ein Geysir spritzt in mein Gesicht.
Erhöhe auf Wasserfall den Druck,
ein Wasserstrahl mich erwischt.

Welch wohltuende Dampfmassage
geht heiß und fest über meine Haut.
Dreh mich stöhnend in die Drainage,
genieße ausgiebig und das laut.

Ein Stromstoß nach dem anderen
durchfließt den Faradayschen Käfig.
Schauer kribbelnd Haut abwandern,
schließ' die Augen, entrücke schläfrig.

Lavawasser bringt mich zum Kochen,
Rauch statt Hauch keucht aus mir aus.
Reibe die rote Haut auf den Knochen,
jede Faser in mir pulsiert Applaus.

Kurz bevor ich überall ansenge,
stoppe ich den Lavaflusszustrom.
In der Kabine, dichtes Dampfgedränge,
glimmt gut durchbluteter Rotton.

Hände streifen Spuren aus der Haut,
weich und empfindlich alles auf ihr.
Der Nebeldunst sich schnell abbaut,
verflüchtigt sich vor die Kabinentür.

Schnell beschlägt der Waschspiegel,
die Raumluft fühlt sich arktisch an.
Das Handtuch peelt mich wie zig Igel,
wechselhart, nicht wirklich Softlan.

Allmählich akklimatisiert mein Leib,
mein Teint gleicht sich wieder an.
Hüpfe ganz erfrischt zu Allem bereit
aus dem Bad ... zum Restprogramm.

© meteor 2025
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Wie war dein Tag?

Ich bin das leise Geräusch hinter dir.
Drehst dich um zum fordernden Kuss.
Hebst die Arme und greifst nach mir.
Hände fassen deine Taille im Umschluss.

Halte dich fest, vertiefe den Kuss,
Leidenschaft führt zum Tausch von Lust.
Hebe dich hoch auf die Arbeitsplatte.
Verschmitztes Lächeln vor der Attacke.

Bewege mich zwischen deine Knie,
Hände gleiten entlang weiblicher Gattung.
Taille, Hüften, Oberschenkel, 6y Partie.
Erstarrt stockt dein Atem vor Erwartung.

Atmest zutiefst ein, Luftvorrat für gleich.
Hände umrahmen sanft dein Gesicht.
Beug mich vor, küss dich zart, so weich.
Spürst Hitze, Lust, die dir entgegenbricht.

Endlich treffen sich unsere Blicke.
Verschmitztes Lächeln auf den Lippen.
Kokettierst mit hügligen Rippen ...
Dein Verlangen in Form keiner Bitte.

Gebannte Beobachterin beim Aufknöpfen.
Heimlich verbotener Schauer durchsticht.
Ärmel rutschen bis zu Ellbogenköpfen.
Vom Oberteil auf Brüste freigelegte Sicht.

Kühle Luft erhärtet umfasste Hügelgipfel.
Daumen streicheln die straffen Knospen.
Glühend errötete Haut mit braunen Wipfel.
Echte Handarbeit wertgeschätzt auskostend.

Von meinem Blick gefangen genommen.
Harte Hände heiß auf deiner nackten Haut.
Zugeschnürter Hals schluckt benommen.
Der Kehle entkommt ein hauchender Laut.

Angegiert spreiz ich dich noch weiter.
Zwing dich, dich ganz zurückzulehnen.
Präsentierst mir so deine Brüste breiter.
Küsse deinen Hals beim Ausdehnen.

Dein Körper gestützt von der Fliesenwand.
Den Rücken ins Hohlkreuz durchgebogen.
Geschlossene Augen, verdunkelter Vorgang.
Reckst deine Lustspitzen weit nach oben.

Hörst dein Keuchen wie aus der Ferne.
Als meine Lippen dich verführt berühren.
Errötet erhitzt erleidest du das gerne,
Die straffe Haut deiner Brust so zu spüren.

Gezielt hebt meine Hand einen Hügel an.
Mein Mund umschließt eng seine Zinne.
Im Zungenstreich die Spitze abgefahrn,
Entlockt dir ein lüsternes Gewimme'.

Du spürst wie sehr ich dich genieße,
Erbebst selbst vor Lust & Hochgenuss.
Drückst mich gierig auf deine Spielwiese,
mit deiner Hand im Erregungsguss.

Biegst deinen Rücken so nah wie möglich,
Ergibst dich mir, um mir dich zu nehmen.
Soll dich verschlingen, wenn dazu nötig,
Nach Herzenslust willst dich mir hingeben.

Hinter deinem Vorhang funkeln Sterne.
Im Aufblinzeln empfängt dich mein Blick.
Siehst durch meine Augen verklärte Ferne.
Wie du war ich im Lustspiel entrückt.

Und weiter spiel ich mit deinen Sinnen.
Mit Daumenkuppen über deine straffe Haut.
Genießt die Textur der Handflächen innen.
Mache mich mit allem von dir vertraut.

Fingerspitzen gleiten über Schlüsselbeine,
Entlang an deinem langen nackten Hals.
Beug mich vor und küsse die Lippen deine,
Ein Arm um dich zieht dich vertikals.

Den Kuss gelöst, ins Ohr geflüstert:
"Hallo Schatz, wie war dein Tag?"
Noch atemknapp und etwas verdüstert:
"Ganz gut." Und grinsend geh ich ab ...

© meteor 2025
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