Teegeschenke

Ein Gedicht von Torsten Hildebrand
Tinte bekleckst das bereite Papier für purzelnde Zeilen,
Eilen die Augen mit Husch, eifrig und fließend vorbei.

Emsig zerteilen Menschen das Wort, in dem hastenden rennen.
Gibt kein Versteh'n, im Satz hetzender Worte. Kaum Zeit.

Eben ein Lachen, Sorglos und frei. Schon verstummt in Sekunden.
Stumm sich vergessen, schaut traurig. Erschlagen vom Tag.

Chlor in dem Wasser, Augen betrübt von den spiegelnden Wellen,
Hat man allein nur Traum, Hoffnung; und ferne Zukunft.

Eisern verdunkelt Lüge, den glücklichsten, grinsenden Tage.
Nimmt doch verblendend: "Raum, Mensch," nicht gering fùr sich ein.

Kommt eine Buße, kirchlich, vertraulich. Zu Wem in den Wolken?
Ewig Geeier, Seufz, Schnauf für den schweigsamen Gott (?!)


Sprachlose Seele

Ängste versteckt, in sprachloser Seele und zitternden Lächeln.
Rühren doch Hände zart, wärmend, am kältesten Leib.

Liebe im Herz und Frieden im Geist. Nur ein Scherz für das Leben.
Größeres Glück im Spiel, Geld. Das erfreute den Mund.

Unmut in Bildung, Entwicklung und Wissen, zählt nicht mehr heute.
Brav und noch braver, geködert füe Macht, Geld und Leid.

Zeit und die Winde vergehen im Fluge - Wellen im Gleichmut.
Armes Vereinsamen. Gleichgültig. Kopf, Leib gebeugt.

Informationen zum Gedicht: Teegeschenke

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21.02.2021
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Torsten Hildebrand) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.
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