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Gedichte über Frieden - Seite 113


Glück ist...

das Zusammenwirken von so vielen positiven Faktoren,
der allererste ist, dass wir sind aus viel Liebe geboren.
Das Leben und die Aufgabe doch wichtig und wertvoll ist,
es zu danken, zu schätzen und zu leben, ist unsere Pflicht.

Glück ist, im weiten Universum Sonne, Mond und Sterne zu sehen,
auch, wenn Natur und Kultur den Menschen zur Verfügung stehen.
Glück ist, wenn eine Harfe uns in höhere Sphären bringt und
zusammen mit einer Klarinette eine schöne Melodie anstimmt.

Glück ist, wenn ein Vogel vor dem offenen Fenster singt.
Glück ist, wenn die Entschärfung einer Bombe gelingt.
Glück ist, wenn Leib und Seele bleiben unversehrt - was
uns der "Artikel 2 des Deutschen Grundgesetzes“ lehrt.

Glück ist, keine Menschen und andere Wesen zu hassen.
Glück ist, wenn Frieden ist in ganz dunklen, engen Gassen.
Glück ist, wenn man sich gut um die Umwelt kümmern kann.
Glück ist, wenn Zuhause und unterwegs gehen die Lichter an.

Glück ist, wenn man am aktuellen Wettbewerb teilnimmt.
Glück ist, wenn man auf der Welle des Erfolges schwimmt.
Glück ist, wenn man das tägliche Brot zu genießen vermag.
Glück ist, zu begrüßen mit Freude und Mut jeden neuen Tag.

Glück ist, wenn die wärmende Sonne vom Himmel scheint,
und Glück ist, wenn kein kleines Kind mehr unnötig weint.
Glück ist, wenn Hunde werden immer an der Leine geführt,
so, wie es sich auch gegenüber aller Menschen gebührt.

Glück ist, wenn Licht im Denken Bewegung schafft und,
wenn die Vision die Menschen hat glücklich gemacht.
So soll unser langes Leben sein: glücklich, zufrieden,
mit Achtsamkeit, Respekt und viel Sonnenschein.

© Barbara Mewes-Trageser
2021
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Abendlied des Aarentieres

an Curd Belesos

Wohlan, ein Jährchen ist vergangen!
Wir brauchen nimmermehr zu bangen.
Ich werfe aufrecht Leute nicht so schnell dahin
und so ein Brief erfüllt den Freudensinn.
Das Krankenhaus ist ja en vogue bei Dichterlingen.
Ich kann nicht mit der Mafia das Liedchen singen.
Ich meine immer noch: es wäre schön gewesen.
Anitzo heißt es, in den Stillsamkeiten zu genesen.

Fürwahr, fürwahr, betrachtet man die ganze Pestilenz:
bestand kein Unterschied zur Wohnung im Mercedes-Benz.
Ich darf als Männlein ohne rechten Anbeginn
in dieser Vergewaltigung nun plätschern so dahin.
Die Frau in Frankfurt hat zum Teufel mich geschickt.
Was schließlich mysteriöse Sache war, bleibt unerblickt.
Des Wahnsinns Strudel ist ja ungeheuer,
wie finde ich zurück das liebe Steuer?

Die Feinde haben manche Kräfte mir verliehen.
Und mancher Frust ist auch aus mir ganz selbst gediehen.
Ich hoffe auf den letzten Funken Gnade
für meine Sangeskunst am Seegestade.
Ich fühle mich gelind geschändet:
nur Narrenspielchen in der Endlosschleife
wurden mir zur höllengleichen Reife.
Wer weiß, wo dieses Schicksal einmal endet.

Corona hin, Corona her,
die Tage sind anheut sehr schwer.
Wann kömmt die Zeit, an der man sorglos heben kann sein Glas?
Wir gehen still gen Abend. Ohne sterbesehnsuchtsvollen Spaß.
Ich hab es bitter nötig, mich gesund zu schlemmen.
Ich bin zu jung, die Hoffnung völlig wegzukämmen.
Ich bleibe unschuldig und schau dem Grau entgegen.
Dereinsto kommt das Feuer wieder! Das ist itzt mein Segen.
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