Du hältst mich fest an deiner Leine,
hab den langen Tag nur dich im Sinn.
Ständig verfolge ich nur das Eine,
wie ich dich in meiner Lust erklimm'.
Kettest mich an den Bettpfosten,
fesselst mich an deine Laune,
peitscht mich mit Haarknospen,
reiße mich los, selbst ich staune!
Ein freies Raubtier lustgetrieben,
sein Knurren lässt Haut erzittern.
Ungezähmte Krallen Spuren ziehen,
dein Seufzen scheint es zu füttern.
Mit jedem Knabbern an Körperstellen,
mit jedem Biss von lüsternen Lippen,
wird weniger dein Dagegenstemmen,
bietest mir feil, was auf deinen Rippen.
Verfange mich packend in deinem Haar,
lecke deinen nackten Hals entlang,
raue Rauptierzunge berötet, wo sie war,
folgt instinktiv ihrem Begierdedrang.
Dein Geschmack von warmen Fleisch,
dein aufgesetzter flehender Gnadenblick,
dürstend nach Küssen um jeden Preis,
erkunde deinen Mund Stück um Stück.
Weichst rücklings aufs Bettlager aus,
von meinen Augen scharf fokusiert.
Textile Fetzen, aufgerißener Schmaus,
Delikatesse vor mir köstlich plaziert.
Erklimme auf allen Vieren die Ecken
meiner heute langersehnten Beute.
Mit meinen zuvor gesprengten Ketten
liegt sie gefesselt, wie es sein sollte.
Nicht Furcht erfüllt deine Augen,
dafür ist dein Blick zu selbstsicher.
Was könnte dir dieses Tier rauben?
Nichts wünscht du dir sehnsüchtiger.
Hast von dem, was jetzt gleich folgt,
mindestens tausendmal geträumt.
Zig Varianten in nasse Laken gerollt,
dich immer wieder dabei aufgebäumt.
Schließt deine Augen, gibst dich hin.
Mit offenem Mund, Seufzen entrinnt.
Genießt mein Rauben, mit jedem Sinn.
Ich beginne, wie ein Tier dich nimmt.
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