Der Mensch erfährt seine reale Umwelt
durch Prismenfilter persönlicher Gefühle.
Die objektive Sicht ist ihm damit verstellt,
zensiert von seiner Wahrnehmungshülle.
Der aktuellen Stimmungslage folgend,
reagiert er teils im Affekt ohne Verstand,
tut dies und das gerade durchaus wollend,
sein Hirn gibt ihm dazu auch freie Hand.
Ob Zorn, Wut, Hass ihn bringen in Rage,
Aggression lässt ihn das Maß entgleiten.
Durch ein rosarotes Brillenfilter in Ekstase
können Glücksgefühle ihn in die Irre leiten.
Wer auf Dauer sich glaubt vom Pech verfolgt,
sieht sich im Nachteil gegenüber dem Rest,
in seiner Gefühlswelt es ständig tiefer grollt,
ein Eigenverschulden nicht mehr gelten lässt.
Was wäre eine Welt ohne Gefühlsvielfalt?
Wäre der Mensch besser, da ohne Gewalt?
Gier nach Macht und Reichtum wäre fremd,
doch fehlende Empathie das Leben hemmt.
Die Evolution hätte sicher längst eingegriffen,
Instinkte, Intuition den Lebewesen abgezüchtet.
Selbstbeherrschung würde Vieles entgiften,
mehr Glücksgefühle für alle ist zielgerichtet.
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